Dienstag, 12. März 2013

Halleluja - Johanna Alba & Jan Chorin

Hallo liebe Leser,

aus aktuellem Anlass gibt es heute eine schon ältere Rezension aus grauen Blog-Vorzeiten.
Mal sehen, was sich da im Vatikan zusammenbraut aber ich fürchte so einen Papst wie Papst Petrus werden sie uns nicht bescheren - schade eigentlich, oder? ;-)



Halleluja - Johanna Alba & Jan Chorin



Quelle: Rowohlt


Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 5 (1. Juli 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499253828
ISBN-13: 978-3499253829
Preis: 9,99 €

Leseprobe

Glaube - Liebe - Hoffnung :-)

Papst Petrus ist schon ein seltsamer Kautz, und so ganz anders als seine Vorgänger, aber hoffentlich werden ihm ähnliche Päpste folgen ;-)



Ein Papst, der gutes Essen zu schätzen weiß, einen guten Wein zu genießen vermag und „sportlich“, wenn auch nur aus der Zeitung oder dem Fernsehen informiert, auf der Höhe ist ... das nenne ich mal menschlich. Und hier kommt dann auch schon die erste Frage auf: Was macht ein Papst eigentlich, wenn er nicht in päpstlicher Mission unterwegs ist? Hat ein Papst überhaupt Freizeit?
Petrus II. hier in dem Buch hat definitiv ziemlich viel davon. Mal eine Heiligsprechung hier oder eine andere Zeremonie dort, lassen ihm genug Zeit, sich mit dem mysteriösen Mordanschlag auf seinen engsten Vertrauten Kardinal Rotondo zu beschäftigen. Ein Engel stürzt herab und begräbt Rotondo unter sich, eine Madonna weint und blutige Schriften auf dem Altar lassen göttliches Handeln vermuten, Petrus jedoch ist der Meinung, da steckt eher menschliches dahinter und beginnt mit der Aufklärung verschiedener Ungereimtheiten.
Seine Helferlein, Giulia ihres Zeichens Pressesprecherin, und Francesco Petrus‘ Privatsekretär, gehen ihm bei der Suche nach den Schuldigen auf recht unkonventionelle Weise zur Hand. 

Mit diesen 352 Seiten haben Johanna Alba und Jan Chorin, beide in München lebend, einen angenehmen, locker leichten Sommerkrimi geschaffen. Der Schreibstil ist flüssig, amüsant und passt sich den Gegebenheiten an. Bisweilen lustig und umgangssprachlich, dann auch wieder etwas angezogen zum Nachdenken anregend. 
Bis auf einige religiöse oder italienische Ausdrücke, die mir nicht so geläufig sind, hatte ich keine Probleme mit dem Lesefluss. Da stockte nichts.

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Autoren dem Leser selber überlassen haben auf welche Seite er sich stellen möchte, wenn er denn überhaupt ein Verlangen danach verspürt. Die Kirche wird zwar ordentlich auf die Schippe genommen, aber immer in einer Art, dass sich niemand verletzt oder angegriffen fühlen muss. Außer vielleicht Petrus‘ Haushälterin Schwester Immaculata, die päpstlicher als der Papst erscheint, was sie meiner Meinung nach aber nicht ist. ;-)

Jedem der eine lockere Urlaubslektüre sucht, und auch ein bisschen was zum Nachdenken nicht verschmäht, kann ich dieses Buch empfehlen. Sehr unterhaltsam.


Bewertung

Kommentare:

  1. Hihi, das passt jetzt tatsächlich sehr gut. Da bleibt nur zu hoffen, dass es nicht im echten Leben zu Mordanschlägen auf Kardinäle kommt. Ist ja gar kein Papst zum ermitteln da. ;) Das klingt auf jeden Fall nach einem leichten Buch für zwischendurch.

    Liebe Grüße, Nabura

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Tja, die Kardinäle sind gerade doch gut und sicher weggeschlossen und der Papst ist unter ihnen :-)

      Löschen