Freitag, 28. März 2014

Deiner Seele Grab - Inge Löhnig



Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611249
ISBN-13: 978-3548611242
Preis: 9,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
»Der Dämon in dir wird siegen. Deine dunkle Seite. Das Böse. Das Teuflische. Alle Demütigungen, Verletzungen, Ungerechtigkeiten, die du erleiden musstest, formen dich. Zu dem, was du sein wirst. Sie machen dich dazu.« Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät …

Meine Meinung:
Der sechste Fall von Konstantin Dühnfort hat es ganz schön in sich. Hier wurde nicht nur eine einzige von Pandoras Büchsen geöffnet, sondern gleich eine ganze Kiste davon.
Alte Menschen werden ermordet und auf skurrile Weise in Szene gesetzt. Ein „Samariter“ macht auf Missstände im Umgang mit Alten und Kranken aufmerksam. Mord, Rache, Ehekrisen, Missverständnisse, Gier, Einsamkeit und Ungerechtigkeiten beherrschen die Geschichte. 

Mir hat dieser sechste Fall wieder sehr gut gefallen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Verflucht seist du“, wo Herr Dühnfort doch arg mit sich selbst beschäftigt war und zeitweise desorientiert wirkte, konnte er sich hier wieder intensiver auf seine Arbeit konzentrieren. Obwohl er auch in dieser Geschichte seinen eigenen speziellen Stolperstein erhalten hat, machte er einen wesentlich stabileren Eindruck, was seine Persönlichkeit meiner Ansicht nach besser unterstreicht.

Die Vielseitigkeit an Verstrickungen und Ermittlungsansätzen hält die Spannung auf einem konstant hohen Level und man legt das Buch erst zur Seite, wenn man weiß, was wirklich geschehen ist.

Einzig die Namengleichheit zweier Figuren hat mich etwas verwirrt. War es Absicht oder ein Versehen, dass die Hauptsachbearbeiterin des Kommissariats und die erste Leiche den gleichen Nachnamen tragen? Zumal „Dreher“ bei Weitem nicht so verbreitet ist wie z.B. Meier, Müller oder Schmitz. Ich weiß, das ist im Grunde eine Kleinigkeit und eigentlich vollkommen schnuppe, aber die Frage nach dem Grund dafür hat mich doch nachhaltig beschäftigt. Ich denke, eine kurze Frage nach einer eventuellen Verwandtschaft hätte mich vor meinen Grübeleien bewahren können.

Fazit:
Ein konstant spannender Krimi. Vielseitig, aufrüttelnd und mit unerwarteten Wendungen versehen.


Bewertung


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