Dienstag, 1. Oktober 2013

Isegrim - Antje Babendererde - Hörbuch




4 Audio CDs / Gesamtspielzeit ca 291 Minuten
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH (27. September 2013)
Sprache: Deutsch
Gelesen von: Carla Swiderski, Bernd Stephan, (Jona Mues?)
ISBN-10: 3833732075
ISBN-13: 978-3833732072
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Gebundene Ausgabe: Arena Verlag

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Jola lebt in einem kleinen Dorf im Thüringer Wald. Ihr Vater ist Förster und so ist es kein Wunder, dass sie mit der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt vertraut ist, den Wald als Zufluchtsort betrachtet. Dort hat sie Ruhe und kann ihre Alltagsprobleme hinter sich lassen. Dort fühlt sie sich sicher. 
Eines Tages jedoch bemerkt Jola Veränderungen. Sie fühlt sich beobachtet. Ist es die Wölfin, die sich unbemerkt angesiedelt hat, die ihr dieses Unbehagen beschert? Oder der Junge, der zeitgleich aus dem Nichts auftaucht? Oder gibt es da noch etwas anderes?

Meine Meinung:
Bisher kenne ich von Antje Babendererde nur die Geschichten aus den Indianerreservaten, die mich immer sehr bewegt und berührt haben.
Diesmal befinden wir uns in heimischen Gefilden. In einem fiktiven Dorf im Thüringer Wald. Eine überschaubare Menge an Häusern, Bewohner, die alle glauben sich zu kennen, ein Badesee, ein Dorfladen, Wald und ein stillgelegter Truppenübungsplatz bilden das Umfeld in dem Jola sich bewegt. Das hört sich ja erstmal recht langweilig an, aber Langeweile kommt in dieser Geschichte gewiss nicht auf.
Eine vermisste Freundin, ein Wolf, ein seltsamer Junge und ein Schulprojekt sorgen neben den alltäglichen Problemen, die Jola mit ihrer überängstlichen Mutter und ihrem recht anhänglichen Freund Kai hat, für ordentlich Aufregung.
So wie die Wölfe, die in dieser Gegend schon längst vergessen waren, so tauchen auch andere, schlimmere Dinge auf, die längst vergessen waren. Beides ist den Dorfbewohnern ein Dorn im Auge und sollte schnellstmöglich entfernt und wieder vergessen werden. Aber Jola lässt nicht locker. Wie engmaschig die Vergangenheit mit der Gegenwart verwoben ist soll sie dann am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Die Autorin schafft es immer wieder all ihre Figuren lebendig und lebensnah erscheinen zu lassen. Jeder erhält einen Hintergrund, der dessen Handlungen und Taten nachvollziehbar macht. Was allerdings nicht bedeutet, dass man dieses Handeln unbedingt tolerieren muss. Das gefällt mir sehr gut. Niemand wird ohne Grund zum Guten oder zum Bösen abgestempelt. 

Gelesen wird das Hörbuch von Carla Swiderski was für mich leider ein kleiner Schwachpunkt war. Mit ihrer Stimme, besonders bei den Sequenzen der wörtlichen Rede, konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.  Die Einschübe von Bernd Stephan hingegen fand ich ausgezeichnet gewählt. Die Stimme von Jona Mues fehlte mir gänzlich.

Fazit:
Eine fesselnde Geschichte, die deutlich macht, dass die Gegenwart der Vergangenheit nicht davon laufen kann. Eine Geschichte über ein mutiges Mädchen, das nicht alles als gegeben hinnimmt und nach Antworten sucht, auch wenn diese unbequem sind.


Bewertung



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