Mittwoch, 23. Oktober 2013

Phobia - Wulf Dorn




Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267338
ISBN-13: 978-3453267336
Preis: 19,99 €

Kurzbeschreibung (Verlag):
Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.
Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …

Meine Meinung:
Da ich bisher alle Bücher von Wulf Dorn gelesen habe, musste natürlich auch „Phobia“ her. Welche Gelegenheit bot sich da besser an, als das Buch bei der Crime Cologne zu erstehen und signiert nach Hause zu tragen.
Ich war total gespannt, was es mit diesem scheußlichen Puppenkopf auf sich hat, denn ich hatte mal genau die gleiche Puppe und habe mich als Kind schon davor gegruselt. Brrr...

Der Anfang versprach schonmal viel Spannung. Wie verkraftet man es, wenn plötzlich ein wildfremder Mann in den Sachen des des eigenen Ehemanns in der Küche steht und sich auch noch genau wie dieser verhält. Woher weiß dieser Fremde all die Dinge, die eigentlich nur der richtige Ehemann wissen kann? Da kann man schon mal an sich selber zweifeln, besonders, wenn man wie Sarah sowieso schon unter Panikattacken leidet.
Wulf Dorn gelingt es immer wieder hervorragend nicht nur die Psyche seiner Figuren, sondern auch die seiner Leser in Wallung zu versetzen. 

Die Polizei will nicht ganz glauben was Sarah in ihrem eigenen Haus widerfahren ist, also muss Sarah wohl oder übel selber etwas über den seltsamen Narbenmann heraus bekommen. Ihr Jugendfreund Mark Behrendt, den man schon in „Trigger“ kennen lernen durfte, will ihr dabei helfen. Dies macht er jedoch nicht ganz uneigennützig, denn er selber hat auch noch mit einigen Altlasten zu kämpfen.

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Die vielen kleinen Kapitel und der angenehme Schreibstil haben sicher dazu beigetragen. Jedoch hatte ich in diesem Buch des Öfteren das Gefühl, dass mir einige Dinge zu konstruiert oder gar unnötig vorkamen. Auch einige Dialoge wirkten nicht wirklich frisch und lebendig.
Zum Ende kann ich jetzt natürlich nichts sagen, aber diese Art von geballter Auflösung bevorzuge ich normalerweise nicht, wobei ich zugeben muss, dass es hier noch mal ganz anders ist, als in diesen Filmen, wo der Täter am Ende vor seinem Opfer steht und alles haarklein auflöst bevor er das Opfer dann beseitigen will. Wie gesagt, ich kann es an dieser Stelle leider nicht deutlicher erklären ohne zu viel zu verraten.

Fazit:
Für Wulf-Dorn-Neueinsteiger sicher ein fantastischer Psycho-Thriller. Psychische Abgründe à la Carte. 
Diejenigen, die schon mehrere Bücher von ihm gelesen haben, werden, meiner Meinung nach, akzeptieren müssen, dass ein Autor sich nicht immer nur steigern kann - es kann auch mal ein Schrittchen rückwärts  oder seitwärts geben. 
Nichtsdestotrotz ein schaurig spannendes Leseerlebnis.



Bewertung



Kommentare:

  1. Ich habe das Buch angefangen, aber dann abgebrochen, Nicht wegen der fehlenden Spannung, sondern vielmehr weil mir der rote Faden gefehlt hat und mich der "Killer" nicht fesseln konnte.

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Oh, vielleicht gibst du dem Buch aber eine zweite Chance, denn der Faden wird am Ende wieder auftauchen :-)

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