Dienstag, 27. August 2013

Schwesterlein, komm stirb mit mir - Karen Sander




Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 4 (1. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499242176
ISBN-13: 978-3499242175
Preis: 9,99 €

Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Hauptkommissar Georg Stadler wird zu einem Mordfall gerufen. Was er in der Wohnung vorfindet, lässt nicht mal ihn kalt. Die Hausbewohnerin, eine Anwältin, wurde auf bestialische Weise abgeschlachtet. Messerstiche und der aufgeschlitzte Unterleib erinnern Stadler an einen vergangenen Fall, für den jedoch schon ein Täter überführt wurde. Sitzt da etwa ein Unschuldiger hinter Gittern und sie haben es hier mit einem Serienmörder zu tun?
Um der Sache auf den Grund zu gehen, wendet er sich an Elisabeth Montario, eine Psychologin, die auf Serienmorde spezialisiert ist, und bittet sie um Hilfe. Dieser außergewöhnliche Fall weckt ihre Neugier und sie sagt zu. Vielleicht kann die Arbeit daran, sie von den Drohbriefen, die sie seit einiger Zeit bekommt, ablenken.


Meine Meinung:
Karen Sander hat hier einen ausgezeichneten Pageturner zu Papier gebracht. Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten in einem durch lesen, bis man der Bestie endlich auf die Spur gekommen ist. Leider ist das zeitlich nicht immer machbar.

Stadler als Ermittler war mir von Anfang an sympathisch. Er ist nicht der aalglatte Schnösel, der es mit allem und jedem aufnimmt, sondern hat seine Ecken, Kanten und Schwächen.
Auch Elisabeth Montario ist eine angenehme Persönlichkeit. Sie ist ein relativ vorsichtiger Typ, arbeitet an der Uni und hat einen ausgezeichneten Blick für Details. Nur in eigenen Belangen scheint ihre Auffassungsgabe blockiert zu sein, wofür man Ereignisse aus der Vergangenheit verantwortlich machen kann.

Gemeinsam versuchen die beiden dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Zu Anfang noch im Geheimen, denn Stadler hatte eigentlich keine Genehmigung Liz Montario in den Fall mit einzubeziehen, da niemand an einen Serienkiller glaubte, aber nachdem ein weiterer Mord geschehen ist, ganz offiziell. Trotz wirklich guter Hinweise von Liz, kommen sie nicht wirklich weiter. Weiter geht nur die Mordserie, die sich jedoch sehr atypisch fortsetzt.

Spannung ist hier garantiert und an falschen Fährten, (oder sind sie vielleicht gar nicht immer so falsch?), mangelt es ganz und gar nicht. Selbst wenn man irgendwann zu wissen glaubt, wer hier sein Unwesen treibt - sicher ist man sich nie. Und zudem bleibt immer noch die Frage nach dem Warum.
Interessant fand ich auch, dass die ein oder andere Spur ins Leere führte. Das hat zwar kurzzeitig die Frage aufgeworfen, wofür war das jetzt gut?, aber im Nachhinein hat es mir gut gefallen, dass mir nicht alles bis ins kleinste Detail vorgekaut wurde. So konnte die Fantasie auch ein paar eigene Wege beschreiten.

An manchen Stellen hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, aber im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit der Geschichte. 
Da es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Reihe handelt, werde ich Hauptkommissar Stadler und Liz Montario bei ihrem nächsten Fall garantiert wieder über die Schulter schauen.

Fazit:
Eine spannungsgeladene Geschichte von Anfang bis Ende. 
Der Schreibstil ist zugkräftig, nicht zu karg aber auch nicht ausufernd.
Meine Empfehlung für ein aufregendes Lesewochenende.


Bewertung





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