Donnerstag, 28. November 2013

TTT 141








Alice im Bücherland


Hallo ihr Lieben,

der heutige Top Ten Thursday ist schwieriger als gedacht. Das Thema:
10 Bücher, die ihr um die Weihnachtszeit lesen möchtet.

Lesen möchte ich natürlich eine ganze Menge - der SuB wächst stetig und da ist auch kein Buch dabei, das ich nicht irgendwann lesen möchte - aber ein bisschen realistisch muss man ja auch bleiben, ne. Da wäre schon wieder das Problem mit der Zeit. Da ich Weihnachten auch arbeiten muss und ich mich natürlich in der Zeit, die ich zu Hause bin, mit meiner Familie beschäftigen möchte (das heißt, nicht ständig hinter einem Buch verstecken) wird es wahrscheinlich nicht mal mit der kleinen Auswahl hinhauen.
Ganz sicher werde ich aber in diesem Jahr das Weihnachtsbuch lesen. Endlich mal, denn das habe ich mir bereits vor zwei Jahren gekauft :-)
Alles andere wird sich zeigen. Ein paar Leserunden und das ein oder andere Testleseprojekt stehen ja auch noch auf dem Plan.


Wie ihr sicherlich schon bemerkt habt, befindet sich mein Foto heute mal ganz oben. Blogspot meint anscheinend, dass es dort besser aufgehoben ist, denn es lässt sich einfach nicht an die übliche Stelle setzen. Ich fände es aber HIER schöner. Außerdem habe ich den Eindruck, die sind heute generell etwas durcheinander, denn nicht nur das Foto befindet sich an falscher Stelle ;-) Sehr seltsam!
Naja. Ärgern lasse ich mich von sowas jedenfalls nicht. ;-)

  • Ein Engel zur Weihnacht - Donna VanLiere
  • Die Eistoten - Christian Buder
  • Unsichtbare Blicke - Frank M. Reifenberg
  • Die geheime Sammlung - Polly Shulman
  • Ich darf nicht schlafen - S.J. Watson

Das Thema für nächste Woche:
10 Young Adult / New Adult / contemporary Bücher aus eurem Bücherregal.

Liebe Grüße
MacBaylie



Montag, 25. November 2013

Stumme Angst - Christina Stein



Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: cbt (23. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162656
ISBN-13: 978-3570162651
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 9,99 €



Kurzbeschreibung:
Warnung vor der Kurzbeschreibung vom Verlag und dem Klappentext! Da wird wiedermal viel zu viel verraten!





Meine Kurzbeschreibung:
Anna taucht nicht zu der Verabredung bei ihrem Freund Liam auf, was ihn zu Anfang ziemlich wütend macht. Seine anfängliche Wut macht jedoch rasch Platz für Zweifel, bis auch diese sich in Sorge umwandeln. Wo ist Anna? Hatte sie einen Unfall. Ist sie in Gefahr?
Annas beste Freundin Marie rät zunächst dazu noch etwas abzuwarten und versucht Liam abzulenken und ihn zu trösten. Kurz darauf wenden sie sich aber doch an die Polizei und melden das Verschwinden von Anna.
Wirklich hilfreich sind die Beamten nicht. Als erstes rückt Liam in den Kreis der Verdächtigen, und als kurz darauf noch ein 6-jähriges Mädchen verschwindet, ist an polizeiliche Hilfe schließlich gar nicht mehr zu denken.

Meine Meinung:
Den Anfang fand ich sehr spannend und emotional. Anna wurde entführt, und das nicht von einem Unbekannten. Eine sehr beklemmende Situation, die auch bildlich dargestellt wurde. Wunderschöne poetische Sätze wurden gesponnen, um die Angst und Verzweiflung von Anna deutlich zu machen. 

 --- So was konnte man doch nicht einfach sagen. Der Satz blieb im Raum stehen und breitete sich aus, genau wie die Sommerhitze, genau wie er, wurde zudringlich und ließ sich nicht abschütteln. --- (Zitat)

Die Geschichte an sich blieb auch durchgehend spannend und ich wollte unbedingt wissen, wie sie endet.
Schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass es nicht so ganz hinhaut, wenn alle Beteiligten mit der gleichen poetischen Sprache dargestellt werden. 
Wir erleben alles aus Annas, Liams und Maries Sicht. Zwischenzeitlich kommt auch noch ein Tagebuch aus längst vergangenen Tagen zur Sprache. Leider unterscheiden sich alle Perspektiven sprachlich kaum voneinander. Das fand ich schade, denn so war es mir beinahe unmöglich eine Beziehung zu den verschiedenen Personen aufzubauen. 

---Die ersten Tropfen fallen, besprenkeln den Feldweg wie lose Gedanken, vom Himmel gestreut.--- (Zitat)

Der Schluss blieb relativ offen, was mir aber ganz gut gefallen hat. Hier kann sich jeder selber seine Gedanken machen, wie man mit solch einer Situation umgehen könnte. 
Was mir aber außer der sprachlichen Differenziertheit noch gefehlt hat, war etwas mehr Tiefe. Viele Handlungen und Intentionen hatten einfach zu wenig Hintergrund, als dass man sie hätte nachvollziehen können. 

Fazit:
Eine interessante Geschichte, die aber gewiss noch ausbaufähig gewesen wäre. 
Ein sehr schöner Schreibstil, der jedoch in seiner allgegenwärtigen Form die Protagonisten erschlagen hat.
Nichtsdestotrotz werde ich diese Autorin im Auge behalten, denn sie zaubert wunderschöne Bilder mit ihren Worten.


Bewertung


Donnerstag, 21. November 2013

TTT 140


Alice im Bücherland

Hallo ihr Lieben,

das Thema zum heutigen TTT lautet:
10 Bücher aus dem Heyne Verlag.

Und so sieht es auf meinem Sofa aus - ziemlich quer durch den Garten :-)





  • Fallen Angels / Der Dämon - J.R. Ward
  • Blutspur - Kim Harrison
  • Die Ritter der vierzig Inseln - Sergej Lukianenko
  • Phobia - Wulf Dorn
  • Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien
  • Für immer der Deine - Nicholas Sparks
  • Die zehn besten Tage meines Lebens - Adena Halpern
  • Banal Verkehr - Mia Avelon
  • Hell's Angels - Hunter S. Thompson
  • Verdammnis - Stieg Larson

Wie sehen eure Listen aus? Habt ihr die 10 Bücher zusammenbekommen?
Kennt ihr das ein oder andere Buch von meinem Sofa, oder haben wir sogar irgendwas gemeinsam?

Das Thema für nächste Woche:
10 Bücher die ihr diesen Winter (zu Weihnachten) lesen wollt.
Oh jeh, ich fürchte zur Weihnachtszeit werde ich nicht dazu kommen 10 Bücher zu lesen - aber träumen darf man ja :-)

Liebe Grüße
MacBaylie

Mittwoch, 20. November 2013

Treffpunkt Irgendwo - Thomas Fuchs



Gebundene Ausgabe: 252 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401066781
ISBN-13: 978-3401066783
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 12,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Jana hat sich verliebt. In diesen Punk: Len. Der ihr Handy geklaut hat. Und der zu den Hausbesetzern gehört. Und der ihr diese Anzeige vom Hals schaffen muss. Obwohl alles gegen eine Liebe zwischen Jana und Len spricht, genießen sie kostbare Augenblicke voller Glück. Bis die Realität sie wieder einholt und Len eine schwere Entscheidung zwischen Liebe oder Freiheit treffen muss.


Meine Meinung:
Leider konnte diese Geschichte mich nicht so wirklich abholen. Ich will damit nicht sagen, dass sie schlecht ist. Nein, das ist sie nicht. Es ist eigentlich eine schöne Geschichte. Nur fehlte mir hier einiges an Gefühl. Es fühlte sich nicht ehrlich an. 
Jana erschien mir mit ihren siebzehn Jahren irgendwie seltsam. Einerseits wirkte sie wie ein kleines Mädchen von vielleicht gerade mal 14 Jahren, die noch nie alleine in der Stadt war und dann plötzlich war sie jemand ganz anderes. 
Ich habe normalerweise keine Probleme mit Mädchen in diesem Alter, nicht mal wenn sie sprunghaft, naiv oder zickig sind, was für siebzehnjährige ja durchaus normal sein kann, aber diese Jana konnte mich nicht wirklich berühren oder überzeugen.
Auch über Len hat man nicht wirklich viel erfahren. Kryptische Andeutungen reichen mir in diesem Fall nicht aus, um diesen Schritt des Aussteigens zu rechtfertigen oder authentisch wirken zu lassen.

Vielleicht hätten dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan, damit alle Themen etwas ausführlicher hätten bearbeitet werden können. So wurde alles nur angerissen.

Das Cover finde ich total klasse. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, war klar - das Buch kaufst du dir :-)

Fazit:
Eine Geschichte mit Potenzial. Ganz nett zu lesen, aber für meine Begriffe leider etwas zu einfach und ziemlich klischeehaft umgesetzt.

Bewertung

Montag, 18. November 2013

Geile Meile (Sammelband) - Frank Göhre





Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Pendragon (15. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3865323650
ISBN-13: 978-3865323651
Preis: 14,99 €

Inhalt:
Zappas letzter Hit
St.Pauli Nacht
Rentner in Rot
Der letzte Freier






Kurzbeschreibung:
Zappas letzter Hit:
St. Pauli Killer „Zappa“ alias Karl Weber sitzt hinter Gittern. Seine Frau kommt zu Besuch und schmuggelt eine Pistole in die Zelle. Kurz darauf sind beide tot. Zappa hat erst seine Frau, anschließend sich selbst erschossen. Aber das ist schon über 10 Jahre her. Dennoch beschäftigt der Fall immer noch einige Gemüter. Ganz besonders Zappas Tochter. Sie ist auf der Suche nach einer Erklärung, denn sie ist der Auffassung, dass da Verrat im Spiel war.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang meine Probleme mit dem Schreibstil hatte. Irgendwie erinnerte mich das teilweise an ein Drehbuch vom Tatort - und vom Tatort bin ich nicht wirklich ein Fan - dann gab es Passagen, die wie Tagebucheinträge wirkten, Aufzählungen und Zusammenfassungen. 
Mit der Zeit hat sich das etwas gegeben und ich konnte mich besser auf die Geschichte einlassen. 
Frank Göhre beginnt eigentlich recht ruhig. Der Ermittler Jörg Fedder und seine ehemaligen Kollegen Jan Broszinski und Pit Gottschalk bekommen ihren Auftritt und man erfährt, was sie inzwischen so machen. Der eine malt, der andere betreibt ein Nobelrestaurant. Stück für Stück setzt sich ein ziemlich komplexes Puzzle zusammen. Aus völlig verschiedenen Gründen finden die drei wieder zusammen und werden geschickt in diesen 10 Jahre alten Fall von „Zappa“ verzwirbelt.
Wie am Ende alles zusammen passt hat mich wirklich beeindruckt, aber wirklich umgehauen hat mich die Story nicht. Mir war das alles ein bisschen zu nüchtern berichtet, aber das ist natürlich Geschmacksache.


Auch bei der zweiten Geschichte: „St. Pauli Nacht“ findet sich dieser nüchterne Schreibstil wieder. Völlig verschiedenen Personen, mit völlig verschiedenen Erwartungen an das Leben, geschehen Dinge, die anders verlaufen wären, wären eben diese Leute nicht zufällig dort, wo sie letztendlich waren. 
Einer von ihnen zum Beispiel ist Johnny. Frisch aus dem Knast entlassen erhält er eine Drohung, dass er den heutigen Tag nicht überleben wird. Tja, und das wird er dann auch nicht. Sein Tod hat allerdings eine vollkommen andere Ursache als ursprünglich geplant war.
Auch hier werden mehrere Schicksale geschickt miteinander verzwirbelt und am Ende weiß man, dass es immer darauf ankommt, wann man sich wo befindet. Wobei mir der Spruch „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ besser gefällt, als der mit dem Wörtchen „falschen“

„Der Rentner in Rot“ ist vom Aufbau ähnlich. Eine Verkettung von unglücklichen Zufällen lässt den braven Rentner Brinkmann zum Schläger mutieren.

Ich bin ehrlich gesagt etwas hin und her gerissen. Einerseits gefällt mir diese Art des Schreibens, andererseits stört es mich aber spätestens nach der dritten Geschichte.
Vielleicht war ich für Krimis auch nicht in der richtigen Stimmung, oder ich hätte nicht alle Geschichten direkt hintereinander lesen sollen.

Fazit:
Von der Machart gibt es da sicherlich nichts auszusetzen, alles passte schlussendlich wunderbar zusammen und auch der Hamburger Jargon hat mir sehr gut gefallen, aber meins ist es trotzdem nicht unbedingt. Jedenfalls nicht in dieser geballten Form. Für Krimifans aber dennoch sehr empfehlenswert.



Bewertung

Vielen Dank für das Leseexemplar - Pendragon Verlag und Blogg Dein Buch


Donnerstag, 14. November 2013

TTT 139


Alice im Bücherland

Hallo

Auch dieser Donnerstag ist dank Alice im Bücherland wieder ein Top Ten Thursday :-)

Heute beschäftigen wir uns mit Büchern aus dem dtv Verlag.
Sicher war ich mir nicht, ob ich 10 Bücher von diesem Verlag zusammen bekomme, aber wie ihr sehen könnt - es hat geklappt.






  • Finding Sky - Die macht der Seelen - Joss Stirling
  • Arthur oder wie ich lernte, den T-Bird zu fahren - Sarah N. Harvey
  • Méto - Das Haus - Yves Grevet
  • Dead Beautiful - Deine Seele in mir - Yvonne Woon
  • Endzeit - Liz Jensen
  • Online wartet der Tod - Alafair Burke
  • Der Hahn ist tot - Ingrid Noll
  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum - Heinrich Böll
  • Eiskaltes Herz - Ulrike Rylance
  • Trip ins Ungewisse - Ingeborg Bayer


Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr 10 Bücher zusammen bekommen? Haben wir vielleicht sogar das ein oder andere Buch gemeinsam?

Nächste Woche geht es weiter mit dem Heyne Verlag.
Da dürfte es auch keine Probleme geben, 10 Bücher zu finden :-)

Liebe Grüße
MacBaylie


Mittwoch, 13. November 2013

Christiane F. - Mein zweites Leben - Christiane Felscherinow / Sonja Vukovic






Hardcover: 343 Seiten
Verlag: Deutscher Levante Verlag; Auflage: 1 (10. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3943737134
Preis: 24,90 €

Die Sonder-Edition von Christiane F. ist nur HIER erhältlich und enthält folgendes Bonusmaterial:

1.) Einen persönlichen Brief von Christiane F. an ihre Leser.

2.) Über 16 Seiten Fotos aus ihrem privaten Fotoalbum sowie Zeichnungen aus ihren Tagen in Griechenland.  

3.) Zugang zu einem passwortgeschützten Portfolio mit zahlreichen Videos, Tonbandmitschnitten und zusätzlichen Interviews.

4.) Mit jedem Kauf der Sonder-Edition fließt ein Teil des Erlöses in die Christiane F. Stiftung.


Inhalt (Verlag):
Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo« ging um die Welt. Millionen Menschen weltweit sind mit dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter?
35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle, glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern. Im Mittelpunkt aber steht ihr Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Story, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte.

Meine Meinung:
Eine Autobiografie zu bewerten finde ich äußerst schwierig und ich bin mir nicht sicher, ob ich das irgendwie hinbekomme. Normalerweise lese ich solche Sachen auch nicht besonders gerne - möchte nicht so tief in die Privatsphäre fremder Menschen eintauchen. 
Diese Ausnahme hier war eher ein Zufall, da ich auf der Frankfurter Buchmesse unverhofft in diesen wahnsinnigen Presserummel hineingeraten bin und mich natürlich an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnerte.
Dass der Begriff Pressemeute seine Berechtigung hat, musste ich schmerzlich am eigenen Leib feststellen. Echt heftig.

Das Buch selber ist sicherlich genauso „chaotisch“, wie das Leben von Christiane Felscherinow es bislang war. Chaotisch im Sinne von ungeordnet. Ein Aneinanderreihung von Hochs und Tiefs, Aufs und Abs, in nicht chronologischer Abfolge. Aufbereitete Erinnerungen querbeet. 
Auch wenn das Buch in 9 Hauptabschnitte aufgeteilt wurde, vermischt sich doch immer wieder alles mit allem. Immer wieder lenken Gedankenfragmente in weitere Erinnerungen ab. Anders geht es ja auch nicht wirklich, denn im Grunde dreht sich weiterhin alles um das gleiche Thema.
Meiner Meinung nach konnte die Geschichte von Christiane Felscherinow gar nicht anders  zu Papier gebracht werden. Eine wohlsortierte Berichterstattung hätte ich als unrealistisch und falsch empfunden.

Das Leben selber und die Entscheidungen, die Christiane Felscherinow getroffen oder auch nicht getroffen hat, möchte und kann ich gar nicht bewerten. Die menschliche Psyche ist viel zu komplex um in irgendwelche Schubladen gepackt zu werden und es ist sicher müßig, ergründen zu wollen, warum jemand handelt wie er handelt. Abhängigkeiten, in welcher Form auch immer, ziehen sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten und genauso vielfältig wie die Arten der Abhängigkeiten, sind auch die Gründe dafür, wie es dazu kommt. Das gab es immer und wird es wohl auch immer geben.

Ich fand es ganz interessant zu lesen, was sich in den letzten 35 Jahren im Leben von Christiane F. getan hat. Ob alles haarklein so war, wie es beschrieben wurde, sei dahingestellt, denn "Erinnerungen" weichen doch oft von der Realität ab, aber im Großen und Ganzen kann es so ungefähr gewesen sein. 

Ich denke, trotz aller widrigen Umstände hat Christiane Felscherinow es noch halbwegs „gut“ getroffen - vielen anderen ist es sicherlich wesentlich schlechter ergangen. Aber dennoch wünscht man niemandem ein solches Leben. Es zeigt erneut, dass man unter allen Umständen auf Drogen jeglicher Art verzichten sollte. Ganz besonders dann, wenn das Leben es mal nicht so gut mit einem meint.

Gut fand ich, dass Sonja Vukovic in den Zwischenkapiteln noch mal sachlich an die aktuelle Drogenpolitik, Hilfsmöglichkeiten und diverse Statistiken erinnert hat. 
Dass ein Teil des Verkaufspreises der Sonderausgabe für eine Hilfsorganisation für Drogenkranke und deren Kinder verwendet werden soll gefällt mir auch sehr gut. Hoffentlich kommt das Geld auch dort an, wo es dringend gebraucht wird.
Was sich mir jedoch nicht erschließt ist die Tatsache, dass man für ein signiertes Buch einen Aufpreis von 50 Euro bezahlen soll. Da würde mir die Bitte um eine Spende (für eine Hilfsorganisation) besser gefallen.


Fazit:
Für alle, die interessehalber wissen möchten, wie es mit Christiane F. weiter gegangen ist, empfehlenswert. Wer jedoch eine spektakuläre Fortsetzung von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden. 

Freitag, 8. November 2013

Kraut und Rübchen - Elke Pistor






Broschiert: 251 Seiten
Verlag: Emons (10. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954511797
ISBN-13: 978-3954511792
Preis: 11,90 €

Kurzbeschreibung:
Katharina Rübchen eine junge Frau von 32 Jahren muss einiges in ihrem Leben ändern. Das mit der großen Liebe hat nicht wirklich hingehauen und im Job erfährt sie gerade einen Rückschritt, weil sie ihren Chef abserviert hat. Er kam einfach nicht mit Herrn Hoppenstedt, Katharinas Kater, zurecht.
Da kam das Erbe ihrer Tante Marion gerade recht. Ein alter Bauernhof in Kleinhaulmbach.
Kurz nach der Ankunft bereut sie ihren Entschluss jedoch sogleich - idyllisch hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt - und will möglichst schnell wieder dort weg. Wenn da nicht, wegen eines Missgeschicks, ein altes Tagebuch aus der Wand gefallen wäre. Es scheinen die Aufzeichnungen einer ihrer Vorfahren zu sein und was sie da zu lesen bekommt beraubt sie erstmal jeglicher Entschlusskraft.

Meine Meinung:
Katharina war mir auf Anhieb sympathisch. Ihre Entscheidung nach Kleinhaulmbach zu fahren, um erstmal Abstand zu gewinnen, hat mir gut gefallen. Dass diese Reise nicht unproblematisch werden würde, war vorprogrammiert. Aber mit dem, was Katharina dort widerfahren ist, hätte ich so nicht gerechnet und ich war mehr als positiv überrascht.
Die Geschichte besteht eigentlich aus zwei Geschichten. Zum einen erleben wir Katharina im Hier und Jetzt und zum anderen tauchen wir in eine über hundertjährige Vergangenheit anhand der Tagebucheinträge ein. 

Der Schreibstil von Elke Pistor ist wunderbar spritzig und locker leicht. Auf humorvolle und sehr bildliche Weise dürfen wir Katharina auf ihrer Reise ins Landleben begleiten. Das mit den Gerüchen bleibt glücklicherweise unserer Fantasie überlassen. 
Zur allgemeinen Erheiterung tragen aber noch ein undichter Herr Hoppenstedt, eine wanderwütige Ziegenherde und ein ehemaliger Lausbub, der heute Tierarzt ist, bei.
Im Tagebuch jedoch herrscht ein deutlich anderer, ernsterer Ton. Die Zeit damals war ja auch alles andere als spaßig oder einfach, und das im Besonderen für die Frauen, die in Kleinhaulmbach und Umgebung gelebt haben.

Die Aufmachung des Buches, außen wie auch innen, ist eine wahre Augenweide.
Überall kleine Pflänzchen, mal giftig, mal heilsam und vielleicht hin und wieder auch beides ;-) Am Ende finden sich zusätzlich noch Rezepte für ein paar Leckereien, die man während des Lesens „unbesorgt“ genießen kann. Ganz besonders, wenn man eine Frau ist *zwinker*. 

Fazit:
Eine klasse Geschichte für ein entspanntes Lesewochenende. Sehr empfehlenswert auch für nicht Krimi-Leser.

Bewertung


Vielen Dank für das signierte Buch und das wunderschöne Landpaket :-)

Donnerstag, 7. November 2013

TTT 138



Alice im Bücherland

Hallo,

am heutigen Top Ten Thursday steht der Fischer Verlag im Fokus.
Leider sieht das Foto heute etwas gequetscht aus. Da die Katze sich mitten auf dem Sofa so richtig breit gemacht hat und ich sie auch nicht vertreiben wollte, musste ich mit den Büchern ganz in die Ecke ausweichen :-) Aber das macht nichts - ging auch mal so. Alle Bücher sind zu sehen und die Katze ist weiterhin glücklich.



  • Die Auswahl/Cassia & Ky - Ally Condie
  • Silber/Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier
  • Das Lied der Träumerin - Tanya Stewner
  • Böses Blut - Rhiannon Lassiter
  • Halbnackte Bauarbeiter - Martia Brandl
  • Resturlaub - Tommy Jaud
  • Der Himmel so fern - Kajsa Ingenmarsson
  • Erzähl mir von der Liebe - Beate Teresa Hanika
  • Das Wesen - Arno Strobel
  • Ich hab nix gemacht - Tim Dowling

Das hat ja wiedermal wunderbar geklappt :-)
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr die 10 vollbekommen?

Nächste Woche geht es weiter mit dtv. Mal sehen, ob es da auch wieder so reibungslos funktioniert - ich bin mir da ehrlich gesagt nicht so sicher.

Liebe Grüße
MacBaylie





Mittwoch, 6. November 2013

Wen der Rabe ruft 01 - Maggie Stiefvater - Hörbuch


5 Audio CDs
Spielzeit: 6 Std. 28 Min.
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH (24. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
Gelesen von: Birte Schnöink, Florens Schmidt, Jona Mues und Christian Rudolf
ISBN-10: 3833731443
ISBN-13: 978-3833731440
Preis: 22,99 €

Das gleichnamige Buch ist erschienen bei: script5


Teil 1 von 4

Kurzbeschreibung (Verlag):
Jedes Jahr im April empfängt Blue auf dem verwitterten Kirchhof von Henrietta die Seelen derer, die bald sterben werden. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen - bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sehen kann, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird. Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint? Ehe Blue sich versieht, begleitet sie Gansey und seine Freunde Adam, Noah und Ronan auf dem bisher größten Abenteuer ihres Lebens: der Suche dem jahrhundertealten Grab des Raben-Königs Glendower. Doch dem Ruf des Raben folgt auch ein anderer…


Meine Meinung:
„Wen der Rabe ruft“ ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe, und wie das nunmal so ist mit Reihen, im ersten Teil wird viel angerissen aber nichts wirklich gelöst.
Ich muss gestehen, der Einstieg in diese Geschichte ist mir nicht leicht gefallen. So viele Namen und so viele Orte und Dinge, die ich erstmal auseinanderhalten und sortieren musste. Das war ganz schön verwirrend und ich musste einige Stellen mehrfach hören, um alles irgendwie zu verstehen. Nach einer Weile klappte das dann jedoch ganz gut. Der Vorteil dieses Hörbuches ist, jeder Charakter hat seine eigene Stimme. So war zumindest von Anfang an klar, wer gerade an der Reihe ist. 
Mit Birte Schnöink (Blue), Florens Schmidt (Gansy), Jona Mues (Adam) und Christian Rudolf (Mr. Whelk), sind meiner Meinung nach hervorragende Vorleser ausgewählt worden, die die Geschichte wirklich gut rüber bringen und den Charakteren die nötige Tiefe und Authentizität verleihen.
Hatte ich an Florens Schmidt in „Rot wie das Meer“ noch einiges zu bemäkeln, kann ich jetzt sagen, dass er mich in „Wen der Rabe ruft“ vollkommen überzeugen konnte.

Die Geschichte ist wirklich ziemlich komplex. Es geht um mystisch energiegeladene Orte, das Grab eines jahrhundertealten Rabenkönigs, Wahrsagerinnen mit verschiedenen Fähigkeiten, eine Gruppe Jugendliche, und ein junges Mädchen, das Prophezeiungen zu Folge ihre große Liebe mit einem Kuss töten wird.

Der erste Satz ist schonmal absolut klasse:
„Blue Sargent wusste mittlerweile schon gar nicht mehr, wie oft ihr gesagt worden war, dass sie ihrer wahren Liebe den Tod bringen würde.“
Das könnte natürlich auf eine kitschig, dramatische Liebesgeschichte hindeuten - aber auch auf eine großartige Story. Jetzt nach dem ersten Teil bin ich davon überzeugt, dass es eine großartige, dramatische Story werden wird. Ohne Kitsch, denn davon ist weit und breit nichts zu sehen und es ist davon auszugehen, dass das auch so bleibt.
Maggie Stiefvaters Schreibstil ist wie gewohnt sehr schön, angenehm zu lesen und äußerst bildlich. Nicht ganz so poetisch wie in ihren vergangenen Werken, aber das hätte in dieser Geschichte auch nicht so gut gepasst.  
Die Charaktere sind allesamt interessant und authentisch dargestellt. Und obwohl alle recht intensiv vorgestellt wurden, hat doch jeder seine kleinen Geheimnisse, die mich als Leser zu allerhand Spekulationen animieren.

Inzwischen habe ich die ein oder andere Rezension zu dem Buch gelesen und bin oft auf wahrgenommene Längen im Mittelteil gestoßen. Von Längen, egal in welchen Bereich, kann ich nach dem Hören des Hörbuches allerdings nicht sprechen - ganz im Gegenteil. (Vielleicht waren das gerade die Stellen, die raus gekürzt wurden.) Eigentlich kann ich mir gar nicht vorstellen, dass es in diesem Buch Längen gibt, deshalb werde ich mich in Kürze davon überzeugen und das Buch lesen. Bei gekürzten Hörbüchern habe ich leider immer das Gefühl etwas verpasst zu haben. Außerdem lädt die Geschichte sowieso zum mehrfach Lesen/Hören ein.

Fazit:
Eine sehr komplexe Geschichte, für die man sich unbedingt Zeit nehmen sollte. Ansonsten übersieht man nur zu leicht die unendlich vielen kleinen Hinweise, die man benötigt, um die Geschichte richtig verstehen zu können.  
Mystisch, humorvoll und zum Ende hin wunderbar spannend.
Das Schlechteste an diesem ersten Teil ist, dass man nun wieder lange auf die Fortsetzung warten muss.


Bewertung



Freitag, 1. November 2013

Lese- und Lauschmonat Oktober


Hallo ihr Lieben,

im Oktober war eine ganze Menge los. Crime Cologne, Buchmesse Frankfurt und zudem viele Extradienste im Job. Darum gab es bei mir auch nicht ganz so viel zu Lesen und zu Lauschen. Ein paar Schätzchen haben sich aber dennoch angesammelt, und zu meiner Freude, es hat sich kein einziger Flopp eingeschlichen.

  • Todesengel - Andreas Eschbach  (Hörbuch)
  • Phobia - Wulf Dorn
  • Wen der Rabe ruft - Maggie Stiefvater  (Hörbuch)
  • Die Verschworenen 02 - Ursula Poznanski 
  • Und dann kam Ute - Atze Schröder (Hörbuch) + Buch
  • Drecksspiel - Martin Krist
  • Der Verrat - Val McDermid   (Hörbuch)
  • Kraut und Rübchen - Elke Pistor

Mal schauen, was der neue Monat alles bringt, denn die Wunschliste und das, was hier noch so rum steht, reicht für mehrere Monate aus, wenn nicht sogar für Jahre :-)

Liebe Grüße
MacBaylie