Dienstag, 15. Januar 2013

Bericht: Premierenlesung "Der Sarg" von Arno Strobel




Ein kleiner Bericht zur Premierenlesung von Arno Strobels neuestem Psychothriller „Der Sarg“ in Tawern


Quelle: Fischer Verlage


Am Samstag den 12.01.2013 war es endlich soweit.

Um die knapp 240 Km stressfrei zu bezwingen, haben wir (mein Mann und ich) uns am späten Mittag auf den Weg gemacht. Die Straßen waren recht frei und sogar die Sonne hat sich blicken lassen. Was sollte da noch schief gehen?
Gegen 16 Uhr sind wir in Nittel, einem Nachbarort von Tawern, eingetroffen und konnten unser Unterkunft beziehen. Ein hübsches Doppelzimmer mit eigener Senseo, die natürlich sofort in Aktion treten musste :-)
Nach einem leckeren Kaffee sind wir dann noch losgezogen um das Örtchen zu erkunden und einen kleinen Spaziergang an der Mosel zu genießen. 
Das wollt ihr aber sicher alles gar nicht wissen. „Quatsch nicht rum - wie war die Lesung?“
Als wir am niegel-nagel-neuen Bürgerhaus von Tawern ankamen, war es noch etwas zu früh und wir beschlossen schnell noch was essen zu gehen. Arno hatte mich ja schon vorgewarnt, dass es spät werden könnte und da konnte feste Nahrung im Vorfeld keinesfalls schaden :-)
Frisch gestärkt:
Empfangen wurden wir sehr herzlich, mit Sekt, Saft und Knabbergebäck. Auch konnten wir endlich mal Arnos Frau kennen lernen. Sehr sympathisch!
Da Sitzplätze für uns in der ersten Reihe reserviert waren, mussten wir uns um eine gute Sicht schon mal keine Sorgen machen. Dort haben wie dann auch Alexandra Schmelzer, die Erfinderin der Gastfigur im nächsten Roman, getroffen. 
Kurz nach 20 Uhr ging es dann los. Der Saal war prall gefüllt - ich schätze ca 200 Personen (wer genauere Zahlen hat, darf mich hier gerne berichtigen) - und es herrschte Totenstille.
Auf einer großen Leinwand über der Bühne wurden die Trailer aller bisher erschienen Thriller (inkl. „Der Sarg“) gezeigt, was die Bücher im Gedächtnis noch mal sehr präsent werden ließ. 
Anschließend betrat Arno die Bühne. Sein Outfit war äußerst passend gewählt und er hätte in seinem schwarzen Anzug sicher bei jedem Bestattungsunternehmen einen Job bekommen. :-)





Wer schon mal eine Lesung von Arno Strobel miterlebt hat, weiß, dass er sich nicht ausschließlich mit Lesen zufrieden gibt. Er hat uns an einigen seiner Selbstversuche, die er während der Recherchenphase betrieben hat, teilhaben lassen und uns viele Einblicke in seinen Schreiballtag gewährt. Sehr interessant.
Dann hat er mit dem Lesen des ersten Kapitels für atemlose Stille und eine fühlbar drückende Stimmung im Saal gesorgt. Brrrr ... lebendig begraben. Was dieser Gedanke so alles im Kopf und im Brustkorb anstellen kann. Die Luft wird immer dünner ...





Nach anfänglichen Startschwierigkeiten (niemand hat sich in der großen Runde getraut Fragen zu stellen) kam dann noch eine kleine Fragerunde zustande und Arno hat bereitwillig alles beantwortet.
Anschließend gab es eine kurze Pause, in der man sich z.B. mit Getränken eindecken oder die Füße vertreten konnte und außerdem die Möglichkeit hatte, ein super tolles Buch-Wein-Paket zu ersteigern. Der Erlös dafür kommt einem guten Zweck zugute.
Weiter ging es dann in „entspannter“ Atmosphäre. Arno hat den Anzug gegen Jeans und Hemd getauscht und zwei seiner Kurzgeschichten vorgetragen und damit seinen Zuhörern nach der vorherig ausgelösten Schnappatmung ein herzhaftes Lachen ins Gesicht gezaubert.
Arno Strobel ist nicht nur ein hervorragender Autor, sondern auch ein begnadeter Entertainer. :-)





Unter anderem hat er uns auch noch seinen Freund und Arbeitskollegen Dominik Meissner vorgestellt. Wer Arnos Facebookseite verfolgt, hat sicher schon von dieser genialen Falttechnik gehört, mit der Dominik Bücher und alles andere, was sich irgendwie falten lässt, in großartige Kunstwerke verzaubert. Eins dieser Werke befand sich übrigens auch in dem Paket, welches man ersteigern konnte. Besser gesagt, wird nach Wunsch angefertigt.
Alter Falter - er macht das schon seit 40 Jahren :-)
Interessenten können sich gerne auf: www.orime.de umschauen.





Nachdem alle Geschichten erzählt und alle Fragen beantwortet waren ging es ans Signieren der Bücher. Auch hier hat Arno eine enorme Ausdauer bewiesen. Ich glaube, eine Sehnenscheidenentzündung war schon greifbar, als er das letzte Buch mit einem individuellen Text veredelt hat. 
Und bei all dem „Stress“ hat er sich noch viel Zeit für jeden seiner Gäste genommen. Manchmal hatte ich das Gefühl er muss mit mehreren Doubles dort gewesen sein, um überall gleichzeitig sein zu können :-)

Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung. Viele nette Leute. Interessante Gespräche. Leckerer Wein. Rundum ein toller Abend.

Irgendwann so gegen 2 Uhr waren wir dann im Hotel :-)

Lieber Arno, vielen Dank für dieses schöne Wochenende. 

Ich kann nur jedem empfehlen, nächstes Jahr um diese Zeit, Arnos Veranstaltungskalender im Auge zu behalten und sich die Gelegenheit, an der nächsten Premierenlesung teilzunehmen, nicht entgehen zu lassen. 
Garantiert wird ein unvergesslicher Abend.

Eine kleine Warnung an die Raucher unter euch. Gegen 1 Uhr aktiviert sich der automatische Türschloss Mechanismus und man guckt ziemlich dumm aus der Wäsche, wenn man ohne Jacke im Schneesturm steht und sämtliche Klopfzeichen von der fröhlich schnatternden Gesellschaft ungehört verhallen. 
So viel zum Thema: Rauchen kann tödlich sein. ;-)
Glücklicherweise wurden wir aber rechtzeitig gerettet. 

So, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck von einer tollen Veranstaltung vermitteln. Vielleicht seid ihr ja im nächsten Jahr selber dabei.

Morgen zu meinem Blog-Geburtstag wird es dann an dieser Stelle eine Rezension von "Der Sarg" geben inklusive einer Verlosung mit einer kleinen Überraschung. 

Liebe Grüße
MacBaylie

Kommentare:

  1. Wow das hört sich echt nach einer absolut gelungenen Lesung an.
    LG Sheena

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  2. Ach mensch, da wär ich zu gern dabei gewese, es klingt wirklich unterhaltsam. *kicher* und gut, dass ich das Rauchen aufgegeben habe :) .. scheint gesünder zu sein ;)

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