Montag, 24. Juni 2013

Please don‘t hate me - A.S. King



Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
Verlag: Arena; Auflage: 1 (15. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401066447
ISBN-13: 978-3401066448
Empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: Please ignore Vera Dietz

Kurzbeschreibung:
Kann man vergessen, was war? Muss man verzeihen, um den anderen zu retten? Wie viel Mut braucht die Wahrheit? Vera hasst Charlie. Aus tiefstem Herzen. Obwohl er einmal ihr bester Freund war. Obwohl sie seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Obwohl sie ihn so geliebt hat. Und doch ist sie die Einzige, die weiß, was in jener Nacht wirklich geschah. Der Nacht, in der Charlie starb.


Darf man Tote hassen?
Muss man verzeihen, um den anderen zu retten?
Wie viel Mut braucht die Wahrheit?


Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht, warum dieses Buch so lange ungelesen in meinem Bücherregal gestanden hat, denn es hat mir wirklich gut gefallen.
Die Protagonistin Vera wird als äußerst starker Charakter dargestellt, die, trotz einiger herber Rückschläge, an ihrer unerfreulichen Situation immer mehr zu wachsen scheint.
Mit ihren gerade mal 18 Jahren hat sie schon eine Menge zu verkraften. Die Mutter, die die Familie vor Jahren verlassen hat und deren Geheimnisse ihr erst nach und nach mitgeteilt werden. Der Vater, der nach der Trennung mehr und mehr zum Eisblock mutiert ist. Und ihr bester Freund, der ihr übel mitspielt und dann einfach stirbt - im Streit. Außerdem muss Vera neben der Schule auch noch einen Job ausüben weil ihr Vater der Ansicht ist, dass man nicht früh genug lernen kann Verantwortung zu übernehmen.
Trotz all der Dinge versucht Vera ihr Leben in den Griff zu bekommen. Ihren Hass, die Traurigkeit und ihre Liebe zu Charlie irgendwie zu verstehen, aufzuarbeiten und letztendlich aufzuklären, wie es zu all dem kommen konnte.
Der Schreibstil der Autorin passt ausgezeichnet zu dieser jugendlichen Geschichte. Da wird nichts überzogen oder aufgemotzt und nichts beschönigt. 
Erzählt wird die Story überwiegend aus Veras Sicht, aber auch Charlie, Veras Vater und der traditionsreiche Hügel Pagoda bekommen ein Sprachrohr und können sich äußern, was mir sehr gut gefallen hat, denn so kann sich der Leser einen Rundumblick verschaffen.
Die Tatsache, dass nicht nur in der Gegenwart berichtet wird, sondern auch Ereignisse zu Sprache kommen, die in der Vergangenheit liegen, lockert die Geschichte spürbar auf und man bekommt neben all der Tragik auch ein diskreter Humor serviert.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, emotional und berührend. Themen wie häusliche Gewalt, Mobbing, Hilflosigkeit, Liebe, Hass und Alkoholkonsum werden nicht ausgeblendet, sondern authentisch zur Sprache gebracht. Tiefgründig und feinfühlig.


Bewertung

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