Montag, 30. September 2013

In einem Boot - Charlotte Rogan




Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
Verlag: Script5 (16. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001501
ISBN-13: 978-3839001509
Originaltitel: The Lifeboat
Preis: 18,95 €


Kurzbeschreibung (Verlag):
Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben. 
Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen.
Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.

Meine Meinung:
„In einem Boot“ ist meiner Meinung nach kein typisches Script5 Buch. Hier geht es weder um die verklärte Liebesgeschichte jugendlicher Akteure, noch um mystische Fantasie- oder Fabelwesen... 
Diese Geschichte ist einfach vollkommen anders. Und vor allen Dingen ist sie anders, als man es erwartet. Eine psychologische Reise.

Grace musste mit ihren 22 Jahren schon so manchen Tiefschlag einstecken. Damit sollte jetzt, nach der Heirat mit dem vermögenden Henry, aber endlich Schluss sein. Die Rückreise von Europa nach New York sollte für Grace den Beginn eines völlig neuen Lebens einläuten. Fatalerweise tut es das auch, nur nicht so, wie Grace es sich vorgestellt  hatte.

Dass diese Geschichte anders ist, merkt man gleich zu Beginn, denn wir steigen ins Boot ein, als die Reise bereits beendet ist. Grace überlebt also. 
Normalerweise würde es mir im Traum nicht einfallen die letzte Seite eines Buches zuerst zu lesen, aber hier liegt der Focus nicht auf der Frage, ob Grace überlebt oder nicht. Die 50:50 Zitterpartie kann man sich also getrost sparen. Hier geht es mehr um essenzielle Fragen. Wie verhält man sich bei solch einem Unglück, wie und woran erinnert man sich, wie verändert man sich, was ist man bereit zu tun ... ?

All diese Fragen beantwortet Grace uns (natürlich nur aus ihrer Sicht) indem sie im Rahmen ihrer Gerichtsverhandlung eine Art Tagebuch schreibt. Nur ist es eben mit Erinnerungen oder Eindrücken so, dass man sich nie sicher sein kann, was wirklich stimmt. Wie viel davon ist Wunschdenken? Wie vollständig sind die Erinnerungen, oder wird vielleicht sogar bewusst getäuscht? 
Da wir größtenteils nur auf Grace‘ Ausführungen zurückgreifen können, müssen wir uns gezwungenermaßen selber Gedanken machen, was mir eigentlich sehr gut gefallen hat.
Außerdem gibt es auch auf viele Fragen keine Antworten, aber so ist es nunmal im Leben. Man bekommt nicht auf alles eine Antwort und manchmal ist das vielleicht auch besser so.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen, und ich denke, es ist handwerklich auch sehr gut gemacht. Man merkt mit jedem Satz in welcher Zeit die Geschichte spielt (1914), die Stellung von Frauen zu dieser Zeit ist deutlich, Grace‘ Unsicherheit, aber auch ihr Wille zu überleben wird gut rübergebracht. 


Fazit:
Eine Geschichte, die die Leserwelt vermutlich spalten wird. Handwerklich gibt es glaube ich nichts zu meckern, die Autorin bleibt ihrem nebulös, distanziertem Stil von Anfang bis Ende treu und legt es auch nicht darauf an ihre Figuren mit aller Gewalt zu Sympathieträgern zu machen.
Auch, wenn ich das Buch sehr gerne gelesen habe, mehrere dieser Sorte hintereinander würde ich mir nicht aussuchen. Für mich persönlich darf der Schreibstil generell gerne etwas emotionaler daherkommen.



Bewertung


Dienstag, 24. September 2013

Angelfall - Susan EE


Hörbuch-Download 
Spieldauer: 9 Stunden und 44 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Random House Audio, Deutschland
Audible.de Erscheinungsdatum: 26. August 2013
Sprache: Deutsch
ASIN: B00EOXZN9M

Auftakt einer Reihe
Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Engel, die keine „Engel“ sind sondern die Bösen. Sie kommen auf die Erde bringen Tod, Verwüstung und Elend. Sie legen ganze Städte in Schutt und Asche und den Menschen bleibt nicht mehr viel. 
Die 17-jährige Penryn lebt mit ihrer schizophrenen Mutter und ihrer gehbehinderten, kleinen Schwester in einem der nicht zerstörten Häuser, wo sie allerdings nicht länger bleiben können. Alles ist unsicher. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe werden sie Zeugen eines Kampfes. Es ist jedoch kein gewöhnlicher Kampf. Hier kämpfen Engel gegen einen Ihresgleichen und schlagen ihm sogar die Flügel ab. Als sie ihn Todglauben verschwinden sie - nehmen allerdings Penryns Schwester mit.
Um sie zurück zu holen rettet sie dem geschundenen Engel das Leben - wie sie glaubt, ihre Eintrittskarte in den Engelshorst. 

Meine Meinung:
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Spannend von Anfang bis Ende.
Ich muss zugeben, anfangs hatte ich so meine Probleme mit der Stimme von Camilla Renschke. Sie kam mir ein bisschen „quakig“ vor, aber im Verlauf der Geschichte hat sie mir dann richtig gut gefallen. 

Als Leser/Hörer begleitet man die Ich-Erzählerin Penryn auf Schritt und Tritt in der Gegenwart. Erfährt ihre Gedanken und Gefühle hautnah. Die Sorge um ihre kleine Schwester, die Sorge um ihre Mutter, von der sie nicht immer Gutes zu erwarten hat und die Sorge um den entflügelten Engel. Wenn er stirbt, kann sie den Plan, ihre Schwester zurück zu holen, vergessen. 

Penryn ist mit ihren siebzehn Jahren eine starke und mutige Persönlichkeit. Sie hatte aber auch keine Chance anders zu werden. Seit Jahren kümmert sie sich bereits um ihre 10 Jahre jüngere Schwester, da die Mutter teilweise unzurechnungsfähig und oft sogar gewalttätig ist. Der Vater ist schon lange weg.
Sie ist nicht auf den Mund gefallen und weiß ganz genau, was sie will.

Ihr entflügelter Engel hingegen ist zu Anfang reichlich mundfaul. Es braucht schon mehrere Anläufe, um etwas aus ihm rauszubekommen. Sein Name ist Raffe.
Nach einigem Hin und Her schließen sie eine Art Bündnis. Penrym gibt im seine Flügel, wenn er ihr hilft in den Horst zu gelangen.

Diese Geschichte hat eigentlich von allem etwas. Es geht nicht immer sehr sanft zu, ganz im Gegenteil, teilweise wird es richtig blutig. 
Humor, Sarkasmus und Ironie kommen auch nicht zu kurz und lassen einen häufig schmunzeln oder laut auflachen, und ein ganz kleines bisschen Verliebtsein ist auch zu finden. Eine wirklich schöne Mischung ohne Kitsch. 

Fazit:
Eine tolle Geschichte mit vielen spannenden Ideen und zwei interessanten Hauptdarstellern. Für „Engelfreunde“ und alle die es noch werden wollen, meine unbedingte Lese- und Hörempfehlung.
Auf den nächsten Teil freue ich mich jetzt schon, denn das Ein oder Andere hätte ich gerne  etwas vertieft :-)


Bewertung


Sonntag, 22. September 2013

Ursula Poznanski - Buchtrailer


Hallo ihr Lieben,

bald ist es soweit und Teil zwei der Trilogie von Ursula Poznanski "Die Verschworenen" erscheint in den Buchläden.  
Habt ihr den ersten Teil "Die Verratenen" schon gelesen? Wenn nicht, solltest ihr das schnellstmöglich nachholen!





Schaut doch auch mal auf Ursulas Webseite vorbei. Dort findet ihr reichlich Zusatzinformationen. Und wenn ihr sie mal irgendwo sehen solltet, z.B. auf der Buchmesse oder so - unbedingt ansprechen, ist eine ganz liebe und sympathische Autorin :-)

Viel Spaß mit dem Trailer und demnächst mit dem Buch!
Liebe Grüße
MacBaylie


Donnerstag, 19. September 2013

TTT 132


Aktion von Alice im Bücherland


Heute mal kurz und knapp.
Die letzten 10 Bücher, die ich geschenkt bekommen habe.
Alles von Mann und Kindern - die wissen eben was gut für mich ist :-)




  • Das Buch aus Blut und Schatten - Robin Wasserman
  • Sterbestunde - Michael Hübner
  • Unterwegs 2 / Australien und Osttimor - Farin Urlaub
  • Das Känguru-Manifest - Marc-Uwe Kling
  • Die Känguru-Chroniken - Marc-Uwe Kling
  • Böses Blut - Rhiannon Lassiter
  • Schlüsselherz - Liv Abigail
  • Himmelsfern - Jennifer Benkau
  • Dark Love - Lia Habel
  • Godspeed 01 - Beth Revis

Die Zeit dräng - gleich muss ich schon wieder zur Arbeit.
Nächste Woche heißt das Thema:
Sommerhighlights

Liebe Grüße
MacBaylie

Mittwoch, 18. September 2013

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren - Sarah N. Harvey





Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342365001X
ISBN-13: 978-3423650014
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 13,95 €

Kurzbeschreibung:
Der 16-jährige Royce Peterson ist kreuzunglücklich. Einerseits, weil seine Mutter Nina ihn ständig Rolly nennt - er wollte sich schon einen zweiten Vornamen mit I eintragen lassen, damit er sich wenigstens R.I.P. nennen kann, was aber abgelehnt wurde. Weitaus dramatischer ist aber, dass er seine Heimat und seine Freunde verlassen musste, um ans andere Ende von Kanada zu ziehen, weil seine Mutter sich dort um seinen 95-jährigen Großvater kümmern möchte. Weil das aber immer noch nicht reicht, soll er sich letztendlich auch noch selbst um den grantigen Großvater, den er kaum kennt, kümmern. Er hat schließlich Zeit, da er wegen eines überstandenen Pfeifferschen Drüsenfiebers eh gerade nicht zur Schule geht und nur rumhängt, wie seine Mutter meint, und außerdem gibt es einen halbwegs ordentlichen Lohn dafür. 
Er sagt also zu, denn das Geld ist genau das, was er braucht, um sich ein Auto zu kaufen und schnellstmöglich wieder nach Hause fahren zu können. Aber irgendwie kommt alles anders, als er es sich vorgestellt hat.

Meine Meinung:
Sarah N. Harvey hat mit „Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren“ eine wunderbare Geschichte zu Papier gebracht. Witzig, spritzig, unterhaltsam, tiefgründig und sehr emotional. Eine Geschichte die zum Nachdenken, schmunzeln und auch ein bisschen zum Weinen einlädt. 
Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich schön zu lesen. Nachvollziehbar, interessant, mitfühlend und trotz seiner relativen Einfachheit, alles andere als trivial.
Jeder Charakter hat seine ganz eigenen Eigenheiten (ich weiß, das ist doppelt gemoppelt, aber das gehört so :-) ) und man würde sie auch erkennen, wenn keine Namen dabeistünden. 
Arthur, der grantelnde Großvater ist schon eine Marke für sich, aber wer sich jemals um Schlaganfall- oder Demenzpatienten gekümmert hat, wird vieles genau so wieder erkennen. Da ist nichts übertrieben oder beschönigt.
Royce mit seinen gerade mal 16 Jahren muss eine Menge wegstecken, aber er lernt auch unendlich viel. 
Gerade auch bei Royce' Charakterisierung, ist es der Autorin ausgesprochen gut gelungen, Ängste, eigene Kämpfe und Gefühle wie Wut, Trauer und Hilflosigkeit authentisch und überzeugend rüberzubringen.
Ich fand es sehr berührend zu lesen, wie Arthur und Royce sich langsam, trotz aller Widrigkeiten,  einander angenähert haben und bin der Autorin dankbar dafür, dass sie hier auf jegliche Art von Kitsch oder Klischee verzichtet hat. 

Das Cover ist ein wahrer Augenschmauß und der schicke Ford Thunderbird spielt natürlich auch eine Rolle in dieser Geschichte :-)




Fazit:
Eine wunderbar gelungene Geschichte für Jung und Alt, denn genau darum dreht es sich auch - um Jung und Alt. Eine Geschichte ums Kennenlernen und Abschied nehmen.
Ausdrucksstark, einfühlsam, lebendig und herrlich lebensnah erzählt.



Bewertung


Heute gibt es bei mir auch mal Musik :-)
Arthur war ein berühmter Cellist; hat zum Schluss "Unsere kleine Farm gesehen", Pussycat-Dolls und Apocalyptica gehört, außerdem waren Apocalyptica auch bei der Galavorstellung, die ihm zu Ehren statt fand.
Ziemlich cool, dieser Arthur :-)
Viel Spaß



Dienstag, 17. September 2013

Schwarzer Rauch - Stefanie Hasse




Format: Kindle Edition
Dateigröße: 443 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 314 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00E2QYYAK
Preis: 3,99 €

Kurzbeschreibung (Amazon):
»Ich sehe ein Mädchen, eine junge Frau. Dasselbe Gesicht, das mir jeden Morgen im Spiegel begegnet, nur frisch und unverbraucht.
Ich sehe mein junges Ich und ein längst vergessen geglaubtes Leben: meine Jugend.«
In der Nacht ihres Rufes kehren Victorias Erinnerungen an ihre Vergangenheit zurück. 
Sie ist ein Kind des Mondes, ein wichtiger Teil dieser magischen Welt.
Mit mächtigen Fähigkeiten ausgestattet, soll sie ihrer göttlichen Bestimmung folgen.
Ihre Liebe zu Darian verändert jedoch alles.

Meine Meinung:
Der Prolog ist spannend und verspricht eine sehr interessante Geschichte - macht Lust auf mehr.
Leider ist dann aber auch schon ein wenig die Luft raus. 
Der Schreibstil von Stefanie Hasse erinnert mich teilweise an die Berichte, die wir damals in der Schule, im Anschluss an irgendwelche Ausflüge, anfertigen mussten. Mir fehlt da die Leichtigkeit, Pfiffigkeit, mitreißende Spannung, eben das gewisse Etwas,
Ich denke aber, mit ein wenig mehr Übung, dies ist ja ein Erstlingswerk, wenn ich recht informiert bin, ist da noch einiges mehr rauszuholen.

Die Idee von den Mondkindern hat mir supergut gefallen, so etwas hatte ich bisher noch nicht gelesen, aber die Umsetzung war leider nicht so ganz mein Fall. Zu viel Unwichtiges wurde ausführlich beschrieben aber die wichtigen Details fehlten mir. Ich konnte mir keine richtige Vorstellung von dieser seltsamen Vereinigung und deren Welt machen, denn die Charaktere waren mir allesamt bis zum Schluss relativ blass und fremd. Da fehlte einiges an Tiefe und meines Erachten waren alle austauschbar. Außerdem waren für meinen Geschmack zu viele verschiedene Wesen mit zu vielen Talenten unterwegs.
Zum Ende hin wurde Victoria mir „wenigstens“ mal ein kleines bisschen unsympathisch. Sie kam recht überheblich daher, was Darian, ihrem Freund, auch kurzzeitig mal auffiel. Will heißen, zum Ende hin haben sich endlich mal ein paar Charakterzüge ausmachen lassen. 
Dann sind mir noch die teilweise recht langen „Erklärbärpassagen“ aufgestoßen. Sehr oft musste ich Sätze wie: Wie ihr euch denken könnt ... wie ihr vielleicht wisst ... wie ihr euch vorstellen könnt ..., lesen. Und die Sachen, die dann erklärt wurden, waren häufig schwammig, nicht nachvollziehbar oder einfach nur hintergrundlos. Ich würde mir hier lebendigere, beiläufigere, nachvollziehbarere Erklärungen wünschen, denen man nicht sofort anmerkt, dass es welche sein sollen.

Fazit:
Klasse Grundidee, deren Umsetzung mich leider noch nicht überzeugen konnte. Vielleicht war hier einfach zu viel gewollt auf zu wenig Raum. 

Bewertung



Montag, 16. September 2013

Silver Linings - Matthew Quick - Hörbuch (ungekürzt)





Hörbuch-Download

Gesprochen von: Tobias Kluckert
Spieldauer: 8 Stunden und 24 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: Argon Verlag   
Audible.de Erscheinungsdatum: 22. August 2013
Sprache: Deutsch
ASIN: B00EOY03FA

Gebundene Ausgabe 

Kurzbeschreibung (Verlag):
Eigentlich hat Pat nach seinem Psychiatrie-Aufenthalt nur eins im Sinn: seine Frau Nikki zurückzuerobern. Aber so sehr sie ihn auch beschäftigt, zu Gesicht bekommt er sie nicht. Und dafür gibt es gute Gründe. 

Stattdessen ist da Tiffany, die Schwägerin seines besten Freundes. Sie ist verwitwet, depressiv, nymphoman und läuft ihm beim Joggen hinterher. So beginnt die skurrile Freundschaft zwischen zwei Außenseitern, die beide fest an ein Happy End im Leben glauben.


Meine Meinung:
Pat Peoples‘ sehnlichster Wunsch ist es, endlich wieder bei seiner Frau Nikki sein zu dürfen. 
Um so zu sein, wie sie ihn haben möchte tut er eine ganze Menge. Er treibt Sport, wie ein Besessener, liest Bücher und übt sich darin ein netter Mensch zu sein. Wenn nur endlich die Auszeit vorüber wäre.

Wir lernen den „30-jährigen“ Pat kennen, als seine Mutter ihn überraschend aus einem Psychiatrischen Krankenhaus, das er immer nur den „schlimmen Ort“ nennt, abholt.
Bei seinen Eltern versucht er schnellstmöglich in sein altes Leben zurückzufinden, weil er sich erhofft, Nikki würde die „Auszeit“ beenden, wenn sie nur sehen könnte, wie er sich für sie geändert hat. Er geht mit seinem Bruder zum Football, trainiert weiterhin im Keller, den seine Mutter mit reichlich Fitnessgeräten ausgestattet hat, geht täglich Laufen , liest u.s.w.

Leicht wird es ihm jedoch nicht gemacht. Sein Vater spricht kaum mit ihm, behandelt ihn wie einen Fremden, es wird generell vieles verschwiegen, und seit kurzem, wird er beim Joggen ständig von Tiffany, der Schwägerin seines besten Freundes Ronnie verfolgt. Tiffany ist ganz schön schräg, denn auch sie redet kaum mit ihm und wenn, dann ist es nicht unbedingt etwas Nettes. 

Es ist anrührend mitzuverfolgen, wie Pat langsam immer ein Stückchen mehr über sich und die Umstände seines Aufenthalts in der Psychiatrie herausfindet. Er kann sich einfach nicht erinnern, was damals geschehen ist, und ebenfalls weiß er nicht, wie lange er überhaupt weg war. 

Ich fand das sehr gut und auch glaubwürdig beschrieben. Natürlich hätte er mehr darauf pochen können, dass man ihm endlich sagt was damals geschehen ist, aber gerade die Art, wie Pat die Sache angegangen ist, wie er sich vielleicht noch ein Weilchen vor der Wahrheit zurückgezogen hat, hat mir sehr gut gefallen. 

Tobias Kluckert hat mit seiner Stimme Pats Persönlichkeit wirklich hervorragend zur Geltung gebracht. Ich hätte ihm noch stundenlang zuhören können. Er hat das so überzeugend vorgelesen, dass man Pat beinahe schon neben sich spüren konnte.

Nun geht es in der Geschichte auch sehr viel um Football, was mich jetzt leider nicht so wirklich interessiert, aber es gehörte halt dazu und war größtenteils die einzige Möglichkeit für Pat mit seinem Bruder, seinen Freunden und manchmal sogar mit seinem Vater in Verbindung zu bleiben. Ab einem gewissen Punkt hat es mich dann auch nicht mehr gestört wenn wiedermal brüllend und Schlachtruf skandierend durch die Gegend gezogen wurde.

Fazit:
Eine bewegende und einfühlsame Geschichte, glaubwürdig erzählt und grandios gelesen.


Bewertung

Donnerstag, 12. September 2013

TTT 131


Eine Aktion von Alice im Buecherland

Hallo ihr Lieben,

und wieder ist es soweit. Ein neuer Top Ten Thursday ist angebrochen.
Heute geht es um 10 Bücher, die eine Zahl im Titel enthalten.
Auch hier war es wieder so, dass ich anfangs dachte, wo soll ich nur die ganzen Zahlen hernehmen? Mit ein bisschen Suchen hat es dann aber doch problemlos geklappt :-)

Hier also meine Sofa-Auswahl:




  • Boy 7 - Mirjam Mous
  • Sieben Minuten nach Mitternacht - Patrick Ness/Siobhan Dowd
  • Sixteen Moons - Kami Garcia
  • Die Ritter der Vierzig Inseln - Sergej Lukianenko
  • Wir zwei allein - Matthias Nawrat
  • Drei Wünsche hast du frei - Jackson Pearce
  • Goldmarie auf Wolke 7 - Gabriella Engelmann
  • Fünf - Ursula Poznanski
  • Bitte zweimal Wolke 7 - Jutta Wilke
  • Artikel 5 - Kristen Simmons

Sehr auffällig, die Zahl 7 nimmt eindeutig den meisten Raum ein :-) Ob es vielleicht daran liegt, dass es eine meiner Lieblingszahlen ist?
Wie sieht es bei euch aus? Welche Zahlen tummeln sich auf euren Listen? Sind es vielleicht auch überwiegend Lieblingszahlen?
Dann sag ich mal bis nächste Woche. Das Thema lautet:
Die letzten 10 Bücher, die ihr geschenkt bekommen habt.

Liebe Grüße
MacBaylie

Sonntag, 8. September 2013

Bericht ; Lesung Crime Cologne


Hallo liebe Leser,

nachdem ich nun das ganze Wochenende unterwegs war und auch noch Dienst schieben musste, gibt es heute endlich meinen Bericht von der Lesung mit Wulf Dorn, Max Bentow und Christian Buder vom 06.09.2013 19.30 Uhr in Köln im Rahmen der Crime Cologne


Eigentlich wollte ich ja einen schönen Bericht mit vielen Fotos abliefern aber es wird wohl bei einem Bericht bleiben, denn die Fotos fehlen leider. Und das kam so ;-)

Wer jetzt nur etwas von der Lesung erfahren möchte, kann dieses Eingangsgebrabbel getrost überspringen.

Das Wetter war klasse und so wollten mein Mann und ich uns gegen 15 Uhr auf den Weg machen und unserer messerscharfen Klingenstadt den Rücken kehren. Auf dem Weg nach Köln kommen wir zwangsweise an Leverkusen vorbei, wo mein Mann noch seinen Dienstwagen abstellen musste. Also fuhren wir mit zwei Autos los. In Leverkusen stellt er also brav den Wagen ab und steigt in unser Auto.
Ich: „Wo hast du denn den Fotoapparat?“
Er: „Öhm, keine Ahnung!“ 
Ich: „Hast du den im Auto vergessen?“
Er: „Hm, ich glaube nicht.“ (schaut ziemlich verwirrt aus der Wäsche)
Ich: Warum hast du denn dein Hemd mitgenommen?“ (hängt über seinem Arm und sollte eigentlich schon zu Hause in die Wäsche)
Okay, einige Überlegungen und ein Anruf zu Hause brachte dann die Erkenntnis zu Tage, mit einem Hemd kann man keine Fotos machen und ein Fotoapparat sollte niemals nicht in die Wäsche. :-)
Zurückfahren hätte sich jetzt nicht mehr gelohnt, also fuhren wir weiter, parkten unter der Zoobrücke und hatten noch einen schönen Spaziergang am Rhein entlang. Aber bei jedem erdenklichen Fotomotiv unterwegs konnten wir uns ein Grinsen nicht verkneifen :-)



Nun aber endlich zur Lesung. An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die lieben Leute vom Heyne Verlag, bei denen ich die Eintrittskarten 
gewonnen habe!!!




Foto :  Britta Schmitz

Pünktlich 19.30 Uhr betraten die Autoren Wulf Dorn, Max Bentow, Christian Buder und der Moderator Ulrich Noller die Bühne im Olympia & Sportmuseum( oder anders herum). Angekündigt wurden die Herren vom Mitbegründer der Crime Cologne, Edgar Franzmann.


Mein einziges Handyfoto :-(












Nach einer kurzen Einleitung ging es auch sofort mit Wulf Dorn los.



Als er berichtete, dass seine Mutter extreme Probleme mit dem Cover hatte, hätte ich mich beinahe an meinem Getränk verschluckt. Ich bin zwar nicht Mama Dorn, aber ihre Gedanken zum Cover konnte ich nachvollziehen, denn auch ich hatte genau diese Puppe (die letztendlich auch genau so aussah) und sie hat mir damals mehr als einmal Alpträume beschert.
Gewohnt souverän hat er dann aus seinem neuen Buch „Phobia“ gelesen. Total spannend. Machte süchtig nach mehr!
Ich denke, die Erfahrung schon mal ein ganzes Buch (Trigger) als Hörbuch eingelesen zu haben, war dabei sehr hilfreich, denn er machte das wirklich richtig gut. 
Es gibt ja Leute, die sind absolut dagegen, wenn ein Autor sein eigenes Buch einliest, aber bei Wulf Dorn könnte ich mir das durchaus öfter vorstellen :-)



Anschließend hat Christian Buder eine 
Doppelpremiere gefeiert. Sein erster Thriller „Die Eistoten“ und die erste Lesung in Köln. Ich glaube, es war sogar die erste Lesung überhaupt. Dann wäre es sogar eine Dreifachpremiere :-)
Ob er allerdings noch mal an diesen „schrecklichen“ Ort Köln kommen wird bleibt abzuwarten, denn als er aus dem Zug gestiegen ist, hatten plötzlich einige Herren ein reges Interesse ... 
... jedoch nicht an Herrn Buder selbst, wahrscheinlich nicht mal an seinem Roman, sondern sie waren scharf auf seine gesamte Tasche. Ein gewiefter Thrillerautor weiß sich glücklicherweise zu wehren und so ist Herr Buder dann doch noch unversehrt zur Lesung erschienen. Was mit den bösen Buben geschehen ist ... das wollen wir besser gar nicht wissen. Mit einer kräftig, sonoren Stimme hat er die Jungs wahrscheinlich eher nicht in die Flucht geschlagen, denn bei der Lesung klang die Stimme ein bisschen dünn. 
Vielleicht lag es an der Aufregung der ersten Lesung oder am Mikrophone, denn einen eingeschüchterten Eindruck hat er nicht hinterlassen, zumal das Publikum doch gar nicht so gefährlich aussah und außerdem brav für die Bücher bezahlt hat :-)

„Die Eistoten“ scheint mir aber ein ganz besonderer Roman zu sein, denn dort spielen ein 11-jähriges Mädchen und ein verstorbener Philosoph die Hauptrollen. 
Die, die wir der Lesung lauschen konnten, wissen jetzt jedenfalls schon eine ganze Menge über die kleine Alice, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt „Die Kleine“ genannt zu werden. Und ehrlich gesagt, so wie sie daher redet, kann man sich vorstellen, dass Ihr Vater es nicht immer leicht mit seiner recht altklugen Tochter hat.





Den Abschluss machte dann Max Bentow.
Ich muss gestehen, dass ich noch keins seiner Bücher gelesen habe und frecherweise habe ich mir auch bei der Lesung keins gekauft. Ich hoffe, Herr Bentow kann mir das verzeihen, aber da „Die Totentänzerin“ nicht das erste Buch dieser Reihe, sondern schon das dritte ist, kam es für mich nicht in Frage zum jetzigen Zeitpunkt eine weitere Reihe zu starten. Obwohl ich ja zugeben muss, dass ich schon mächtig neugierig geworden bin.
Herr Bentow hat so kraftvoll und wohlbetont gelesen, dass es einem schon die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken trieb.






Nachdem alle Autoren gelesen hatten, hat der Moderator das Heft in die Hand genommen und sehr interessante Fragen gestellt. Das ersparte uns die peinliche Stille, die oft bei Lesungen entsteht, weil sich aus dem Publikum niemand traut die erste Frage zu stellen.
Wir haben so noch eine Menge Wissenswertes über die Entstehung eines Thrillers erfahren. 

Alle Bücher gab es natürlich am Büchertisch zu kaufern, die anschließend geduldig signiert wurden.

Es war ein wirklich schöner und interessanter Abend. Vielen Dank dafür an die Veranstalter und natürlich an die Autoren.



Liebe Grüße
MacBaylie


Samstag, 7. September 2013

Sternenstaub 03 - Kim Winter





Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503805
ISBN-13: 978-3522503808
Empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Preis: 19,95 €

Abschlussband der Trilogie

Kurzbeschreibung:
Gibt es eine größere Macht als die Liebe?
Er ist da! Der Tag, an dem Iason und Mia ihre Verbindung mit der loduunischen Zeremonie öffentlich bekannt geben wollen. Doch das Fest wird zum Ziel eines hinterhältigen Angriffs, für den nur Lokondra verantwortlich sein kann. Und er wird nicht eher ruhen, bis Mia sich ihm ausliefert. Aber was verbindet Iasons große Liebe mit dem Tyrannen, der sein Volk vernichten will? Um sich Lokondra ein für alle Mal zu stellen, fliegt Iason nach Loduun und steht plötzlich vor einer Aufgabe, die ihm gerade als Wächter unmöglich erscheint: Er darf Mia nicht beschützen ...

Meine Meinung:
Und wieder ist eine Geschichte zu Ende erzählt und ich muss mich von lieb gewonnen Charakteren verabschieden. 
Ich muss leider gestehen, dass dieser Teil mir persönlich zu lang war. Es ist zwar unglaublich viel passiert, aber es konnte mich nicht so fesseln, wie zu Anfang der Trilogie, als noch alles neu war. Mir fehlten die Überraschungsmomente. Vielleicht lag es daran, dass man die Charaktere nun schon eine Weile und somit zu gut kannte und sie sich im Laufe der Geschichte auch nicht großartig verändert haben. 
Es wurden viele aktuellen Themen, wie Klimawandel, Rassismus, Mobbing, Korruption, ... angesprochen, aber hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Irgendwie wurde immer wieder, meist anhand der Kinder oder von Ortsbeschreibungen, von tieferen Einblicken abgelenkt.
Und wie bei Sternensturm, konnte ich mich auch hier nicht so richtig mit dem Kampfszenen und den Beschreibungen der Zerstörung anfreunden. Überwiegend erschien mir die Geschichte rosarot und zuckersüß, was ja an sich nichts Schlechtes ist. Die Kinder waren auch wirklich zuckersüß und sie sind mir auch alle sehr ans Herz gewachsen, aber teilweise war es mir zu viel des Guten. Während Aggression, Kampf und Zerstörung (es ging immerhin um einen Krieg) recht kurz abgehandelt wurden, haben die „kuscheligen“ Momente reichlich Raum erhalten. Selbst nicht ganz so schöne Dinge wurden meiner Meinung nach zu niedlich dargestellt.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Trilogie für Jugendliche ab 13 Jahre empfohlen wird, aber auch die lernen schon in der Schule oder sehen es in den Nachrichten, dass ein Krieg weitaus heftiger aussieht.
Ich denke aber auch, dass viele Leser das Buch, gerade weil alles recht niedlich erscheint, um so mehr lieben werden.
Das hört sich jetzt vielleicht so an, als hätte mir die Geschichte nicht gefallen, aber so ist es ganz und gar nicht. Ich habe jede Stunde der Sternenreise genossen.
Bei den Beschreibungen von Loduun musste ich übrigens immer an den Film Avatar denken. :-)
Im Großen und Ganzen finde ich, dass Sternenstaub ein würdiger und zufriedenstellender Abschluss der Trilogie ist und bestens zu den ersten beiden Teilen passt.

Die Cover der Bücher sind eine absolute Augenweide und ich freue mich, mein Bücherregal damit schmücken zu können.(Ein bisschen schade, dass der Schutzumschlag von Sternenstaub nicht aus diesem aufgerauten Papier sondern glatt ist)

Sehr erwähnenswert finde ich, dass man mit dem Buch zusammen einen Code für's eBook bekommt. Hervorragend für unterwegs.

Fazit:
Ein zufriedenstellender Abschluss der Trilogie. Sehr empfehlenswert für zartbesaitete Seelen mit Ausdauer. 
Mir persönlich war es ein wenig zu zahm. 


Bewertung




Donnerstag, 5. September 2013

TTT 130


Alice im Buecherland


Hallo und guten Morgen,

die Zeit vergeht wie im Flug - es ist schon wieder Donnerstag.
Beim heutigen Top Ten Thursday geht es um 10 Bücher, deren Titel alle mit W beginnen.
Als ich so an meinen Regalen entlang gegangen bin, war ich schon nahe einer Schnappatmung, weil ich irgendwie nichts passendes finden konnte, dann aber kam Eins zum Anderen und siehe da, es wurden sogar 13 Titel, die ich auf mein Sofa hätte legen können :-)

Meine Auswahl sieht heute so aus:







  • Winter der Welt - Ken Follet
  • Wie ein Flügelschlag - Jutta Wilke
  • Wir beide, irgendwann - Jay Asher/Carolyn Mackler
  • Die Worte der weißen Königin - Antonia Michaelis
  • Wer Wind sät - Nele Neuhaus
  • Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün wie Neid - Gabriella Engelmann
  • Wir zwei allein - Matthias Nawrat
  • Wir Kinder vom Bahnhof Zoo - Christiane F.
  • Das Wörterbuch des Viktor Vau - Gerd Ruebenstrunk
  • Weiß wie Mondlicht, rot wie Blut (Blood Magic) - Tessa Gratton
X,Y und Z gab es wohl schon, drum sind wir mit dem Alphabet durch und suchen neue Themen. Wäre doch gelacht, wenn nicht jedes Buch mindestens einen Auftritt bekommen würde ;-)

Das Thema für Donnerstag, den 12.09.2013 - ein Vorschlag von Henriette -
10 Bücher mit Zahlen im Titel.


Dann sag ich mal Tschüß bis nächste Woche

MacBaylie



Mittwoch, 4. September 2013

Blogparade: Blogger schreiben Geschichte



Hallo ihr Lieben,

heute mal eine ganz besondere Aktion:

Mehr Infos beim Klick auf das Banner


Normalerweise bin ich ja eigentlich eher Leser von Geschichten - ich fürchte, das kann ich auch wesentlich besser - aber diese Aktion hat dann doch mal in den Schreiberlingfingern gejuckt.
Außerdem geht es hier um einen guten Zweck, und die Hasenschule (welch ein entzückender Name) würde ich sehr gerne mit meinen bescheidenen Mitteln unterstützen. Mal sehen, ob es klappt.

Die Aufgabe ist es, eine Kurzgeschichte zum Thema "ungewöhnliche Freundschaft" zu schreiben (nähere Infos findet ihr weiter unten, oder über einen Klick aufs Banner)


Auf geht's mit dem geforderten Appetithäppchen:

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Sommerwiese im Winter

Wie jeden Morgen stellt Alex sich nach dem Duschen vor den Spiegel und übt sein Lächeln. Jenes Lächeln, das ihm einen gewissen Freiraum verschafft. 

„Frühstück ist fertig“, sagt seine Mutter, als er die Treppe herunter kommt. Er lächelt sie an, weiß was jetzt kommt. 
„Gut siehst du aus, Junge. Ich bin so froh, dass es dir endlich besser geht.“ Sie grinst wie ein Honigkuchenpferd.
„Ich auch“, antwortet er knapp und schiebt sich einen Löffel mit Cornflakes in den Mund, um nichts Weiteres sagen zu müssen. Das funktioniert immer. 
Heute nicht. 
...

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Was es mit dieser ungewöhnlichen Freundschaft auf sich hat, erfahrt ihr "vielleicht" später, sofern es euch überhaupt interessiert.

Falls ihr nun auch Lust bekommen habt die Hasenschule mit einer Geschichte zu unterstützen, oder einen der ausgeschriebenen Preise zu ergattern, habe ich die Teilnahmebedingungen auszugsweise unten angeführt.
Traut euch und haut in die Tasten, der Einsendeschluss rückt immer näher.









DIE TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Die Aufgabe ist nicht ganz einfach: Verfasse eine Kurzgeschichte zum Thema "Ungewöhnliche Freundschaft" nach unseren Kriterien. Die Seitenbegrenzung liegt hierbei bei drei bis maximal fünf DIN A4 Seiten (maximal 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Veröffentliche einen Auszug (Teaser) deiner Kurzgeschichte (ca. 500 Zeichen) mit einem kleinem Hinweis auf unsere Aktion und reiche deinen Beitragslink zusammen mit der Kurzgeschichte bei uns ein.

Einsendeschluss: 9. September 2013

Deine Kurzgeschichte wird anhand eines Punktesystems von unserer fünf-köpfigen Jury unter die Lupe genommen und bewertet. Jetzt kannst du nur noch hoffen und die Daumen drücken!

Beachte bitte: Jeder Blogger darf nur eine Kurzgeschichte einreichen, ganz egal, mit wie vielen Blogs er bei BdB vertreten ist. Mit Einsendung deiner Geschichte bist du mit unseren Teilnahmebedingungen einverstanden. Nur Geschichten, die die formalen Kriterien auch beachten, werden zur Bewertung zugelassen!

Nach beendeter Aktion können alle Nicht-Gewinner ihre Kurzgeschichten natürlich vollständig bloggen.

MITMACHEN UND GEWINNEN

1. Verfasse eine Kurzgeschichte und überzeuge unsere Jury.

2. Schick uns den Link zu deinem Teaser und Hinweis auf unsere Aktion über
        das Teilnahmeformular zu. Einsendeschluss ist der 9. September 2013

3. Dein Beitrag wird von einer Jury geprüft und anhand eines Punkteystems
        bewertet.

Weitere Infos findet ihr HIER


 Jetzt bleibt mir nur noch, euch viel Spaß beim Schreiben oder Lesen, oder vielleicht auch bei beidem, zu wünschen :-)

Liebe Grüße
MacBaylie

Dienstag, 3. September 2013

Gone Girl - Das perfekte Opfer - Gillian Flynn


2 MP3 CDs Laufzeit: 14 Stunden 2 Minuten
Verlag: Argon Verlag; Auflage: 1  2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839812518
ISBN-13: 978-3839812518
Originaltitel: Gone Girl
Preis: 19,95 €

Das Buch ist erhältlich beim Fischer Verlag
Leseprobe XXL

Kurzbeschreibung:
»›Was denkst du gerade, Amy?‹ Das habe ich sie oft gefragt. Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?«
Genau das fragt sich Nick Dunne an diesem sonnigen Morgen seines fünften Hochzeitstages, als seine Frau spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sofort Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. In seinem Computer entdeckt die Polizei merkwürdige Mails. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

Meine Meinung:
Das Hörbuch hat mir super gut gefallen, was nicht zuletzt an den wunderbaren Erzählstimmen von Christiane Paul und Matthias Koeberlin lag. Die beiden haben die Geschichte absolut klasse und glaubwürdig rübergebracht. 

Zu Beginn befinden wir uns am Tag des 5. Hochzeitstags von Amy und Nick, an dem Amy bereits verschwunden ist. So kommt es auch, dass wir Amy lediglich über ihre Tagebucheinträge (also in der Vergangenheit) kennen lernen. Sie berichtet davon, wie sie Nick auf einer Party kennengelernt hat, wie beide sich wieder aus den Augen verloren haben und dann doch letztendlich zusammengekommen sind.  ...
Amy macht einen sehr sympathischen Eindruck. Eine junge neugierige Frau mit einer besonderen Beobachtungsgabe für Details.
Nick hingegen berichtet direkt und in der Gegenwart. Er wirkt eher resigniert, unzufrieden oder vielleicht auch teilnahmslos, womit er sich natürlich von Anfang an verdächtig macht. Nicht nur beim Zuhörer, sondern auch bei der Polizei, die das Verschwinden von Amy aufklären will. ...

Weiteres vom Inhalt oder der Personen möchte ich hier gar nicht verraten.  

Für mich war es absolut spannend zu verfolgen, wie sich Amys Tagebucheinträge und Nicks Erzählungen über die Zeit einander annäherten. Wie die Personen sich über ihre eigenen Gefühle und die, die sie sich vom Partner erdacht, erwünscht oder erhofft hatten, ausgelassen haben.
Wie weit sind Menschen bereit ihr Leben für jemand anderen zu ändern? Und wie geht man damit um? Kann man sich ein Leben lang verstellen? Oder kommt irgendwann der unvermeidliche Knall?
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man glaubt, Amy und Nick ein wenig besser kennengelernt und seine persönlichen Sympathien richtig aufgeteilt zu haben. Und dann kommt der Punkt, an dem plötzlich alles anders ist. Super spannend und für mich eine Idee, die ich so noch nicht gelesen oder gehört hatte. 
Beschreibungen wie „taxiverwaschen“, „zuckerbesoffen“, „textvermurksen“ und “ein Ort der nur nach drinnen riecht“ fand ich klasse. Sowas gibt einer Geschichte noch mal etwas Besonderes.

Fazit:
Eine super spannende Geschichte, mit Drehungen und Wendungen, die nicht nur Thrillermäßig großartig umgesetzt wurde, sondern auch dem Bereich Psychothriller alle Ehre macht. Wie sich das Ganze lesen lässt kann ich nicht beurteilen, aber die Hörbuchversion ist großartig. Keine Längen und sehr genial vorgetragen.




Bewertung




Über die Autorin:
Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den »San Francisco Examiner« und »U.S. News & World Report« und war die leitende TV-Kritikerin von »Entertainment Weekly«. Die Autorin lebt nach Stationen in Los Angeles und New York heute in Chicago.

Über die Sprecher:
Christiane Paul ist eine der großen deutschen Filmschauspielerinnen. Mit ihrer klaren, spielfreudigen Stimme hat sie bereits in so unterschiedlichen Hörbüchern wie "Alice im Wunderland" oder "Morpheus" von Jilliane Hoffman geglänzt.

Matthias Koeberlin ist ein beliebter Film- und Fernsehschauspieler, der als Sprecher in zahlreichen Hörbüchern, wie z.B. in Mario Giordanos "Apocalypsis", für atemlose Spannung sorgt.

Dieses Hörbuch habe ich im Rahmen einer Hörrunde bei LovelyBooks gehört.
Vielen Dank für die spannende Hörrunde und vielen Dank an den Argon Verlag für das Hörexemplar.

Sonntag, 1. September 2013

Lese und Lauschmonat August


Hallo liebe Leser,

der August war wieder ein recht gut gemischter Lese- und Lauschmonat. Da ich ziemlich viel Zeit für die Blogtour und das Antonia Michaelis Special aufgewendet habe, und ich zudem drei der Bücher in Leserunden gelesen/hört habe, bin ich froh, dass doch noch so einiges zusammen gekommen ist.
Für mich war es ein schöner Monat voller Spaß, denn es waren wirklich tolle Aktionen und klasse Bücher. :-)


  • Nashville oder Das Wolfsspiel - Antonia Michaelis
  • Ruf der Straße - Jay S.  (eBook)
  • Hallo Mister Gott, hier spricht Anna - Fynn  (Hörbuch)
  • Der Geschmack von Sommerregen - Julie Leuze
  • No Place, No Home - Morton Rhue  (Hörbuch)
  • Eiskaltes Herz - Ulrike Rylance
  • Schwesterlein, komm stirb mit mir - Karen Sander
  • Gone Girl - Gillian Flynn  (Hörbuch)


Liebe Grüße
MacBaylie