Freitag, 12. September 2014

Keine Angst, es ist nur Liebe - Marlies Zebinger



Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag; Auflage: 1.0 (1. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3945362040
ISBN-13: 978-3945362044
Preis: 11.90 €

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1960 KB
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3945362040
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
Preis: 2,89 € / 3,99 €



Kurzbeschreibung (Verlag):
Anna hat Angst vor so ziemlich allem, besonders vor der Liebe. Dieser hat sie eigentlich bereits abgeschworen – sie hält nichts mehr von rosaroten Brillen, Bauchkribbeln oder schmachtenden Blicken. Bloß nicht! 

Doch plötzlich ist da Matts. Er vertraut auf sein Gefühl und bittet Anna, sieben erstaunliche Angstbewältigungsaufgaben zu lösen. Denn er vermutet, dass es nur die Angst ist, die ihr im Wege steht. Überraschenderweise ist Anna einverstanden und begibt sich mit kleinen Schritten, die von ganz alleine immer größer werden, auf die befreiende Suche nach sich selbst - und damit auch auf die Suche nach der Liebe ihres Lebens... 


Meine Meinung:
Angst ist ein Gefühl das sicher jeder schon mal verspürt hat. Ängste und Paniken, die jedoch so extrem ausgeprägt sind, wie bei Anna, wünscht man niemandem.
Da ich mich - glücklicherweise - selber als relativ angstfrei bezeichnen würde, fand ich es spannend dieses Buch zu lesen.

Die Geschichte selbst fand ich eigentlich ganz schön, obwohl sie doch teilweise arg ins Märchenhafte abdriftete, aber was soll‘s, ich mag Märchen.
Annas Ängste und ihre Panikattacken waren meines Erachtens authentisch und sehr gefühlvoll geschildert, wenn auch für meinen Geschmack oft zu ausführlich und mit viel zu vielen Wiederholungen. In Momenten dieser Panikattacken konnte ich durchaus nachvollziehen, dass Anna manchmal in einem einzigen Satz ihre Meinung (oft auch ihre Kleidung) drei Mal geändert hat, aber dass dieser eine Satz dann anschließend über gefühlte drei Seiten erläutert werden musste war mir dann doch zu viel. Und diese ganzen Modesachen waren auch nichts für mich. Muss ich wirklich jedes Outfit bis ins kleinste Detail kennen?

Glücklicherweise hat Anna, über all ihre Probleme hinweg, ihren Humor nicht verloren und mit Sarkasmus geizte sie auch nicht.

Matts Larsen. Was soll ich sagen? Es gibt sie, diese einfühlsamen Männer, keine Frage, aber Matts erschien mir von der ersten Begegnung an, wie ein Wunschtraum, eben wie von Anna selbst gebacken. Er unterschied sich in seiner Art, meiner Meinung nach, viel zu wenig von ihr.  
Die Aufgaben der Angstbewältigung haben mir gut gefallen. Da waren echt tolle Sachen dabei, die zur Nachahmung empfohlen werden können. Um nicht zu viel vorwegzunehmen werde ich jetzt nicht alle aufzählen, aber den Fallschirmsprung nehme ich Anna nicht ab. Sie hatte einen Fallschirm auf dem Rücken??? Bei einem Tandemsprung??? Öhm, ja. Und beim Öffnen der BEIDEN Fallschirme wurde sie natürlich nach oben gezogen. Klar.
(Liebe "Anna", mach den Sprung - dir wird die Luft wegbleiben ;-))

Ich muss zugeben, dass ich über eine Menge hinwegsehen musste beim Lesen dieser Geschichte, aber ganz besonders sind mir zwei Äußerungen aufgefallen, die ich nicht kommentarlos runterschlucken konnte. In Anbetracht dessen, dass Anna ihr Baby verloren hat, kann ich mir nicht vorstellen dass sie diesen Satz so unbekümmert sagen würde - das passte für mich gar nicht zu ihr:
„... du kennst mich ja - ich leide dann immer wie eine gerade gebärende Frau mit Presswehen.“
Und etwas später sagt ihre beste Freundin Sue:
„Ohne liebevolle Berührung stirbt ein Baby - es kann also ohne Liebe gar nicht überleben.“


Fazit:
Ich finde es sehr schwierig dieses Buch zu bewerten. In welches Genre passt es? 
Für eine Art „Autobiographie“ ist es zu märchenhaft, zu flapsig und zu verwässert. Da fehlt mir, bei diesem doch ernsthaften Thema, eine gewisse Ernsthaftigkeit.
Für eine „Liebesgeschichte“ findet zu viel therapeutisches Mantra statt. Jedes Gefühl, jede Mimik und jede Aussage wird wieder und wieder analysiert und natürlich erstmal völlig falsch gedeutet. Anderes dagegen wird kommentarlos hingenommen.
Leser, die kein Problem damit haben, das alles für sich in Einklang zu bringen, werden sicherlich ein paar amüsante, gefühlvolle und märchenhafte Lesestunden erleben. 
Für mich war es leider nicht das Wahre. 



Bewertung

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