Freitag, 19. September 2014

Schattenzwilling - Katrin Bongard




Broschiert: 272 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841502792
ISBN-13: 978-3841502797
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 12,99€

Leseprobe: HIER


Kurzbeschreibung (Verlag):
Weißt du, wie es ist, einen Doppelgänger zu haben? Jemand, der dir ähnlich ist, aussieht wie du und doch jemand ganz anderes ist. Nein? Aber ich weiß es. 
Teresa ist ziemlich verunsichert, als ein Freund ihrer Eltern mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian zu Besuch kommt. Vor zwei Jahren war Teresa in Adrian verliebt, doch seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Nun sitzt Adrian im Rollstuhl, und Teresa fühlt sich stark zu Kai hingezogen – und schämt sich dafür. Doch ist Kai wirklich Kai? Und ist Adrian wirklich Adrian? Oder ist Teresa das Opfer eines gefährlichen Verwechslungsspiels?

Meine Meinung:
Teresa ist süße 16, frisch verliebt und hat Sommerferien. Was kann es Schöneres geben?
Ganz so wunderbar, wie es sich anhört, ist es dann aber plötzlich doch nicht mehr. Ihr Freund Pablo ist für 4 Wochen nach Spanien aufgebrochen, ihre Freundin Hannah kann nur eine Woche bleiben, ihr Bruder Jasper macht sich auf nach Australien und zu guter letzt laden Teresas Eltern auch noch Matthias, einen Freund ihres Vaters, samt seiner Zwillinge Adrian und Kai ein. Vor zwei Jahren war Teresa mal ziemlich verliebt in Adrian aber irgendwann brach der Kontakt ab. Nun sitzt er, nach einem Motorradunfall, im Rollstuhl und sein Bruder Kai löst dummerweise die gleichen Gefühle in ihr aus, wie es damals Adrian tat. Kein Wunder, dass Teresa durcheinander ist. Sie versteht sich nicht, versteht ihre Gefühle nicht und fühlt sich eigentlich meistens schlecht dabei.

Das ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und sicher nicht das letzte. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich der Meinung bin, dass am Ende ein kleines Schippchen zu viel aufgelegt wurde. 
Teresa habe ich als sehr angenehm und authentisch empfunden. Katrin Bongard hat es sehr gut hinbekommen, sie freundlich, verliebt, verwirrt, neugierig und verletzlich aber dennoch stark und glaubwürdig wirken zu lassen. Ihre Verwirrung und ihre Zerrissenheit, als Pablo weg war und die Zwillinge die Bildfläche betreten haben, konnte ich gut nachvollziehen. Das war wirklich keine einfache Situation für ein Mädchen ihres Alters. Tja und dann noch diese ganzen Ungereimtheiten. Ist Adrian wirklich Adrian? Kai wirklich Kai? Was treiben die beiden für ein perfides Spiel? 
Dazu werde ich natürlich nichts verraten. 

Sehr gut hat mir gefallen, dass Teresa im Grunde ein fröhliches, ganz „normales“ Mädchen ist. Sie ist gut in der Schule, hat keine Probleme mit ihren Eltern und sie hat zwei Brüder, mit denen sie sich sehr gut versteht. In den meisten Geschichten bekommen die Hauptfiguren ja von vornherein eine problematische Kindheit verpasst. Das war hier mal erfrischend anders.
Dafür musste hier das ein oder andere Huhn und einige Kaninchen den Kopf hinhalten.

Ach ja, und der Sternenhimmel. Ich bin ja auch so ein nächtlicher Hans-Guck-in-Luft und liebe den Sternenhimmel, ganz besonders seit ich mal einen wirklich gigantischen Sternenhimmel in absoluter Dunkelheit gesehen habe. Darum habe ich mich gefreut, dass auch die Sterne zum Thema gemacht wurden.

Fazit:
Ein durchweg spannender Jugendthriller, der neben den „üblichen“ Problemen, die Jugendliche mit sich rumschleppen, auch Drogen, Umwelt und Behinderungen zum Thema macht und zum Nachdenken animiert.


Bewertung

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