Samstag, 30. März 2013

Der Duft des Mangobaums - Jan Winter

Hallo ihr Lieben,

wie einige von euch vielleicht schon mitbekommen haben, habe ich in letzter Zeit 4 Bücher und 1 Hörbuch gleichzeitig begonnen und auch gleichzeitig beendet. Da es natürlich nun ein Weilchen dauert bis die Besprechungen dafür fertig sind, möchte ich euch die Wartezeit mit einem schon etwas älteren Schätzchen versüßen. Ich habe dieses Buch als Hardcover Version und es ist bis heute ein Schmuckstück in meinem Bücherschrank.  

Der Duft des Mangobaums - Jan Winter




Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284019
ISBN-13: 978-3548284019
Preis: 8,99€


Kurzbeschreibung:
1935
Endlich ist es soweit und Alma kann ihrem Mann Howard, der vor 18 Monaten nach Malaya aufgebrochen ist, um dort eine Gummibaumplantage zu bewirtschaften, folgen. Gemeinsam mit ihrem knapp 3 jährigen Sohn Albert macht sich die junge Deutsche von Liverpool aus, auf den Weg in ihre neue exotische Heimat. Dieser Abschied von England macht ihr weit weniger zu schaffen, als damals der von Deutschland und ihrem Vater.
Schon auf der Überfahrt mit dem Passagierschiff Antenor lernt sie einige interessante Leute kennen. Unter anderem auch den jungen Malaien Samad. Leider muss sie aber auch hier schon feststellen, dass es bei den Europäern anscheinend üblich ist, Asiaten als niederes Volk zu behandeln.
Bei ihrer Ankunft in Penang ist sie zunächst absolut begeistert von der Schönheit des Landes, doch ihr spürbar veränderter Ehemann trübt die Freude schnell. 
Trotz aller Widrigkeiten arrangiert Alma sich immer irgendwie mit allem, und ihre Liebe zu Malaya und seinen Bewohnern wächst stetig. Selbst nachdem Howard bei einem schrecklichen Unfall ums Leben kommt und sie die Plantage verlassen muss, gibt sie nicht auf. Die Option, nach England  oder Deutschland zurückzukehren stellt sich zu keinem Zeitpunkt. 


Meine Meinung:
Jan Winter beschreibt einen recht aufregenden Teil aus dem Leben der Alma Dillingham. Einer Frau mit viel Stärke und relativ wenigen Schwächen, was sie sehr sympathisch macht. Auch die anderen Figuren, einige kann man lieben, andere wiederum eher auf den Mond wünschen,  sind meiner Meinung nach gut gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte glaubhaft weiter. 
Sehr behutsam und doch knallhart werden auch die beiden Weltkriege zur Sprache gebracht, die das Leben unweigerlich verändert und vielen den Tod gebracht haben. 

Einen kleinen Abzug muss ich aber dennoch machen. Viele Dialoge habe ich als ziemlich hölzern empfunden und teilweise auch zu modern für diese Zeit. Des Weiteren erschien mir der knapp drei jährige Albert zu reif für sein Alter.
Alles in allem jedoch eine wunderbare Reise in eine ferne Welt, die einen den Alltag für einige Stunden vergessen lässt und dennoch zum Nachdenken anregt.

Erwähnenswert finde ich auch das bezaubernde Cover, das meiner Meinung nach sehr passend gewählt ist. Die Karte vom Malaya der dreißiger Jahre und das Glossar haben mir ebenfalls sehr hilfreich zu Seite gestanden und mich tief in die Geschichte eintauchen lassen.

Fazit:
Man kann dieses Buch mit einer exotischen Mahlzeit vergleichen. Es ist bittersüß sowie mild und scharf. Eine ausgewogene Mischung. Manchmal kann man sogar den Duft der Tropen riechen.

Bewertung

Kommentare:

  1. Das klingt gut! Ich mag ja Auswanderer-Romane gern und dieses Buch hat auch mal einen ziemlich ungewöhnlichen Schauplatz. Danke für den Tipp :)
    LG
    Anette

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