Freitag, 26. Juli 2013

TTT126

Alice im Bücherland


Hallo,

heute gibt es wegen Kurzurlaub nur einen kurzen TTT, der eigentlich ein TTF ist.

Meine Bücher zum Buchstaben St


  • Sternenschimmer - Kim Winter
  • Sternenfeuer - Amy Kathleen Ryan
  • Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - 
  • Starters - Lissa Price - Jennifer E. Smith
  • Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien
  • Die Stadt der Engel (Damian) - Rainer Wekwerth
  • Sternenseelen - Kerstin Pflieger
  • Sturmzeit - Charlotte Link
  • Die Stille nach dem Schrei - Isolde Sammer
  • Sterbestunde - Michael Hübner

Auch St war nicht wirklich ein Problem. Es hätten sich sicher noch weitere Bücher finden lassen :-)
Mal sehen, was nächste Woche für den Buchstaben T alles zu finden ist.
Wie sieht es auf euren Listen aus?

Liebe Grüße
MacBaylie


Donnerstag, 18. Juli 2013

TTT 125

Aktion von Alice im Bücherland


Hallo und guten Morgen

Heute ist wiedermal Donnerstag und wir wenden uns 10 Büchern zu, deren Titel alle mit Sch beginnen.
Mein Sofa ist problemlos voll geworden - wie sieht es bei euch aus?




  • Scherbenmond - Bettina Belitz
  • Schweigt still die Nacht - Brenna Yovannow
  • Schattenstunde - Kelley Armstrong
  • Schattenblüte - Nora Melling
  • Schatten des Dschungels - Katja Brandis & Ziemek
  • Schloss der Engel - Jessica & Diana Itterheim
  • Schwanentanz - Jennifer Benkau
  • Schneewittchen muss sterben - Nele Neuhaus
  • Schuld währt ewig - Inge Löhnig
  • Schweig still, mein Kind - Petra Busch

Mein Beitrag ist heute leider etwas spartanisch ausgefallen, aber an diesem Donnerstag habe ich ausnahmsweise mal zwei Posts in die Welt zu entlassen, und noch dazu sitzt mir die Zeit mit vielen kleinen Teufelchen im Nacken.

Viel Spaß mit meinem Sofa und vielleicht schaut ihr ja auch mal bei meiner Blogtour (einen Beitrag tiefer) vorbei :-)

Nächte Woche geht es weiter mit St. Mal sehen ob es ähnlich einfach wird wie heute.

Liebe Grüße
MacBaylie


Blogtour 2 - Ulrike Rylance (Herwig)

Vielen Dank an Sandra von "BuchZeiten" für das schöne Banner



Hallo ihr Lieben,
heute, am 2. Tag auf meinem Blog, findet Ihr meine Meinung zu Tante Martha und das Gewinnspielformular. Wenn Ihr aufmerksam meinen gestrigen Beitrag verfolgt habt, ist die Beantwortung der unten stehenden Frage kein Problem :-)
Viel Spaß mit Tante Martha und viel Glück.
Morgen macht die Blogtour dann Halt im Bücherkaffee.





Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284582
ISBN-13: 978-3548284583
Preis: 9,99 €

Kurzbeschreibung:
Familie Thieme ist auf dem Weg nach Schottland, um der glühenden Hitze Deutschlands zu entfliehen und, um dort ihren Sommerurlaub zu verbringen. Bevor es so richtig losgehen kann müssen sie sich jedoch schnell noch von Erbtante Martha verabschieden.
Martha hat aber eine Überraschung für die Thiemes in petto. Sie will mit nach Schottland und lässt sich auch nicht abwimmeln, sondern setzt sich kurzerhand zu den beiden Kindern Mark und Theresa auf die Rückbank. 
Eine chaotische Reise nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung:
Mit „Tante Martha im Gepäck“ hat Ulrike Herwig eine locker, flockige Sommerlektüre zu Papier gebracht. Einiges scheint zwischenzeitlich zwar etwas überspitzt oder übertrieben dargestellt, aber im Grunde hätte die Geschichte auch genau so gewesen sein können.

Karen Thieme muss einem, mit ihrer ziemlich kleinkarierten, geldgierigen und voreingenommenen Art, wirklich nicht super sympathisch sein. Sie scheint über die Jahre in ihrem Alltagstrott etwas festgefahren, ist latent unzufrieden und ihre Ehe setzt schon Rostflecken an. 
Glücklicherweise gibt es als Kontrast ja Martha, die das Bild der senilen Rentnerin gründlich auf den Kopf stellt und Karen, Bernd und die Kinder mit ihren Aktionen zu überraschen weiß.

Martha ist für mich in diesem Roman die Top-Figur. Sie gibt sich geheimnisvoll, witzig, und ist alles andere, als die tüddelige alte Frau, die alle in ihr sehen.

»Ich bin nicht blöd«, unterbrach Martha sie. »Natürlich weiß ich, dass ein Schottenrock für Männer gedacht ist. Aber ich bin zufälligerweise der Meinung, dass ich anziehen kann, was ich will. Bin ja schließlich alt genug.« (Zitat S. 10)

Der Schreibstil von Ulrike Herwig hat mir sehr gut gefallen. Knackig, witzig, charmant. Beschreibungen haben die richtigen Ausmaße, sodass man sich alles bestens und bildlich vorstellen kann und eigentlich gleich mal wieder eine Reise nach Schottland in Angriff nehmen möchte. Es gibt keine Längen, viel zu lachen und auch einiges zum Nachdenken.

Auch das Hörbuch konnte mich überzeugen. 
Die Stimme von Anneke Kim Sarnau passte meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte. Sie hat dem ganzen die nötige Fahrt, Witz und Emotionen verliehen.
Die Intonation von Theresas wörtlicher Rede scheidet da wohl am meisten die Geister. Ich habe gelesen, dass einige Hörer diese Stimme ganz schrecklich fanden, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war ich der Meinung, die Stimme passte wirklich sehr gut zu ihr.

Fazit:
Mit „Tante Martha im Gepäck“ bekommt man genau das, was man sich unter einer kurzweiligen Sommerlektüre vorstellt. 
Sommer, Sonne, Sonnenschein und eine humorvoll ausgekleidete Familienreise in die hügelige Welt von Schottland.


Bewertung




Das Gewinnspiel



Hier nun die alles entscheidende Gewinnspielfrage:

Welches Detail wurde erst nach dem ersten Coverentwurf (nachträglich) in die Geschichte eingefügt?

Wenn Ihr mit den Gewinnspielbedingungen einverstanden seid, dürft Ihr Eure Daten und das Lösungswort ins Formular eintragen :-)
Bitte die Lösung nicht hier ins Kommentarfeld schreiben - da könnt ihr mir gerne berichten, wie euch die Beiträge gefallen haben und ob ihr schon ein Buch von der Autorin gelesen habt - oder es vielleicht demnächst vorhabt !!!


1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland:
Es wird nur innerhalb Deutschlands versandt, es sei denn, ihr würdet Claudias Bücherregal das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich
durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.) Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Einsendeschluss ist der 03.08.2013 – 18.00 Uhr
Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 04.08.2013 um 10 Uhr auf meinem Blog.
PS: Auf jedem der teilnehmenden Blogs findet ihr im Rahmen der Blogtour eine Gewinnspielfrage. Somit könnt ihr euch bis zu 8 Lose sichern und jedes Mal selbst entscheiden, für welches Buch das Los gelten soll (siehe Formular). Am Ende werden aus allen Teilnehmern die vier Gewinner gezogen.





Vielen Dank an Claudia von "Claudias Bücherregal" für die tolle Organisation, an Ulrike Rylance für das geniale Material und an Sandra von "BuchZeiten" für die Banner.

Liebe Grüße und viel Glück
MacBaylie


Mittwoch, 17. Juli 2013

Blogtour - Ulrike Rylance (Herwig)


Vielen Dank an Sandra von "BuchZeiten" für die Erstellung des Banners.

Hallo ihr Lieben,

heute ist die Blogtour bei mir zu Gast und ich hoffe, ich habe ein für euch interessantes Thema gefunden. 
Wir lesen alle gerne die tollen Geschichten der Autoren, wissen aber nie so richtig, wie so ein Buch überhaupt entsteht. 
Ulrike lässt uns mal hinter die Kulissen blicken und erzählt, welchen Weg z.B. ihr Buch "Martha im Gepäck" von der Idee bis zum Verkauf zurücklegen musste.
Nachdem wir einen kleinen Punktekatalog besprochen hatten, ist also dieser, wie ich finde, sehr interessante Bericht entstanden.

Euch wünsche ich viel Spaß beim Stöbern, und einen ganz lieben Dank schicke ich an Ulrike Rylance für das Zusammentragen und Bereitstellen des tollen Materials.


Martha im Gepäck  - wie ein Buch entsteht



An erster Stelle steht natürlich die Idee (1).  Normalerweise ist das gleich die Idee für einen Roman, in meinem Fall war das jedoch anders. „Martha im Gepäck“ war nämlich zuallererst eine Kurzgeschichte namens „Martha und Nessie“. Darin wurde aus der Sicht eines gestressten Familienvaters die Reise nach Schottland erzählt, zu der er seine gebrechlich scheinende Tante Martha mitschleppen muss. Die Kurzgeschichte endete allerdings schon am Loch Ness, wo Familie Thieme zu ihrer großen Verblüffung tatsächlich das Monster Nessie erblicken und nicht so richtig weiß, was sie davon halten soll. Diese Geschichte fand bei Freunden und Bekannten großen Anklang und als mich mein Agent (2) fragte, ob ich nicht noch eine schöne Sommergeschichte in der Schublade liegen hätte, schickte ich sie ihm sofort. Er meldete sich ziemlich rasch zurück. Und zwar mit den Worten: „Frau Rylance – die Idee ist viel zu schade für eine kleine Kurzgeschichte. Machen Sie doch einen Roman daraus!“
Gesagt, getan. Ich  überlegte mir also, was mit Familie Thieme sonst noch so in Schottland passieren könnte. Warum wollte Martha unbedingt mit? Was war ihr Geheimnis? Mein Agent gab gute Tipps und mit seiner Hilfe stellte ich das Exposé (3) und die Leseprobe (4) zusammen.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus Exposé und Leseprobe:

Exposé:

Bernd Thieme will mit seiner Frau Karen und den beiden Kindern Mark und Teresa zwei Wochen nach Schottland in den Urlaub fahren. Als er sich rasch von seiner Großtante Martha verabschieden will, macht diese ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Bernd traut seinen Ohren kaum: Die über achtzigjährige Martha will mitgenommen werden, sonst streicht sie ihn aus ihrem Testament. Mit der spleenigen, mehr oder weniger senilen Großtante in die Highlands? Das hat ihm gerade noch gefehlt. 
Bernd - schon immer zu gutmütig und auch ein bisschen feige - kann sich aber nicht durchsetzen und nimmt Martha mit. Seine Frau Karen ist noch weniger begeistert – sie ist nämlich der Meinung, dass Martha verrückt ist und dass das üppige Erbe nur in ihrer Fantasie existiert. Bernds kleine Tochter Teresa hingegen findet Tante Martha interessant ... 


Leseprobe:

Bernd Thieme wuchtete den letzten Koffer in den Van und rieb sich zufrieden die Hände. Es konnte losgehen. Sonnenbrille, Wasserflaschen, Autoatlas von Deutschland und Großbritannien und das nötige Kleingeld - an alles hatte er gedacht.
„Karen!“, rief er seiner Frau entgegen, die mit einer Kühlbox aus dem Haus trat. „Leg doch mal die Sonnencreme gleich vorne ins Auto, die Sonne sticht ja jetzt schon.“ 
Die Hitzewelle hatte vor einer Woche begonnen und war mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten. Die Bevölkerung lag wie narkotisiert am Badestrand oder suchte erschöpfte Zuflucht unter schattigen Bäumen. Glückspilze wie die Thiemes allerdings durften ins herrlich kühle, schottische Hochland fahren. Während sich die deutschen Bürger in Dampf auflösten, würde Familie Thieme an frischer, klarer Luft am Loch Ness stehen und Ausschau nach dem Ungeheuer halten - ja sich am Abend vielleicht sogar eine Jacke anziehen müssen! 
„Mama“, rief Teresa aus dem Fenster. „Hast du mein Schlafschwein?“
Karen hastete wieder ins Haus zurück und Bernd setzte sich ans Steuer und wartete. Er drehte sich um und sah ihr nach, wie sie in im Hauseingang verschwand. Die alte Zinsler aus dem Erdgeschoss, dieser Blockwart in Kittelschürze, sah ihr stirnrunzelnd hinterher.  Wahrscheinlich hätte sie für ihr Leben gern gewusst, wo Thiemes hinfuhren, neugierig wie sie war. Irgendwann würden sie hier ausziehen. In ein eigenes Haus. Wenn Bernd sich einen besseren Job gesucht oder sie im Lotto gewonnen hatten, wenn man ihnen Tante Marthas Erbe ... Nein, so was sollte Bernd nicht denken. Das war pietätlos. Tante Martha lebte schließlich noch und wartete wahrscheinlich gerade in diesem Moment auf sie.
Er prüfte zum hundertsten Mal, dass genug Benzin im Tank war. In Großbritannien war der Sprit noch teurer als hier ...


Fällt euch etwas auf? Genau – „Martha im Gepäck“ war zuerst als Roman aus männlicher Sicht konzipiert. Wer will, darf gern vergleichen.  

Warum es geändert wurde? Das hat etwas mit dem weiteren Weg des Buches zu tun:
Die Leseprobe und das Exposé wurden von meinem Agenten verschiedenen Verlagen angeboten (5), einer sagte gleich zu, der Ullstein Verlag. Es kam zu einem Vertragsangebot (6).  Mit dem Vertrag verpflichtet sich der Autor, das Werk bis zu einem bestimmten Datum fertig zu stellen und der Verlag verpflichtet sich zu einer Vorauszahlung an den Autor.

Jetzt hatte ich im Oktober meinen Vertrag und sollte bis zum 1. März mein Buch zu Ende schreiben. Natürlich legte ich gleich los, allerdings musste noch eine kleine Hürde überwunden werden. Der Verlag fand es nämlich nach einigen Diskussionen besser, „Martha im Gepäck“ als Frauenroman herauszubringen. Das bedeutete, dass er auch aus der Perspektive einer Frau erzählt werden musste. Familienmutter Karen musste also kurzerhand von der nörgeligen Ehefrau, die sie ursprünglich war, zu einer sympathischen Hauptfigur umgemodelt werden, mit der sich Frauen jeden Alters identifizieren konnten.  Also stand Umschreiben (7) auf dem Plan und danach das Weiterschreiben (8), was Spaß machte, manchmal frustrierte und mich immer wieder an Punkte brachte, an denen es nicht voranging. Wie sollte die Route verlaufen? Ich war selbst noch nie persönlich von Deutschland aus mit dem Auto nach Schottland gefahren! Zum Glück kannte ich einen Experten, der so oft es geht  genau das macht – meinen eigenen Vater.  Meine E-Mail an ihn:

Huhu Vati,

brauche mal Deine Expertise:
wenn man, sagen wir mal, von Jena aus nach Schottland mit dem Auto fährt, über Dover Calais, wann ist man da

1. in Dover, wenn man früh zeitig zu Hause losgefahren ist

2. Wie oft muss man ungefähr übernachten, bis man in Edinburgh ist (gehe davon aus, dass man nicht 8 Stunden am Tag fährt, wenn man erst mal in England ist, sondern vielleicht nur 5 Stunden)

Reichen da zwei Übernachtungen? Die erste kurz nach Dover, die zweite irgendwo in York, oder so?

Bin eine geographische Niete!!!

Danke!


Und lieb wie er ist, schrieb er gleich zurück:

Soll ich die Strecke einmal abfahren oder nur so aus der Erinnerung antworten? 

1. Von Jena nach Dover, einschließlich Tunnel, braucht man etwa 10 bis 11 Stunden, wenn um Brüssel herum nicht der Stau länger als üblich war.
Wenn man mit der Fähre übersetzt, muss man die Abfahrtszeit der Fähre abwarten und die Zeit für die Passage dazu rechnen, also schon 12 bis 14 Stunden.

Man kann nach einer Übernachtung bei Dover durchaus an einem Tag nach Edinburgh fahren, sollte in 8 Stunden zu schaffen sein, ansonsten wäre eine Übernachtung bei York oder schon Lincoln oder erst in Newcastle angebracht. 


Weiter ging es. Martha sollte ein Poker-As sein – aber ich hatte nicht die geringste Ahnung von Poker. Alle Versuche meines Mannes, mir das Spiel zu erklären, machten mich irgendwie immer müde. (Vielleicht lag es auch daran, dass er es auf Englisch erklärte?) Ich sah Leuten im Internet beim Pokern zu. Guckte Gangsterfime an. Kapierte immer noch nicht alles. Und fragte schließlich eine Freundin um Rat, es sollte ja alles stimmen. Die gab wichtige kleine Hinweise, zum Beispiel:

Und ganz wichtig:
Die schmeißen das Geld in die Mitte des Tisches, nie und nimmer in eine Büchse hinein! Die taucht mindestens zweimal auf, unbedingt zu Tischmitte ändern.

Gut, dass ich sie gefragt hatte! 

Ich hörte tagelang Dudelsackmusik, schrieb den Dudelsackspieler vom Urlaubsfoto meiner Eltern ins Buch, guckte mir Kilts im Internet an, recherchierte die schottischen Clans, nannte meine Tochter mehrmals Martha und verspürte das brennende Bedürfnis, in ein Flugzeug zu steigen und selbst nach Schottland zu fliegen, um all die schönen Sachen zu sehen, die ich da aufschrieb. 



Dann war das Buch endlich fertig, vom Agenten abgesegnet und ging ins Lektorat. (8) Nachdem das abgeschlossen war, kamen die Druckfahnen (9)
samt Hurenkindern und Schusterjungen. Was das ist? Laut Wikipedia:

Als Hurenkind wird die letzte Zeile eines Absatzes bezeichnet, wenn sie zugleich die erste einer neuen Spalte oder Seite ist. Hurenkinder gelten in der Typografie als schwere handwerkliche Fehler, da sie die Ästhetik des Satzspiegels besonders stark beeinträchtigen.

Wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so wird diese allein am Ende der Seite oder Spalte stehende Zeile als Schusterjunge bezeichnet. Der Schusterjunge gilt gegenüber dem Hurenkind als weniger gravierender Fehler und fällt besonders dann auf, wenn Absätze mit Einzug gesetzt werden.

In der Praxis sieht das dann so in den Druckfahnen aus:


»Ach, das.«
»Genau – das.« Karen klopfte beruhigend auf seinen Rücken.
»Du willst doch auch, dass ich gut aussehe, oder nicht?«
»Du siehst immer gut aus«, antwortete Bernd mechanisch.
»Aber wir können doch alle zusammen einkaufen gehen. Ich
könnte dir auch helfen, was Schönes zu finden.«
bitte minus 1 Zeile




In der Zwischenzeit zwischen Lektorat und Druckfahnen gab es dann  auch die Idee für das Cover (10) ...



... und normalerweise wird in dieser Zeit auch die Entscheidung für den endgültigen Titel getroffen. „Martha im Gepäck“ wurde allerdings nicht geändert. An dieser Stelle ein kleiner Insider Tipp: Die Möwe, die auf dem Cover ist, habe ich erst nach Cover-Ansicht in einer kleinen Szene in das Buch hineingeschrieben,  die gab es vorher gar nicht. Aber ich fand, sie sollte wenigstens mal erwähnt werden. Im Buch trägt sie allerdings keine Gummistiefel. 


Dann kam es zur Verlagsvorschau  (11)und zu verschiedenen Werbemaßnahmen, z. B. dieses süße Lesezeichen oder auch dieses Poster. (Foto) (Hängt mittlerweile in meinem Büro). Außerdem fand die Vertreterkonferenz (12) statt, auf der das Buch den verschiedenen Vertretern vorgestellt wurde, die daraufhin die Buchläden in ihren Gebieten bereisten und das Buch an den Mann brachten (Danke, liebe Vertreter!)






















Schließlich war es dann so weit: im Juli 2011 lag mein Buch in den Buchläden. (13) Ein schönes Gefühl. Leider konnte ich es selbst nicht live erleben, da ich in den USA wohne, aber verschiedene liebe Freunde schickten mir Fotos  als Beweis. 







Mit dem Erscheinen trudelten dann natürlich auch die ersten Reaktionen und Rezensionen (14) ein, von jedem Autor gleichzeitig sehnlichst erwartet und gefürchtet. Was, wenn  alle das Buch hassen? Oder noch schlimmer – was, wenn niemand sich dazu äußert? Wenn niemand es kauft oder bemerkt? Zum Glück war das bei „Martha“ nicht der Fall. Es gab freundliche, enthusiastische, ein paar lauwarme und natürlich auch wie bei jedem Buch, ein paar negative Reaktionen.  Doch auch, wenn letztere erst mal wehtun– da muss man als Autor durch, schließlich hat man sich mit seinem Buch in die Öffentlichkeit begeben. Und trösten kann man sich mit meinem Lieblingsspruch: „Wenn man es jedem recht macht, macht man etwas falsch.“ 

Ich habe dieses Buch innerhalb von drei Stunden durchgelesen und konnte es einfach nicht zur Seite legen. Ich war in diesem Buch dabei, ich war in Schottland, ich stand daneben, wenn Tante Martha mal wieder einen ihrer kernigen Sprüche loslässt, andere vor den Kopf stößt, verwirrte Menschen hinterlässt, weil sie einfach so ist wie sie ist. Ich habe während des Lesens oft gedacht: Diese Frau ist unglaublich, ich fasse es nicht, dass tut oder sagt sie wirklich! Und die bloße Vorstellung in meinem Kopf hat mich wirklich oft laut loslachen lassen. 

(Amazon-Rezension)

Ich habe knapp über die Hälfte gelesen und habe keine Lust mehr weiterzulesen. So langweilig und langatmig, überhaupt nicht lustig und total unrealistisch. Ist mir auch egal wie das Buch zu Ende geht.

(Amazon-Rezension)



Mit schickem Buchschnitt :-)
Und dann? Das Buch lag im Buchladen, es wurde gekauft, als Hörbuch produziert, ging in die zweite Auflage und kam ein Jahr später noch als Taschenbuchausgabe heraus. Alles kleine Meilensteine auf dem Weg eines Buches, das hoffentlich noch ein paar weitere Sommer die Herzen von Lesern erfreut und erheitert, bis es dann irgendwann den Weg aller Bücher geht – die Verramschung (15) oder die Tatsache, dass es einfach nicht mehr lieferbar (16) ist.

Aber daran denken wir jetzt noch nicht!!


Ende


Puh, das war wirklich ein tiefer Einblick in die Entstehungsgeschichte eines/dieses Buches. So viele Stationen und so viel zu beachten. 

Mir hat das sehr gut gefallen und ich finde es klasse auch mal hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Geht es euch genauso?
Morgen, am zweiten Blogtour-Tag auf meinem Blog, findet ihr eine Rezension zum Buch und natürlich das Gewinnspielformular, um eins von Ulrikes Büchern gewinnen zu können. Also schaut vorbei.

Hier noch mal die Links der teilnehmenden Blogs. Die Daten, wer wann dran ist, seht ihr oben im Banner:


MacBaylies Bücherkiste  (Hier befindet ihr euch gerade) :-)







Sonntag, 14. Juli 2013

Für Niemand - Tobias Elsäßer




Broschiert: 154 Seiten
Verlag: Sauerländer; Auflage: 1., Auflage (1. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3794170903
ISBN-13: 978-3794170906
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 12,95 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Drei Jugendliche, drei Schicksale. Sie kennen sich nicht, aber sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Selbstmord. In einem Internetforum verabreden sich Sammy, Nidal und Marie, um gemeinsam zu sterben - ohne allerdings zu ahnen, dass sie beobachtet werden. Yoshua ist heimlicher Mitleser des Chats und versucht, das Ereignis zu verhindern. Tatsächlich gelingt es ihm, die Identität, die hinter den Nicknames steckt, herauszufinden. Doch was wird passieren, wenn er zum vereinbarten Treffpunkt kommt ...? Spannend und eindringlich zeichnet Tobias Elsäßer in diesem Episodenroman vier Schicksale zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Neuanfang.

Meine Meinung:
Dieses Buch lässt mich ehrlich gesagt zwiegespalten zurück.
Einerseits bin ich begeistert, andererseits lässt es mich relativ teilnahmslos zurück.
So, wie es geschrieben ist, hätte dieses Buch, meinem Empfinden nach, ein Drehbuch sein können (auch, wenn ich keine Ahnung habe, wie ein Drehbuch auszusehen hat). Einen Film dazu könnte ich mir absolut bewegend vorstellen. Als Buch konnte es mich leider nicht ganz erreichen.
Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass Tobias Elsäßer Drehbücher schreibt, was mich nach dieser Lektüre allerdings nicht wunderte.

Die Geschichte wird in vielen kleinen Episoden aus Sicht der Jugendlichen erzählt. Trocken, schnörkellos und leider auch oft emotionslos. Beinahe ausnahmslos kurze abgehackte Sätze, die bisweilen wirklich eine enorme Wirkung haben, erschlagen sich hier  jedoch gegenseitig. Meiner Ansicht nach geht aufgrund der Häufigkeit die prägnante Wirkung verloren.

Sammy, Nidal, Marie und Yoshua könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie werden alle im gleichen Stil abgehandelt und das fand ich schade. Ihre Individualität kam so leider nicht wirklich zur Geltung. 

Mein Lieblingszitat aus dem Chat:
„Okay. dann hab ich schon was, worauf ich mich freuen kann. Ich würde jetzt gerne deine Stimme hören. Das ist der Scheiß am Chatten. Man ist irgendwie verbunden, aber doch nicht richtig. Halb einsam. Halb befreundet. Halb am Leben. Was für ‘ne  Scheiße. Schlaf gut.“ (S.80)

Fazit:
Ein leider immer aktuelles, bewegendes Thema, auf eine, für mich, nicht ganz so bewegende Art umgesetzt. Ich hätte mir mehr Individualität für die Charaktere und etwas mehr Gefühl vom Schreibstil her gewünscht.


Bewertung



Samstag, 13. Juli 2013

Ankündigung zur Blogtour



Hallo ihr Lieben,

kennt ihr eigentlich schon Bücher von Ulrike Rylance
Oder welche unter ihrem Mädchennamen Ulrike Herwig

Falls nicht, dann will ich das, zusammen mit anderen Bloggern ändern!

Dafür haben wir uns eine Blogtour ausgedacht, in der ihr reichlich 
Rezensionen zu ihren Büchern (Kinderbuch, Jugendbücher und Romane) 
finden werdet. Außerdem werdet ihr vieles über die Autorin und ihre 
Bücher erfahren, und zwar Informationen, die bisher nicht im 
worldwideweb vorhanden sind.


Ein schickes Banner haben wir natürlich auch für euch, 
das euch die Stationen der Blogtour verrät:





Für den Fall, dass ihr auf den Blogs bereits einmal stöbern wollt, 
habe ich sie euch hier verlinkt:



MacBaylies Bücherkiste  (Hier befindet ihr euch gerade) :-)
Bücherkaffee 
Lesendes Katzenpersonal
Buchzeiten
Favolas Lesestoff
Printed Words
Claudias Bücherregal




Da wir euch nicht nur die Autorin näher bringen und auf ihre Bücher 
neugierig machen wollen - verlosen wir auch ein paar Exemplare, damit 
ihr euch selbst einen Eindruck machen könnt. Weitere Infos dazu folgen 
dann in den jeweiligen Beiträgen zur Blogtour, aber einen Blick auf die 
Preise könnt ihr schon werfen:








Wir Blogger freuen uns schon auf diese Blogtour und ihr hoffentlich auch :)

Liebe Grüße
MacBaylie






Donnerstag, 11. Juli 2013

TTT 124

Aktion von Alice im Bücherland

Hallo ihr Lieben
Die Zeit rast nur so dahin und schon ist wieder Donnerstag.
Heute geht es um 10 Bücher deren Titel alle mit einem S beginnen.
(Der, Die und Das zählt nicht)
Da wir das S ja in S, Sch, und St aufgeteilt haben, könnte das Ganze noch spannend werden. Wird es uns gelingen für jede Station 10 Bücher zu finden?
Mit dem S hatte ich schon mal keine Probleme, da gab es noch eine ganze Menge, also habe ich mir die ersten 10 gegriffen und sie auf meinem Sofa fürs Fotoshooting platziert. 





  • Syrenka - Elizabeth Fama 
  • Sixteen Moons - Kami Garcia 
  • Splitterherz - Bettina Belitz
  • Solange die Nachtigall singt - Antonia Michaelis
  • Soul Beach 01 - Kate Harrison
  • Saeculum - Ursula Poznanski
  • Seine Toten kann man sich nicht aussuchen - Janine Binder
  • Der Sarg - Arno Strobel
  • Die Spur der Kinder - Hanna Winter
  • So unselig schön - Inge Löhnig

So, das waren meine 10 Bücher für heute. Wie es nächste Woche aussieht weiß ich noch nicht, aber so einiges ist mir schon begegnet.
Wie sieht es bei Euch aus? Hattet Ihr Probleme mit diesem Buchstaben?
Kennt Ihr einige meiner Bücher oder habt sie gar selber auf Eurer Liste?

Dann mal bis nächste Woche, in der entweder Sch oder St im Vordergrund stehen werden.

Liebe Grüße
MacBaylie

Dienstag, 9. Juli 2013

Dann press doch selber, Frau Dokta! - Dr. Josephine Chaos (Hörbuch)


3 Audio CDs 
Laufzeit: 3 Std. 51 Min.
Erschienen: April 2013
Verlag: Argon Verlag; Auflage: 1 (25. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 383981216X
ISBN-13: 978-3839812167

Kurzbeschreibung:
Aus dem Klinik-Alltag einer furchtlosen Frauenärztin.
Zwischen Kreissaal und Familienchaos.
»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal! ›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ’nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹ Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie an Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt ...«

Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht so recht, warum ich mir dieses Hörbuch überhaupt gekauft habe, denn das Cover und auch den Titel finde ich wirklich nicht so glücklich gewählt.
Wahrscheinlich dachte ich mir, wenn Annette Frier mir wildgewordene, chaotische Kreissaalgeschichten ins Ohr flüstert, kann es nur lustig werden.

Nun ja, lustig war es schon, meistens jedenfalls, aber ich weiß jetzt auch ganz sicher, dass es die richtige Entscheidung war, meine Kinder Zuhause zur Welt zu bringen. :-)
So ein Chaos hätte ich beim besten Willen nicht brauchen können.

Annette Frier hat ihre Sache wirklich gut gemacht und ich denke, sie war genau die richtige Sprecherin für diese Rolle. Zeitweise hatte ich zwar den Eindruck, jetzt steigert sie sich ein bisschen zu arg ins Chaosleben, aber dann hat sie meist auch schon wieder einen Gang zurück geschaltet.

Die Geschichte an sich wirkte ab und an schon ein bisschen überspitzt, aber das wahre Leben ist auch oft so konfus, dass man das eigentlich in keinen Roman schreiben kann, ohne dass es konstruiert rüber kommt. Gerade in Krankenhäusern und ganz besonders bei Geburten passieren doch die seltsamsten Seltsamkeiten.

Fazit:
Eine ganz amüsante Geschichte und ein recht kurzweiliger Hörgenuss für zwischendurch.  

Bewertung



Montag, 8. Juli 2013

Artikel 5 - Kristen Simmons




Broschiert: 432 Seiten
Verlag: ivi (16. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492702864
ISBN-13: 978-3492702867
Empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: 16,99 €

Teil 1 von ?
Teil 2 :  „Gesetz der Rache“ erscheint am 01.10.2013

Kurzbeschreibung (Verlag):
Triff deine Wahl: Beuge dich den Moralstatuten oder stirb!
Religiöser Fanatismus hält Einzug in die Vereinigten Staaten: Die Moralmiliz hat die Polizei ersetzt; wer gegen ihre strengen Statuten verstößt, dem stehen Haft, Prozess und weitaus Schlimmeres bevor. Die 17-jährige Ember hat deshalb ein Leben in Deckung gewählt – doch trotz aller Schutzmaßnahmen wird plötzlich ihre Mutter verhaftet. Sie hat gegen Artikel 5 der Moralstatuten verstoßen, weil sie nicht mit Embers Vater verheiratet war. Und der Soldat, der ihre Mutter nun festnimmt, ist niemand anderes als Embers große Liebe, Chase. Ein Käfig aus Hass, Gewalt und fanatischer Moralvorstellungen schließt sich um Ember, die alles dafür tun muss, um sowohl ihre Mutter zu retten als auch den Mann, den sie liebt – und der ihr Feind geworden ist.

Artikel 1: Die Vereinigten Staaten erkennen die Amerikanische Kirche als offizielle Religion an.
Artikel 2: Literatur und andere unmoralische Medien sind verboten. Ihr Besitz, Erwerb und Verkauf ist strengstens untersagt.
Artikel 3: Eine vollständige Familie besteht aus einem Mann, einer Frau und mindestens einem Kind.
Artikel 4: Die traditionellen Geschlechterrollen müssen eingehalten werden.
Artikel 5: Als vollwertiger Staatsbürger wird nur anerkannt, wer als Kind eines verheirateten Paares auf die Welt kommt.


Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gelingt hier absolut problemlos. Interessante, aufregende und spannende Szenen reihen sich aneinander, sodass man von Anfang an gefesselt ist.

Natürlich fragt man sich eine ganze Zeit lang, wie es möglich sein kann, dass eine „Regierung“ einfach so, mir nichts dir nichts, die Gesetze ändern kann und plötzlich Dinge unter Strafe gestellt werden, die vorher nicht geahndet wurden. Aber so unrealistisch finde ich das gar nicht. Auch wundert es mich nicht wirklich, dass die Strafen plötzlich härter ausfallen und/oder mehr Aufwand darauf verwendet wird, die Personen, die gegen die Statuten verstoßen, ausfindig und dingfest zu machen. So, wie es der 17-jährigen Protagonistin Ember und ihrer Mutter ergangen ist.
Die Festnahme der beiden erscheint allerdings mehr wie eine Verschleppung, denn niemand weiß so genau, wo sie hingebracht werden und was sie zu erwarten haben.

Zu Mitte hin verliert das Buch allerdings etwas an Fahrt und Ember strapazierte meine Nervenbahnen ziemlich stark. Sie will, sie will nicht. Sie kann, dann wieder nicht. Sie glaubt Chase, sie glaubt ihm nicht. Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht. Ein munteres Hin und Her von Allem und Nichts. 
Ich kann zwar sehr gut nachvollziehen, dass ein junges Mädchen mit 17 Jahren, unter den gegebenen Umständen, durchaus sprunghaft und wankelmütig sein kann, allerdings konnten mich Embers Argumentationen und Gedankengänge nicht immer überzeugen.

Im letzte Drittel legt die Autorin dann aber wieder einen Gang zu und es wird noch mal richtig spanend, auch wenn Ember immer noch uneins mit sich und der Welt ist. Hier werden ihre Überlegungen aber nachvollziehbarer und authentischer.

Fazit:
Eine düstere Zukunftsvision die gar nicht so weit hergeholt scheint und zum Nachdenken anregt. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere allerdings, besonders Ember, haben noch etwas Luft nach oben, um sich zu entwickeln. Teil 2 „Gesetz der Rache“ steht schon auf meiner Wunschliste, denn ich möchte gerne wissen wie es weiter geht.


Bewertung


Erhältlich ab 01.10.2013

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: ivi (1. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492703054
ISBN-13: 978-3492703055
Empfohlenes Alter: 16 Jahre
Preis: 16,99 €











Freitag, 5. Juli 2013

Silber - Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier




Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421059
ISBN-13: 978-3841421050
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 18,99 €

Teil 1 einer Trilogie

Kurzbeschreibung:
Die 15-jährige Olivia, genannt Liv, lebt nach der Scheidung der Eltern, mit ihrer jüngeren Schwester Mia und ihrer Mutter Ann zusammen. Ergänzt wird das Trio vom „Kindermädchen“ Lottie. Allesamt leben mehr aus dem Koffer, denn beruflich bedingt wechselt Livs Mutter gerne mal die Örtlichkeiten, bis hin zu recht exotischen, globalen Wohngegenden. 
Damit sollte eigentlich nun Schluss sein. Ein kuscheliges Cottage in England sollte der erste Schritt zur Sesshaftigkeit werden. Wenn da nicht plötzlich Ernest alias Mr. Planänderung aufgetaucht wäre. Er und Ann haben sich verliebt, wollen zusammen ziehen und gemeinsam mit seinen beiden Kindern, Florence und Grayson eine Patchwork-Familie ins Leben rufen.
Der Start gestaltet sich alles andere als einfach, zumal Liv immer wieder von seltsamen Träumen heimgesucht wird. Sehr mysteriös wird es allerdings, als sie von Grayson und seinen Freunden träumt und genau dieses Trüppchen dann Tags drauf in der Schule trifft.


Meine Meinung:
Nach der sehr erfolgreichen Edelstein-Trilogie wechselt Frau Gier nun zum Edelmetall.
Mit „Silber - Das erste Buch der Träume“ ist ihr in jedem Fall ein wunderbarer Start gelungen. 
Das Thema Träume ist eigentlich immer ein Garant für exzellente, fantastische Geschichten und Kerstin Gier hat sich hier keinesfalls übernommen. Wie schon bei den Zeitreisen dürfen wir uns auch hier in der Traumwelt an tollen Ideen und wunderschönen Beschreibungen mit viel Witz erfreuen.

Der Beginn dieser Trilogie mag dem ein oder anderen Leser etwas langatmig oder auch ruhig erscheinen, aber meiner Meinung nach, braucht es auch ein bisschen Zeit, die verschiedenen Charaktere vernünftig einzuführen, um ihnen dann im späteren Verlauf auch die Möglichkeit einer spürbaren Weiterentwicklung zukommen lassen zu können. 

Bei den Charakteren macht sich eine angenehme Vielschichtigkeit breit. Wir dürfen ernste, verpeite, nachdenkliche, humorvolle ... Personen kennen lernen und sie bei ihren nicht immer alltäglichen Unternehmungen begleiten.
Sarkasmus, Ironie und jede Menge Humor machen die Geschichte rund und zwischen vielen Ooohs und Aaahs hat man reichlich Gelegenheit seine Gesichtszüge in ein breites Lächeln zu verwandeln. Gesichtsgymnastik kann ich da nur sagen :-)

Vom Inhalt werde ich natürlich wie immer nichts verraten (außer das, was in der Kurzbeschreibung zu finden ist) aber mir hat die Geschichte wirklich sehr viel Spaß bereitet und ich bin eigentlich traurig, dass ich sie schon zu Ende gelesen habe und nun ein ganzes Jahr auf den Nachfolger "Silber - Das zweite Buch der Träume" warten muss.
Wie geht es weiter mit Liv? Und was verbirgt sich hinter dem Fürsten der Finsternis? Wie ist es überhaupt möglich mit anderen gemeinsam zu Träumen oder in deren Traumwelten einzudringen? Fragen über Fragen. Ich freue mich auf deren Beantwortung.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt der neuen „Edelmetall-Trilogie“ von Kerstin Gier. Ein Buch voller Träume, Spannung und genialer Witzigkeiten. Liebenswerte Charaktere bescheren den Lesern ein paar traumhafte Lesestunden. Meine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Träumer, Fantasten und auch sonst jeden, der Spaß am Lesen hat.


Bewertung


Donnerstag, 4. Juli 2013

TTT 123

Alice im Bücherland


Guten Morgen ihr Lieben,

wie Ihr an der Überschrift und am Banner (welches übrigens zu Alice im Bücherland führt) sehen könnt - es ist Donnerstag.
Heute beschäftigen wir uns mit Büchern, deren Titel alle mit einem R beginnen. (Der, Die, Das zählt nicht)
Nach der Schlappe von letzter Woche - Q war einfach nicht mein Buchstabe - kann ich heute wieder mit einem gut gefüllten Sofa dienen.
Bei meiner Auswahl, die recht Loewe/script5-lastig ist, gehe ich davon aus, dass wir doch einige Gemeinsamkeiten entdecken werden :-)







  • Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater
  • Ruht das Licht - Maggie Stiefvater
  • Ruf der Tiefe - Brandis/Ziemek
  • Rubinrot - Kerstin Gier
  • Rebellen der Ewigkeit - Gerd Ruebenstrunk
  • Das Regenmädchen - Gabi Kreslehner
  • Retrum - Francesc Miralles
  • Regional Express - Agnes Hammer
  • Robinson - J.H.Campe
  • Resturlaub - Tommy Jaud

Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr Eure Listen voll bekommen?
Nächste Woche geht es mit S weiter. Ich fürchte, da wird dann eher die Auswahl schwerfallen - vielleicht sollte man die S-Bücher noch mal unterteilen?
(Habe gerade gesehen, dass Alice die gleiche Idee hatte) :-)
Also S, Sch und St

Liebe Grüße
MacBaylie