Montag, 13. Oktober 2014

Hörst du den Tod? - Andreas Götz



Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Oetinger (19. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789136166
ISBN-13: 978-3789136160
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Wie klingt ein letzter Atemzug? Ein Wettlauf gegen die Zeit. Linus stürzt vom Himmel in die tiefste Hölle: Eben noch hat er das Glück mit seiner großen Liebe Lucy genossen, da wird seine Mutter entführt! Doch als statt einer Lösegeldforderung mysteriöse Audiodateien eintreffen, wird Linus schnell klar, dass der Entführer ihn herausfordert. Denn Linus besitzt das perfekte Gehör. So wird er immer tiefer in ein perfides Spiel gezwungen, in dem es am Ende nicht nur um das Leben seiner Mutter geht, sondern auch um das von Lucy.

Meine Meinung:
Das ist das erste Buch, das ich von Andreas Götz gelesen habe, aber als ich knapp über die Hälfte gelesen hatte, habe ich mir gleich mal seinen ersten Jugendthriller „Stirb leise mein Engel“ besorgt.
In diesem Thriller findet man Vieles, was ein gutes Jugendbuch ausmacht. Die erste große Liebe mit all ihren Unsicherheiten, familiäre Probleme, unterschiedliche soziale Schichten ... und das perfekte Gehöhr - Segen oder Fluch? Zudem eine spannungsvolle Suche nach einer Mutter und einem oder mehreren Verbrechern.
Andreas Götz schafft es mühelos, den Leser bei der Stange zu halten und ihm immer wieder kleine, teils auch größere Bröckchen anzubieten, damit man sich beim Lesen unwillkürlich mit auf die Suche machen kann/muss, um festzustellen, dass man sich genau wie Linus, in Verdächtigungen, Hoffnungen und Verzweiflungen verstrickt.
Der Spannungsaufbau beginnt schon mit der Kapitelaufteilung. 
Noch 21 Tage ... Noch 7 Tage ... Noch 2 Tage ... Der letzte Tag ... Noch 3 Stunden ...
Und zusätzlich zu den dahinrinnenden Tagen werden Uhrzeiten angezeigt. Was wird geschehen, oder vielleicht schon geschehen sein, wenn die Zeit abgelaufen ist? Diese Frage lässt einen nicht mehr los, man hat sie mit jeder auftauchenden Uhrzeit und mit jedem weiteren Tag, der verstreicht, im Kopf.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass es in diesem Buch nicht den so oft zu lesenden Megashowdown gegeben hat. Will heißen: Oft dümpeln Geschichten vor sich hin, sind die ersten zwei Drittel in allem viel zu ausführlich, um dann ratz-fatz einen Schluss rauszuhauen, bei dem sich alles überschlägt und in aller Kürze noch schnell alles aufgeklärt werden muss. Das war hier glücklicherweise nicht der Fall. Hier stimmte die Balance von Anfang bis Ende.

Fazit:
Ein gut ausbalancierter Jugendthriller, der sicher auch älteren Semestern eine Gänsehaut bescheren kann. Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite.


Bewertung


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