Montag, 8. September 2014

Teardrop - Lauren Kate



Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: cbt (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357016277X
ISBN-13: 978-3570162774
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Teardrop
Preis: 17,99 €

Teil 1 einer Trilogie


Kurzbeschreibung:
Die 17-jährige Eureka darf nicht weinen. Vor langer Zeit musste sie ihrer Mutter versprechen keine Tränen zu vergießen. Dieses Versprechen hat sich so tief bei ihr eingebrannt, dass sie nichtmal weinen konnte, als ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. 
Was hat es mit diesem Tränenverbot auf sich? Und wer ist dieser Junge, der buchstäblich mit einem Knall in ihr Leben tritt?


Meine Meinung:
Vor einigen Jahren hat Lauren Kate mich bereits mit dem Cover der Engelreihe gelockt und nun mit diesem hier. Einfach nur schön.
Aber leider wiederholt sich mit Teardrop das gleiche Szenario, wie damals schon mit Engelsnacht.

Der Anfang des Buches ist recht undurchsichtig aber dadurch natürlich sehr interessant, weil man wissen möchte, worauf das Ganze hinausläuft. Außerdem ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm zu lesen. Nach den ersten Höhen kommt anschließend leider eine ganze Weile lang, mehr oder weniger, nichts und zum Ende hin überschlägt sich alles.

Eureka, die weibliche Hauptfigur, war mir ein bisschen zu blass dargestellt. 
Es war durchaus nachvollziehbar, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter etwas aus dem Ruder lief und sich anderen gegenüber seltsam verhalten oder sogar ganz zurückgezogen hat, aber gefühlsmäßig kam mir da viel zu wenig rüber. Ihre Gedankengänge waren arg simpel gestrickt und meist wiederholten sich abgedroschene Phrasen. Obwohl die Geschichte wirklich viel potenzial für individuelle Gefühlsregungen hergegeben hätte, kam da leider nicht viel. 

Ander, der männliche Part in der Geschichte, war eigentlich auch der typische, schöne, geheimnisvolle Junge, der mit kryptischen Andeutungen um sich warf und verschwand, bevor Eureka mal nachfragen konnte. Wobei, so wirklich hat sie auch nie etwas hinterfragt. Nach dem Motto, was ich nicht weiß muss es schließlich auch nicht geben.
Tja und dann, kurz vor Schluss (keine Bange, das wird kein Spoiler) plappert er plötzlich ohne Unterlass. Und das in einer Situation, in der normalerweise kein Mensch einen Ton rausbringen würde.

Leser, die mit diesen, meinen Kritikpunkten keine Probleme haben, werden sicher ihren Spaß mit der Geschichte haben.

Die Grundidee, der Geschichte hat mir an sich sehr gut gefallen und ich denke, da kann auch noch eine ganze Menge kommen, aber mir gefällt dieser Aufbau nicht so richtig. Zuerst Spannung und Ungewissheit, dann ein seitenlanges Nichts und schließlich diese Knall-Päng-Bum-Auflösung auf den letzten Seiten, die leider auch noch recht schwammig begründet wurde. Zu viele „Irgendwies“ oder „Es-passierte-einfach-nur-sos“. 

Wie schon bei der Engelreihe, werde ich wohl auch hier die weiteren Teile nicht lesen.

Fazit:
Eine interessante Grundidee, die leider stellenweise sehr verwässert wurde.
Prolog und Epilog geben eine Menge her, aber leider ist der Mittelteil ziemlich auf der ungenügend ausgearbeiteten Mitleidsstrecke geblieben.


Bewertung


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