Sonntag, 19. April 2015

Schimmert die Nacht - Maggie Stiefvater



Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: script5 (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001773
ISBN-13: 978-3839001776
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 18,95€

Kurzbeschreibung (Verlag):
In Maggie Stiefvaters Spin-off zur Nach dem Sommer-Trilogie erlebt das explosive Traumpaar Cole und Isabel eine prickelnde Liebesgeschichte im sommerlichen Los Angeles. Romantisch, mitreißend und ungemein sexy! Nach einer längeren Zeit der Trennung hat Isabel den Schmerz über die gescheiterte Liebe zu dem unberechenbaren Ex-Rockstar Cole endlich überwunden und konzentriert sich auf ihr neues Leben in L.A. An Cole denkt sie selten. Als er plötzlich vor ihr steht, beginnt ein nerven- und gefühlsaufreibendes Spiel aus unwiderstehlicher Anziehung und abgrundtiefer Abneigung. Cole ist hinreißend und verführerisch wie immer, und Isabel kann seinem Charme nur schwer standhalten. Doch zugleich fürchtet sie, dass seine dunkle Vergangenheit wieder Macht über ihn erlangt. Deshalb hat sie sich geschworen, sich nicht noch einmal in ihn zu verlieben, und kämpft verzweifelt gegen ihre Gefühle an. Cole hingegen tut alles, um Isabel von der Aufrichtigkeit seiner Liebe zu überzeugen. Aber eine Frage bleibt: Weshalb ist er wirklich zurückgekommen?


Meine Meinung:
Vom Schreibstil her hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Maggie Stiefvater schreibt einfach super schön. Flüssig, poetisch, melancholisch, humorvoll und bildgewaltig. 


---„Es war, als würde die ganze Welt um mich herum zerknüllt wie Papier. Und selbst, wenn ich einen Weg fand sie wieder glatt zu streichen - die Falten würden immer zu sehen sein.“--- (S. 331)


—-„Ein paar graugrüne Minuten lang saßen wir einfach nur so da, während sich die Palmwedel und Farne rings um uns kaum regten.“—- S. 353

In diesem Spin-off hatte ich noch dazu den Eindruck, dass es Maggie Stiefvater eine besondere Freude war, der Zicke, in Gestalt von Isabel, freien Lauf zu lassen. Sie war wirklich zeitweise sehr zickig.

Das im Klappentext angekündigte „romantisch, mitreißend und ungemein sexy“ habe ich jedoch vergeblich gesucht. Vielleicht habe ich aber auch nur andere Vorstellungen, wenn solche Begriffe fallen.
In „Schimmert die Nacht“ war sowieso irgendwie alles ganz anders. Allem voran, ziemlich wenig Wolf, was ich jetzt gar nicht mal so schlimm, sondern eher einleuchtend fand, denn die Temperaturen in L.A. sind eben andere, als in Mercy Falls (wir erinnern uns - die Verwandlungen haben etwas mit der Temperatur zu tun). Was mich ein bisschen gestört hat, war die Vorhersehbarkeit von Isabel. Ich möchte ja nichts verraten, aber meistens wusste ich, dass sie sich innerhalb der nächsten Seiten wiedermal umentscheiden würde, obwohl ihr Handeln eigentlich nicht unbedingt nachvollziehbar war. Nach dem Motto, sie muss so und soviel Seiten lang „ja“ sagen und innerhalb der nächsten 10-20 Seiten dann „nein“ usw.  Ich hoffe, ihr wisst was ich meine. Da kam bisweilen ein Gefühl von „gekünstelt“ oder „an den Haaren herbei gezogen“ auf.

Sehr gut gefallen hat mir die Nebenfigur Leon. Der Chauffeur. Er war irgendwie immer der Fels in der Brandung, auch wenn er eine Weile gebraucht hat, um sich selber so zu sehen.

Alles in allem hat mir die Geschichte jedoch gefallen. „Schimmert die Nacht“ ist zwar deutlich weniger fantasylastig, sondern kommt überwiegend als reale Liebesanbahnungsgeschichte daher, aber Cole hat seine Sache dennoch ganz gut gemacht. Er präsentierte sich meistens unwiderstehlich.



—-„Ich verstand einfach nicht, wie Isabel so eisern meiner Unwiderstehlichkeit  widerstehen konnte. … „—- S 142


---„Wir wissen beide, dass Liebe Kinderkram ist“, sagte er. „Wir sind erwachsen. Da zählt, ob man kompatibel ist oder nicht.“Isabel: „Ich glaube nicht an Happy-Ends“.---


Fazit:
„Schimmert die Nacht“ ist ein durchaus gelungener Abschluss der Mercy-Falls-Reihe, wenn auch mit kleinen Schwächen. Aber allein der Schreibstil von Maggie Stiefvater macht das Buch schon zu einem Lesegenuss.



Bewertung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen