Montag, 16. März 2015

Schlusstakt - Arno Strobel


Broschiert: 224 Seiten

Verlag: Loewe (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785578652
ISBN-13: 978-3785578650
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 9,95 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Die Kurzbeschreibung vom Verlag und die auf der Rückseite des Buches sollte man besser nicht lesen, denn dort wird etwas Wichtiges verraten, was einem ärgerlicherweise die erste Spannung komplett raubt. Außerdem nimmt man es dort mit der Geographie nicht so ganz genau. Schade.


Meine Kurzbeschreibung:
Vicky wird von ihrer Freundin Marie überredet an einem Casting für die neue Super-Show „Germanys MegaStar“ (G.M.S.) teilzunehmen. Während Marie gleich in der ersten Runde rausfliegt, schafft Vicky es auf Anhieb in Phase 3 und fliegt mit 49 anderen Teilnehmern zu einer kleinen Insel im Nord Ari Atoll auf die Malediven. Traumhaft. Wäre da nicht ein absolut unseriöser Knebelvertrag und eine Crew, die keine Peinlichkeit auslässt, um die Show zum absoluten Megahighlight zu puschen. Selbst als etwas Schreckliches auf der Insel passiert, heißt es: The Show must go on!

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn wer kann schon einer Malediveninsel widerstehen?
Der Anfang hat mir auch sehr gut gefallen, beginnt es doch gleich im Prolog mit einem mysteriösen Leichenfund der etwas anderen Art.
Auch Vicky, die Hauptfigur machte von Anfang an einen sympathischen Eindruck. Sie war nicht besessen vom Sieg, verhielt sich eigentlich immer freundlich und fair, und ließ sich nicht zu Dingen überreden, die ihr widerstrebten. 
Die ersten nackten, "heißen" Füße am Maledivenstrand ließen jedoch schon ahnen, dass Arno Strobels Recherche, die Malediven betreffend etwas zu kurz kam. 
Der Muschel- Korallenkalksand am Strand wird nicht heiß. Niemals. :-)





Gut gefallen hat mir, dass sehr deutlich wurde, wie rücksichtslos und quotenorientiert solche Shows entstehen. Dass man buchstäblich über Leichen geht. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt und da hat selbst eine Trauminsel es schwer, nicht zum Albtraum degradiert zu werden. 
Auch wenn es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, aber von Knebelverträgen, aufwiegeln der Kandidaten und unseriösen Angeboten hat man inzwischen schon bei jedem dieser bestehenden Formate gehört. Ganz so weit hergeholt scheint mir das Procedere also in dieser Geschichte nicht zu sein.

Was allerdings den Schluss angeht, war ich schon etwas enttäuscht. Der Mord war meiner Ansicht nach überhaupt nicht nachvollziehbar. Ich möchte ja nichts verraten, nur so viel,  weder Mörder/in noch Opfer haben sich „charaktergetreu“ verhalten. Der Auslöser war alles andere als glaubwürdig. Außerdem gab es noch ein Detail, das irgendwie nicht in die Geschichte passte und meiner Ansicht nach völlig überflüssig war.

Im Prinzip wäre die Story wahrscheinlich sogar ganz ohne Tote ausgekommen, denn allein die Situation der Kandidaten auf der Insel hätte genug Stoff für spannungsgeladene Seiten hergegeben, wenn sie ausführlicher beschrieben worden wäre und der Fokus nicht nur auf einem kleinen Grüppchen gelegen hätte, das relativ hintergrundlos und blass dargestellt wurde. 

Fazit:
Die Idee um die Castingshow hat mir sehr gut gefallen. Man sollte sich wirklich zweimal überlegen, ob man sich einem solch quotenorientierten Regime aussetzen möchte.  

Den Mord fand ich allerdings unglaubwürdig dargestellt.



Bewertung







Kommentare:

  1. Das ist schade, dass es dir nicht richtig gefallen hat. :(
    Ich bin ein großer Fan von Arno Strobel, deshalb bleibt es trotzdem weiterhin auf der Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Ramona

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    1. Ich mag Arnos Bücher auch total gerne, aber im Jugendbereich kann er mich leider nicht wirklich überzeugen. Finde ich auch schade, ist aber so :-(

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  2. Danke für Deine Rezension. :-)

    Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch auf meine Wunschliste setzen soll oder nicht und denke, dass ich es dann wohl lassen werde.

    Liebe Grüße
    Petra

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    1. Ob ich das könnte, weiß ich ehrlich gesagt nicht ;-)
      Manchmal stachelt mich eine nicht ganz so gute Meinung sogar noch mehr an, das Buch lesen zu wollen. Zumal ich Arno Strobels Bücher ja eigentlich mag und es sich hier ja auch um ein sehr dünnes Exemplar handelt - ich würde es trotzdem lesen :-)

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