Dienstag, 10. Februar 2015

Sommerwind - Gabriella Engelmann



Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651432X
ISBN-13: 978-3426514320
Preis: 8,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
„Geliebter Zugvogel, ich schreibe dir, wie ich es immer mache, sobald du die Insel verlassen hast“ – so beginnt einer jener geheimnisvollen Liebesbriefe, unterzeichnet nur mit dem Initial A., die die Hamburgerin Felicitas auf dem Dachboden findet. Alle Briefe wurden auf Föhr geschrieben, wohin Felicitas nur wenig später aus beruflichen Gründen reisen muss. Die Sehnsucht, die in jeder Zeile der Briefe steckt, berührt sie tief, obwohl sie nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ein gebranntes Kind ist. Als sie auf der wunderschönen Nordseeinsel die Brüder Niklas und Frederick kennenlernt, bekommt die Frage, ob sie selbst je wieder lieben kann, eine neue Dringlichkeit. 

Meine Meinung:
Mit "Sommerwind" hat Gabriella Engelmann eine locker leichte Liebesgeschichte zu Papier gebracht, die den Leser auch im Winter Sonne, Sand und eine Meeresbriese spüren lässt. Eine Liebesgeschichte zwischenmenschlicher Art, sowie die "Liebesgeschichte" zur Nordseeinsel Föhr. 
Liebevolle Beschreibungen der Inselwelt, wie zum Beispiel die Lage und Vorzüge der Ortschaften, Pflanzen, Tiere, Strand, Spezialitäten,  Sehenswürdigkeiten ... haben mich um viele, viele Jahre zurück versetzt und Erinnerungen an meinen Föhr-Aufenthalt geweckt. Mir scheint, allzuviel hat sich nicht verändert. Wahrscheinlich gibt es unendlich mehr Häuser und Hotels, wie es ja leider auf beinahe allen Inseln inzwischen der Fall ist. 
Die Story an sich ist im Grunde die klassische Liebesgeschichte, wie man sie eben aus diesem Genre kennt. Enttäuschte Liebe, Trauer, versuchter Neuanfang, Hindernisse ... Liebe. Wer sich gerne in solchen verzwickten Liebesgeschichten verliert, wird mit dieser hier auch seine Freude haben, denn der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist wirklich schön, bildhaft und passend.
Felicitas war mir von Beginn an sympathisch, vielleicht ein bisschen zu zurückhaltend und ängstlich, aber bei ihrer Vorgeschichte war durchaus nachzuvollziehen, dass sie sich nach etwas mehr Sicherheit und Bodenständigkeit gesehnt hat. 
Auch ihre neue Freundin Leevke gefiel mir sehr gut. Sie wirkte locker, flockig, aufgeschlossen und freundlich, aber auch sie hatte ihre Probleme.
Frederick passte ebenfalls sehr gut in die Geschichte. Als Gegenpol zu seinem Bruder Niklas, der eher den Sonnyboy der Insel darstellte, war Frederick der ruhige, besonnene sensible Part.
Bis auf ein paar Längen und ein paar Wiederholungen, die allerdings gut zu verschmerzen waren, hat mir das Buch wirklich gut gefallen, obwohl ich diese Art von Geschichten normalerweise gar nicht so gerne lese. 
Witzig fand ich, als die Autorin den Protagonisten in den Mund gelegt hat, dass sie einige Situationen selber echt kitschig finden und diese in keinem Buch eine Chance hätten. Aber wie das Leben so ist - die Realität kann wirklich kitschiger und klischeehafter ausfallen, als es selbst in Liebesromanen erlaubt ist. 

Fazit:
Eine kurzweilige Sommerlektüre, die dem Leser auch in der dunklen Jahreszeit ein bisschen Sonne, Meer und Wärme schenkt. 


Bewertung




Kommentare:

  1. Das klingt nach einem Buch was ich jetzt brauche. Kommt sofort auf meine Wunschliste :D
    Lg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, diese Inselbücher passen einfach zu jeder Jahreszeit :-)

      Löschen