Dienstag, 28. Mai 2013

Sternenseelen 01 - Wenn die Nacht beginnt - Kerstin Pflieger





Quelle: Verlag

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. April 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442477077
ISBN-13: 978-3442477074
Preis: 12,99 €




Kurzbeschreibung:
Die 17 jährige Lilly muss nicht zum ersten Mal umziehen. Seit dem Tod ihres Vaters vor einigen Jahren, experimentiert ihre Mutter Moni nicht nur mit neuen Lebenspartnern, sondern auch mit neuen Wohnorten. Diesmal soll es in ein kleines Dorf im Odenwald gehen. Zusammen mit Monis neuem Freund Thomas und dessen Sohn Samuel beziehen sie ein kleines Häuschen ganz in der Nähe des Internats, welches die neue Arbeitsstelle von Moni und Thomas ist und an dem Lilly und Samuel die Schule beenden sollen.
Unerwarteterweise gefällt es Lilly sogar recht gut. Thomas ist eigentlich ganz nett, sein Sohn Samuel ziemlich heiß und neue Freundinnen lassen auch nicht lange auf sich warten. Dann ist da noch Raphael. Ein unnahbarer Typ mit ungeheurer Anziehungskraft. 


Meine Meinung:
„Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich eine Seele besitze. Ich atme, ich sehe, ich denke - das hat mir immer genügt.“ (Zitat Prolog)

Das ist der erste Satz des Prologs. Für mich war der Prolog und das super schöne Cover ausschlaggebend, dieses Buch lesen zu wollen.
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte auch sehr gut gefallen, aber leider gab es auch einige weniger schöne Leseerfahrungen.

Der Anfang präsentiert sich relativ ruhig und in einer Weise, wie man es schon öfter in Büchern dieser Art gelesen hat. 17 jähriges Mädchen, eines Elternteils beraubt, muss an eine neue Schule, trifft neue Freunde, und natürlich die Liebe ihres Lebens, die zu Beginn jedoch alles andere als liebenswert, gar gefährlich zu sein scheint.

„Wenn man oft umzog, gaben Orte einem kein Gefühl von Geborgenheit. Deshalb hatte sie Vanilleduft und die Stimme ihrer Mutter zu ihrem Zuhause gemacht.“ (Zitat S. 27)

Der angenehme Schreibstil der Autorin hilft aber, diese kleine Durststrecke dennoch als spannend zu empfinden und man will einfach nur wissen, worauf das Ganze denn nun hinausläuft. Was sind das für Wesen, die irgendwo lauern? Was ist dieser Raphael, der augenscheinlich zwei Seiten hat, für einer? 
Anhand des Namens habe ich mich bei Raphael mal auf etwas „engelhaftes“ eingestellt und im weitesten Sinne kommt das auch hin, aber hier hat Kerstin Pflieger sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, was ich so auch noch nicht gelesen habe. Die Idee dieser Wesen, die natürlich auch ihre Gegenspieler im Gepäck haben - ich möchte hier nichts weiter darüber verraten - hat mir super gut gefallen. 

Was mir leider nicht so gut gefallen hat waren etliche Wiederholungen.
Spätestens nach der dritten euphorischen Äußerung, wie schön, muskulös und klasse Raphael, Samuel und einige andere aussehen, hat das sicher selbst der unaufmerksamste Leser mitbekommen, dann möchte ich das wirklich nicht noch in weiteren 30 Kapiteln lesen. Oder wenn zwei Leute tanzen, möchte ich das nicht in haargenau dem gleichen Wortlaut beschrieben kriegen. Und dass Lilly ihre Mutter nicht gerne anlügt, habe ich eigentlich auch ziemlich schnell begriffen ... 

Im letzten Teil des Buches ging es dann sehr rasant und spannend zu, vielleicht sogar ein bisschen zu rasant. Hier hätte ich mir den ein oder anderen Satz mehr gewünscht. Und vielleicht auch die ein oder andere Sache, die nicht aufgelöst wird. So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieser erste Teil für meinen Geschmack zu „rosa“ endete. Zumal die Story ja noch weiter gehen soll.
Ohne zu viel zu verraten; man könnte annehmen, die Geschichte ist hier beendet. 

Fazit:
Eine klasse Idee mit viel Potenzial. 
Mit der Umsetzung war ich leider nicht ganz zufrieden. Zu viele Wiederholungen und das Ende für einen ersten Teil, meines Erachtens, zu aufgeräumt. Außerdem hätte die Balance (vorne langsam - hinten schnell) ein bisschen ausgewogener sein können.
Trotz alledem freue ich mich auf Teil zwei, der bereits im November diesen Jahres erscheinen soll. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Lilly und den geheimnisvollen Wesen weitergehen wird, und ich bin sicher, dass die Autorin das noch etwas besser hinbekommen kann.


Bewertung


Vielen Dank an Leser-Welt.de für die spannende Leserunde. Danke auch an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars

Kommentare:

  1. Erst machst du mich auf Raphaels Wesen neugierig, dann ernüchterst du mich mit den vielen Wiederholungen ;)

    Danke für die Rezension.

    Liebe Grüße
    Chimiko

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    1. Ja leider, aber dennoch würde ich das Buch empfehlen, denn die Idee dieser Wesen ist wirklich gut.
      Man muss halt die Wiederholungen ausblenden. Vielleicht bin ich in dieser Beziehung ja auch überempfindlich. ;-)

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  2. Hallo MacBaylie,

    ich habe das Buch nun auch beendet und soeben Deine Rezi gelesen. Ich stimme Dir voll und ganz zu, eine schöne Geschichte, allerdings hätte alles noch "runder" sein können, zu viele Wiederholungen, einen inhaltlichen Fehler denke ich entdeckt zu haben, dann noch die auffälligen Parallelen zu Twilight. Und wenn man nicht wüsste, dass es einen zweiten Teil gibt, dann würde man auch gar nicht weiter auf die Idee kommen .... Mir gefällt es eigentlich, dass die Geschichte abgeschlossen ist und nicht mit einem Cliffhanger endete, doch ich bin noch immer neugierig, wie es wohl weiter geht, daher freue ich mich auf die Fortsetzung. Der Schreibstil hat mir gefallen und auch die Geschichte an sich.

    LG "StellaCometa"

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