Mittwoch, 10. September 2014

Singe, fliege, Vöglein, stirb - Janet Clark

Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Loewe (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785577524
ISBN-13: 978-3785577523
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 12,00 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Letzte Woche hatte ich noch ein Leben. Einen Job. Einen Freund. Vor fünf Minuten hatte ich zumindest Hoffnung. Jetzt habe ich nur noch Angst. 
Seit Ina die Leiche einer getöteten Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben mehr und mehr aus dem Ruder. Weil sie ihren Freund Aaron, der wegen der Tat befragt wird, vehement gegen die Anschuldigungen verteidigt, zieht ein riesiger Shitstorm über sie und ihre Familie hinweg. Dann wird sie plötzlich selbst des Mordes verdächtigt. Und zu allem Überfluss taucht wie aus dem Nichts ein Freund von früher auf, der eine alte Schuld einfordert. Bald versinkt Ina in einem Netz aus Lügen und kann niemandem mehr trauen – nicht einmal Aaron. 

Meine Meinung:
Mit „Singe, fliege, Vöglein, stirb“ hat Janet Clark wieder einmal einen spannenden Jugendthriller zu Papier gebracht, der zudem ein sehr aktuelles Thema behandelt. Das Internet ist aus unserer Gesellschaft kaum noch wegzudenken, aber genau so, wie es ein Segen sein kann, so kann es auch zerstörerisch sein. Das muss Ina, die Hauptfigur in dieser Geschichte, schmerzvoll erfahren. Als Ich-Erzählerin lässt sie uns hautnah überall dabei sein, was ihre Hoffnungen, Ängste und ihre Verzweiflung noch bedrückender erscheinen lässt. Außerdem werden ihre Handlungsweisen, die dem Leser vielleicht im ersten Moment naiv erscheinen könnten, dadurch wesentlich nachvollziehbarer. 
Wie geht es einem dabei, wenn man niemandem mehr trauen kann? Wenn plötzlich alles den Bach runter geht und scheinbar alle gegen einen sind?

"Jeder von uns kennt die ganze Wahrheit. Bruchstückhaft." (Zitat)

Als Leser liegen wir dabei noch weit im Vorteil, denn wir bekommen einen weiteren Ich-Erzähler an die Seite gestellt. Aaron, zweite Hauptfigur und Hauptverdächtiger, lässt uns ebenfalls an seinem Innersten teilhaben. Aber trotz dieses Vorteils tappen selbst wir im Dunkeln, lassen uns verunsichern und müssen uns bis ganz zum Schluss gedulden, um die Auflösung zu erfahren. 
Geschickt eingeflochtene Rückblenden und Wendungen halten die Spannung durchweg auch hohem Niveau.

Fazit:
Ein spannender Jugendthriller mit aktueller Thematik. 
Sehr empfehlenswert - nicht nur für Jugendliche.


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