Sonntag, 8. September 2013

Bericht ; Lesung Crime Cologne


Hallo liebe Leser,

nachdem ich nun das ganze Wochenende unterwegs war und auch noch Dienst schieben musste, gibt es heute endlich meinen Bericht von der Lesung mit Wulf Dorn, Max Bentow und Christian Buder vom 06.09.2013 19.30 Uhr in Köln im Rahmen der Crime Cologne


Eigentlich wollte ich ja einen schönen Bericht mit vielen Fotos abliefern aber es wird wohl bei einem Bericht bleiben, denn die Fotos fehlen leider. Und das kam so ;-)

Wer jetzt nur etwas von der Lesung erfahren möchte, kann dieses Eingangsgebrabbel getrost überspringen.

Das Wetter war klasse und so wollten mein Mann und ich uns gegen 15 Uhr auf den Weg machen und unserer messerscharfen Klingenstadt den Rücken kehren. Auf dem Weg nach Köln kommen wir zwangsweise an Leverkusen vorbei, wo mein Mann noch seinen Dienstwagen abstellen musste. Also fuhren wir mit zwei Autos los. In Leverkusen stellt er also brav den Wagen ab und steigt in unser Auto.
Ich: „Wo hast du denn den Fotoapparat?“
Er: „Öhm, keine Ahnung!“ 
Ich: „Hast du den im Auto vergessen?“
Er: „Hm, ich glaube nicht.“ (schaut ziemlich verwirrt aus der Wäsche)
Ich: Warum hast du denn dein Hemd mitgenommen?“ (hängt über seinem Arm und sollte eigentlich schon zu Hause in die Wäsche)
Okay, einige Überlegungen und ein Anruf zu Hause brachte dann die Erkenntnis zu Tage, mit einem Hemd kann man keine Fotos machen und ein Fotoapparat sollte niemals nicht in die Wäsche. :-)
Zurückfahren hätte sich jetzt nicht mehr gelohnt, also fuhren wir weiter, parkten unter der Zoobrücke und hatten noch einen schönen Spaziergang am Rhein entlang. Aber bei jedem erdenklichen Fotomotiv unterwegs konnten wir uns ein Grinsen nicht verkneifen :-)



Nun aber endlich zur Lesung. An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an die lieben Leute vom Heyne Verlag, bei denen ich die Eintrittskarten 
gewonnen habe!!!




Foto :  Britta Schmitz

Pünktlich 19.30 Uhr betraten die Autoren Wulf Dorn, Max Bentow, Christian Buder und der Moderator Ulrich Noller die Bühne im Olympia & Sportmuseum( oder anders herum). Angekündigt wurden die Herren vom Mitbegründer der Crime Cologne, Edgar Franzmann.


Mein einziges Handyfoto :-(












Nach einer kurzen Einleitung ging es auch sofort mit Wulf Dorn los.



Als er berichtete, dass seine Mutter extreme Probleme mit dem Cover hatte, hätte ich mich beinahe an meinem Getränk verschluckt. Ich bin zwar nicht Mama Dorn, aber ihre Gedanken zum Cover konnte ich nachvollziehen, denn auch ich hatte genau diese Puppe (die letztendlich auch genau so aussah) und sie hat mir damals mehr als einmal Alpträume beschert.
Gewohnt souverän hat er dann aus seinem neuen Buch „Phobia“ gelesen. Total spannend. Machte süchtig nach mehr!
Ich denke, die Erfahrung schon mal ein ganzes Buch (Trigger) als Hörbuch eingelesen zu haben, war dabei sehr hilfreich, denn er machte das wirklich richtig gut. 
Es gibt ja Leute, die sind absolut dagegen, wenn ein Autor sein eigenes Buch einliest, aber bei Wulf Dorn könnte ich mir das durchaus öfter vorstellen :-)



Anschließend hat Christian Buder eine 
Doppelpremiere gefeiert. Sein erster Thriller „Die Eistoten“ und die erste Lesung in Köln. Ich glaube, es war sogar die erste Lesung überhaupt. Dann wäre es sogar eine Dreifachpremiere :-)
Ob er allerdings noch mal an diesen „schrecklichen“ Ort Köln kommen wird bleibt abzuwarten, denn als er aus dem Zug gestiegen ist, hatten plötzlich einige Herren ein reges Interesse ... 
... jedoch nicht an Herrn Buder selbst, wahrscheinlich nicht mal an seinem Roman, sondern sie waren scharf auf seine gesamte Tasche. Ein gewiefter Thrillerautor weiß sich glücklicherweise zu wehren und so ist Herr Buder dann doch noch unversehrt zur Lesung erschienen. Was mit den bösen Buben geschehen ist ... das wollen wir besser gar nicht wissen. Mit einer kräftig, sonoren Stimme hat er die Jungs wahrscheinlich eher nicht in die Flucht geschlagen, denn bei der Lesung klang die Stimme ein bisschen dünn. 
Vielleicht lag es an der Aufregung der ersten Lesung oder am Mikrophone, denn einen eingeschüchterten Eindruck hat er nicht hinterlassen, zumal das Publikum doch gar nicht so gefährlich aussah und außerdem brav für die Bücher bezahlt hat :-)

„Die Eistoten“ scheint mir aber ein ganz besonderer Roman zu sein, denn dort spielen ein 11-jähriges Mädchen und ein verstorbener Philosoph die Hauptrollen. 
Die, die wir der Lesung lauschen konnten, wissen jetzt jedenfalls schon eine ganze Menge über die kleine Alice, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt „Die Kleine“ genannt zu werden. Und ehrlich gesagt, so wie sie daher redet, kann man sich vorstellen, dass Ihr Vater es nicht immer leicht mit seiner recht altklugen Tochter hat.





Den Abschluss machte dann Max Bentow.
Ich muss gestehen, dass ich noch keins seiner Bücher gelesen habe und frecherweise habe ich mir auch bei der Lesung keins gekauft. Ich hoffe, Herr Bentow kann mir das verzeihen, aber da „Die Totentänzerin“ nicht das erste Buch dieser Reihe, sondern schon das dritte ist, kam es für mich nicht in Frage zum jetzigen Zeitpunkt eine weitere Reihe zu starten. Obwohl ich ja zugeben muss, dass ich schon mächtig neugierig geworden bin.
Herr Bentow hat so kraftvoll und wohlbetont gelesen, dass es einem schon die ein oder andere Gänsehaut über den Rücken trieb.






Nachdem alle Autoren gelesen hatten, hat der Moderator das Heft in die Hand genommen und sehr interessante Fragen gestellt. Das ersparte uns die peinliche Stille, die oft bei Lesungen entsteht, weil sich aus dem Publikum niemand traut die erste Frage zu stellen.
Wir haben so noch eine Menge Wissenswertes über die Entstehung eines Thrillers erfahren. 

Alle Bücher gab es natürlich am Büchertisch zu kaufern, die anschließend geduldig signiert wurden.

Es war ein wirklich schöner und interessanter Abend. Vielen Dank dafür an die Veranstalter und natürlich an die Autoren.



Liebe Grüße
MacBaylie


Kommentare:

  1. Wundervoller Bericht, liebe MacBaylie! :D
    Ich musste so schmunzeln, über deine Gedanken zum Wulf-Cover :) Ich hab letztens mit meiner Mama darüber diskutiert und wir beide waren uns einig, dass uns das Püppchen Gänsehaut beschert .g.

    Freu mich, dass es so ein toller Abend war!
    Nana

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    1. Ja, es war alles in allem ein gelungener Tag/Abend ;-)
      Und diese Puppe ... meine hieß Beate? ... Bärbel? ... oder Barbara? ... hab's verdrängt, war wirklich furchtbar.

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  2. Hallo MacBaylie,

    dieser Puppenkopf hat mich schwer an Charky, die Mörderpuppe erinnert, ne recht grausame/eklige TV-Verfilmung.

    Von Herr Dorn kenne ich nur "Mein böses Herz" und das Buch war wirklich nicht ohne...

    LG..Karin..

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    1. An Chucky hat mich die Puppe garnicht erinnert, eher an "Christine", obwohl das ein Auto (1958er Plymouth Fury) war ;-) Aber Christine wurde auch ständig zerstört und tauchte dann immer wieder auf - genau so, wie meine fürchterliche Puppe. ;-)

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  3. Hallo MacBaylie,

    na ja, so hat jeder seine Vorbilder, hihi...für mich persönlich wegen diese Hässlichkeit des Kopfes genau wie bei Chucky.

    LG..Karin

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