Donnerstag, 17. Dezember 2015

Fremd - Ursula Poznanski/Arno Strobel


Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Wunderlich (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250843
ISBN-13: 978-3805250849
Preis: 16,99€

Klappentext:
Vertrau oder stirb

Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?

Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?

Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen…


Meine Meinung:
Eigentlich mag ich diese Klappentexte, die mit „Stell dir vor, …“ beginnen nicht. Aber nun gut, das scheint zur Zeit wohl „in“ zu sein. Vergeht wahrscheinlich auch wieder. Aber zwei meiner Lieblingsautoren in einem Buch konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. 

Nach den ersten paar Kapiteln dachte ich - hoffentlich geht das so jetzt nicht das ganze Buch lang durch. Die Kapitel sind immer im Wechsel Joanne/Erik im Präsens geschrieben und gleichen sich beinahe bis aufs Haar, nur eben aus verschiedenen Sichten. Okay, irgendwie hat das auch was - man erlebt jeweils das Gleiche, jedoch die unterschiedlichen Empfindungen dazu. Aber es nervte mich halt doch ein bisschen. Nach kurzer Zeit ändert sich das aber und die Handlung schreitet mit jedem Kapitel ein wenig voran und als Leser erfährt man dennoch, was beide denken und fühlen.

Ich kenne beide Autoren, und meinem Eindruck nach, überwiegt hier die Handschrift von Ursula Poznanski ein wenig. (Auch in Eriks Kapiteln, die, wenn ich richtig informiert bin, von Arno Strobel geschrieben wurden)

Die Geschichte an sich finde ich sehr spannend, auch wenn ich relativ früh eine Ahnung hatte, was da geschieht. Die Gründe, warum es geschieht, waren allerdings bis zum Schluss ein gut gehütetes Geheimnis. Vielleicht ein bisschen zu gut gehütet, denn wenn ich nicht etwas Entscheidendes überlesen habe, hat man als Leser keine Chance von selber auf die komplette Auflösung zu kommen. Bei einigen Dingen, die ich hier natürlich nicht verraten möchte, hatte ich auch das Gefühl, das hätte jetzt nicht so krass ausfallen müssen, oder dieses wirkte etwas überzogen oder schnell noch eingeschoben.
Vielleicht bin ich zur Zeit auch etwas zu kritisch, was bestimmte Themen angeht, die zwar angerissen, jedoch nicht weiter vertieft werden. 
Nicht desto Trotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es lässt sich flüssig lesen und an Spannung mangelt es auch nicht.

Fazit:
Ein spannender Roman mit kleinen Schwächen, die aber durchaus zu verschmerzen sind.


Bewertung