Donnerstag, 26. Februar 2015

Allee der Kosmonauten - Anne Krüger



Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: script5; Auflage: 1 (14. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001722
ISBN-13: 978-3839001721
Preis: 17,95 €


Kurzbeschreibung (Verlag):
In ihrer Kindheit träumte Mathilda unter anderem von einer Karriere als Osterhase, aber am liebsten wollte sie Kosmonautin werden. Als sie ihrer besten Freundin während einer Riesenradfahrt auf die Bluse kotzte, zerbrach ihr Herzenswunsch jedoch an der schnöden Realität – sie war nicht schwindelfrei. Zurück blieb eine unbändige Begeisterung für Juri Gagarin und den Weltraum. Heute Ende zwanzig, ist Mathilda immer noch auf der Suche nach einem erfüllten Leben. Kosmonautin steht als Beruf nicht mehr zur Diskussion, aber was dann? Und was das erfüllte Privatleben angeht: Welcher Mann kann schon neben Juri Gagarin bestehen?

Meine Meinung:
Die Hauptfigur in Anne Krügers Roman „Allee der Kosmonauten“, Mathilda Unterwasser, kann man nicht gerade als einfachen Charakter bezeichnen. Obwohl sie eigentlich überhaupt nichts Schlimmes macht, erweckt sie doch den Eindruck anders zu sein - nicht in ein klassisches Schema zu passen. Aber ist das wirklich so selten oder gar schlimm? In unserer schnelllebigen, karrieregesteuerten Welt sind Träumer und Menschen, die sich mit Entscheidungen schwer tun nicht gern gesehen, werden belächelt und in die Außenseiterecke gestellt. Schade eigentlich. 
Mathilda versinkt immer wieder in ihrer kosmischen Traumwelt und in Erinnerungen an ihre Kindheit. Viele Dinge wurden nie ausgesprochen und haben sich in ihrem Inneren, auf vielleicht falsche Weise, festgesetzt und kommen zeitweise an die Oberfläche. Ihr abgebrochenes Studium, die distanzierte Familie, relativ oberflächliche Freundschaften, der Verlust ihres „Traummannes“  und der Job an der Supermarktkasse sind da auch nicht gerade hilfreiche Begleiter. 
Noch dazu dieser ständige Regen, das trübe Wetter, das sich durch die ganze Geschichte zieht. Wobei hier teilweise der Eindruck entsteht, dass Mathilda sich diese Wetterlage zum Verbündeten macht.

—-„Zu Beginn der zweiten Januarwoche taute der Schnee und hinterließ auf den Straßen, Wegen, Fensterbrettern und Balkonbrüstungen eine graue klebrige Suppe. Die Gesichter der Menschen erzählten Geschichten von Trübsinn und Traurigkeit. Ich liebte den Januar“—-
Zitat S. 281

Als Leser sollte man sich von jeglichen Erwartungen an dieses Buch verabschieden und sich einfach treiben und überraschen lassen - ansonsten könnte man in Mathildas Welt, in ihrem Grau, verloren gehen. Es ist nicht immer einfach sie zu verstehen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen zu können, aber es macht dennoch Spaß sich in ihre Lage zu versetzen und sie auf ihrem Weg, der bisweilen etwas länger ist, zu begleiten.

Fazit:

Eine melancholische Geschichte um vermeintlich verpasste Chancen, falsche Erwartungen ans Leben die Liebe und sich selbst. Vom Loslassen und Neuanfangen. 

Bewertung



Dienstag, 24. Februar 2015

Ankündigung: Blogger schenken Lesefreude





Hallo ihr Lieben,

die Zeit vergeht wie im Flug und bald ist es wieder so weit - der Welttag des Buches steht an und die Vorbereitungen zu "Blogger schenken Lesefreude" laufen bereits auf Hochtouren.
Diese wunderbare Aktion wurde von Christina und Dagmar ins Leben gerufen, und seit diesem Jahr haben die fleißigen Bienchen Verstärkung von Sonny bekommen - ich denke, das war auch dringend nötig, denn wenn man sich mal ansieht welche weiten Kreise diese 3. Aktion inzwischen zieht, wie viele Blogger und Lesefreunde sich beteiligen, kann man sich vorstellen, wie viel Arbeit dahinter steckt.
Dafür noch mal meinen herzlichen Dank für die Organisation!!! :-)

Klickt oben auf das Banner und ihr kommt direkt zur Aktionsseite. Dort gibt es außer Informationen und dem Teilnahmeformular übrigens auch eine Rubrik: Blogger suchen Kontakt. Falls ihr also Kontakte zu anderen Bloggern oder zu Verlagen sucht, seid ihr dort genau richtig. 
Ich muss ja gestehen, dass ich da (was die Verlage angeht) eher zurückhaltend bin. Meine kleine Bücherkiste gefällt mir so wie sie ist - ein Hobby eben -  und zu viele Verlagskontakte würden wahrscheinlich den Hobby-Charakter verwässern und einen gewissen Druck aufbauen, den ich nicht möchte. Ich bleibe lieber dabei zu lesen wonach mir ist, einfach nur aus Freude am Lesen.
Ein Dank gilt auch meiner kleinen Leserschaft, über die ich mich sehr freue, die meine Bücherkiste weiterhin regelmäßig besucht, auch wenn es kurzzeitig mal etwas ruhiger zugeht.

Für alle Stammleser und die, die es noch werden möchten, werde auch ich mich in diesem Jahr wieder an "Blogger schenken Lesefreude" beteiligen und versuchen ein bisschen Lesefreude  zu verbreiten.

Los geht es aber erst am 23.04.2015

Das erste Buch (ob weitere folgen wird sich zeigen), das ich ausgesucht habe, werde ich für euch von der Leipziger Buchmesse mitbringen, da der Erscheinungstermin für den 12.03.2015 vorgesehen ist. 
Und es wird signiert sein :-)

Da man bei der Anmeldung ja schon mitteilen muss, welches Buch man verschenken möchte und jeder diese Liste einsehen kann, kann ich euch auch hier schon verraten für welches Buch ich mich auf jeden Fall entschieden habe.
Lasst euch überraschen, ob noch weitere dazu kommen werden und schaut am 23.04.15 hier vorbei :-)








BASTEI LÜBBE
HARDCOVER
SONSTIGE BELLETRISTIK
319 SEITEN
AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-431-03915-3
ERSTERSCHEINUNG: 12.03.2015


Kurzbeschreibung (Verlag):
Ein Unfall zerstört Wandas heile Welt: Ihr Verlobter, den sie in wenigen Tagen heiraten wollte, wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Niemand weiß, ob er je wieder aufwachen wird. Als Wanda versucht, Karims Angelegenheiten zu regeln, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten in seinem Leben. Tiefer und tiefer dringt sie in ein Netz aus Lügen und Geheimnissen vor, bis sie sich fragen muss: Wer ist Karim wirklich? Hat sie ihren Geliebten je gekannt?
Schließlich kommt Wanda einem entsetzlichen Verbrechen auf die Spur, und alles deutet darauf hin, dass Karim große Schuld auf sich geladen hat. Doch während seine Augen geschlossen bleiben, schwebt Wanda bald selbst in höchster Gefahr ... 


Und nicht vergessen - wer ebenfalls an der Aktion teilnehmen möchte, einfach auf die Aktionsseite gehen und loslegen :-)


Liebe Grüße
MacBaylie

Dienstag, 10. Februar 2015

Sommerwind - Gabriella Engelmann



Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651432X
ISBN-13: 978-3426514320
Preis: 8,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
„Geliebter Zugvogel, ich schreibe dir, wie ich es immer mache, sobald du die Insel verlassen hast“ – so beginnt einer jener geheimnisvollen Liebesbriefe, unterzeichnet nur mit dem Initial A., die die Hamburgerin Felicitas auf dem Dachboden findet. Alle Briefe wurden auf Föhr geschrieben, wohin Felicitas nur wenig später aus beruflichen Gründen reisen muss. Die Sehnsucht, die in jeder Zeile der Briefe steckt, berührt sie tief, obwohl sie nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ein gebranntes Kind ist. Als sie auf der wunderschönen Nordseeinsel die Brüder Niklas und Frederick kennenlernt, bekommt die Frage, ob sie selbst je wieder lieben kann, eine neue Dringlichkeit. 

Meine Meinung:
Mit "Sommerwind" hat Gabriella Engelmann eine locker leichte Liebesgeschichte zu Papier gebracht, die den Leser auch im Winter Sonne, Sand und eine Meeresbriese spüren lässt. Eine Liebesgeschichte zwischenmenschlicher Art, sowie die "Liebesgeschichte" zur Nordseeinsel Föhr. 
Liebevolle Beschreibungen der Inselwelt, wie zum Beispiel die Lage und Vorzüge der Ortschaften, Pflanzen, Tiere, Strand, Spezialitäten,  Sehenswürdigkeiten ... haben mich um viele, viele Jahre zurück versetzt und Erinnerungen an meinen Föhr-Aufenthalt geweckt. Mir scheint, allzuviel hat sich nicht verändert. Wahrscheinlich gibt es unendlich mehr Häuser und Hotels, wie es ja leider auf beinahe allen Inseln inzwischen der Fall ist. 
Die Story an sich ist im Grunde die klassische Liebesgeschichte, wie man sie eben aus diesem Genre kennt. Enttäuschte Liebe, Trauer, versuchter Neuanfang, Hindernisse ... Liebe. Wer sich gerne in solchen verzwickten Liebesgeschichten verliert, wird mit dieser hier auch seine Freude haben, denn der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist wirklich schön, bildhaft und passend.
Felicitas war mir von Beginn an sympathisch, vielleicht ein bisschen zu zurückhaltend und ängstlich, aber bei ihrer Vorgeschichte war durchaus nachzuvollziehen, dass sie sich nach etwas mehr Sicherheit und Bodenständigkeit gesehnt hat. 
Auch ihre neue Freundin Leevke gefiel mir sehr gut. Sie wirkte locker, flockig, aufgeschlossen und freundlich, aber auch sie hatte ihre Probleme.
Frederick passte ebenfalls sehr gut in die Geschichte. Als Gegenpol zu seinem Bruder Niklas, der eher den Sonnyboy der Insel darstellte, war Frederick der ruhige, besonnene sensible Part.
Bis auf ein paar Längen und ein paar Wiederholungen, die allerdings gut zu verschmerzen waren, hat mir das Buch wirklich gut gefallen, obwohl ich diese Art von Geschichten normalerweise gar nicht so gerne lese. 
Witzig fand ich, als die Autorin den Protagonisten in den Mund gelegt hat, dass sie einige Situationen selber echt kitschig finden und diese in keinem Buch eine Chance hätten. Aber wie das Leben so ist - die Realität kann wirklich kitschiger und klischeehafter ausfallen, als es selbst in Liebesromanen erlaubt ist. 

Fazit:
Eine kurzweilige Sommerlektüre, die dem Leser auch in der dunklen Jahreszeit ein bisschen Sonne, Meer und Wärme schenkt. 


Bewertung




Mittwoch, 4. Februar 2015

Vergessen - 01 - Elke Pistor



Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286100
ISBN-13: 978-3548286105
Preis: 9,99 €

Auftakt einer Krimiserie mit Kommissarin Verena Irlenbusch.


Kurzbeschreibung (Verlag):
Kommissarin Verena Irlenbusch steht unter Druck: Während sie einen hochintelligenten Psychopathen jagt, verschlimmert sich die Alzheimererkrankung ihrer Großmutter. Außerdem wurde ihr der schlechtgelaunte Kollege Christoph Todt an die Seite gestellt, dem sie jede Information aus der Nase ziehen muss. Doch Verena bleibt liebevolle Enkelin und professionelle Ermittlerin – auch wenn es sie fast zerreißt. Als sie schließlich auf die Spur des Mörders kommt, verfängt sich Verena in ein Netz aus lang vergessener Schuld und neuem Hass. Wird sie diesen Fall heil überstehen?

Meine Meinung:
Auch wenn ich nicht der Krimileser schlechthin bin - mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich fand es klasse, dass man nicht nur in die Ermittlungsarbeit einbezogen wurde, sondern auch einen Einblick in das Privatleben der Ermittler bekommen hat. In vielen Rezensionen wird ja gerade das bemängelt. Jeder empfindet das eben anders.
Meiner Meinung nach kann man sich besser auf die Story einlassen, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat, wenn man einige Hintergründe erfährt, um die Personen besser einschätzen zu können. Natürlich birgt das auch die Gefahr, dass man vielleicht nicht mehr ganz so oft von den Figuren überrascht wird, aber dieses Risiko gehe ich gerne ein, denn manchmal finde ich es besser, wenn der Weg das Ziel ist und dieser Weg dafür etwas ausführlicher und nachvollziehbar gestaltet ist.

Verena Irlenbusch erschien mir als Kommissarin sehr sympathisch. Sie ist eben ein ganz normaler Mensch mit „normalen“ Problemen, Ängsten und Wünschen. Wie sie den Spagat zwischen Privatleben und Beruf bewerkstelligt, hat mir gut gefallen. Gerade auch, weil nicht immer alles reibungslos verläuft.
Grundsätzlich fand ich auch ihren neuen Kollegen Christoph Todt nicht unsympathisch. Er war zwar anfänglich etwas brummelig und wortkarg, aber man merkte eigentlich von Anfang an, dass auch er nicht ohne Probleme durchs Leben geht und er wahrscheinlich gar kein schlechter Kerl ist.

Fazit:
Ein lesenswerter Krimi mit sehr menschlichen Kommissaren. Auch, wenn vieles vorhersehbar sein mag, so warten trotzdem noch genügend Überraschungen auf den Leser.



Bewertung



Montag, 2. Februar 2015

Buchmesse Leipzig 2015



Hallo ihr Lieben,

so langsam wird es mal Zeit die Buchmesse Leipzig 2015 vorzubereiten.
Wer von euch wird auch dort sein und was habt ihr euch alles vorgenommen?
Habt ihr vielleicht einen Tipp, was ich auf gar keinen Fall verpassen darf, oder vielleicht einen Wunsch, was ihr gerne lesen würdet, weil ihr selber nicht nach Leipzig fahren könnt?

Liebe Grüße
MacBaylie

Lese-und Lauschmonat Januar



Hallo ihr Lieben,

die Zeit vergeht wie im Flug - schon wieder ist ein Monat rum.
Im Januar gab es so einige Ereignisse, die mich am Lesen gehindert haben, aber so ist das Leben. Oft kommt alles anders als man denkt. Manches war ja eingeplant, wie zum Beispiel mein Hochzeitstag :-), der Bloggeburtstag und ein Besuch in Hamburg. Nicht geplant hingegen waren wiedermal einige Extraschichten auf der Arbeit, dass meine Tochter ins Krankenhaus musste, Hundebesuch und eine kranke Katze :-(
Aber irgendwie bekommt man letztendlich doch alles hin und findet sogar noch etwas Zeit zum Lesen.

Im Januar habe ich mich mit diesen Werken beschäftigt. Kennt ihr vielleicht etwas davon?

  • Dann mach ich eben Schluss - Christine Fehér
  • Finstermoos - eShort - Janet Clark
  • Finstermoos  01 - Aller Frevel Anfang - Janet Clark
  • Der schlimme Anfang - Lemony Snicket  (Hörbuch)
  • Das Dorf - Arno Strobel
  • Sommerwind - Gabriella Engelmann (lese ich aktuell noch)

Mein Highlight war definitiv "Dann mach ich eben Schluss" Eine unglaublich nachhaltige Geschichte, die viel im Inneren berührt.
"Finstermoos" ein klasse Auftakt einer 4-teiligen Serie.
Tja, und "Das Dorf" hat mich ein wenig enttäuscht.
"Sommerwind" gefällt mir bislang recht gut.

Liebe Grüße
MacBaylie