Donnerstag, 27. September 2012

TTT



Ganz schnell noch auf den letzten Drücker der TTT
Irgendwie habe ich in letzte Zeit ein Zeitproblem. Immer, wenn ich gerade denke, es geht wieder, kommt wieder was dazwischen. Aber so ist das Leben eben. Immer für Überraschungen gut :-)  

Das heutige Thema von Alices TTT Challenge lautet:
Eure 10 (guten / schlechten) Angewohnheiten (Zwänge) im Bezug auf Bücher

  1. Ich kaufe Bücher weil ich sie jetzt im Moment ganz dringend haben muss. Selbst wenn ich genau weiß, dass ich in nächster Zeit nicht dazu kommen werde sie zu lesen, weil einfach noch zu viel andere Dinge anstehen.
  2. Der Schutzumschlag wird beim lesen immer abgenommen, damit er schön sauber und unbeschädigt bleibt.
  3. Wenn es eben geht kaufe ich Hardcover. Erstens finde ich die schöner und zweitens kann ich die meist besser lesen, da sie etwas größer gedruckt sind. 
  4. Mein Bücherregal ist für die meisten Leute ein totales Chaos. Weil ich leider noch nicht das optimale System für mich gefunden habe, stelle ich öfters alle um - aber ich finde immer alles wieder :-) das ist die Hauptsache.
  5. Neue Bücher, die eingeschweißt sind, bleiben auch meist eingeschweißt, bis ich sie lese. Ganz selten mache ich da mal eine Ausnahme - keine Ahnung warum.
  6. Lesezeichen liegen meistens zu Hause rum, aber nicht in dem Buch, welches ich gerade lese. Glücklicherweise haben die meisten HCs ja Lesebändchen, aber ansonsten nehme ich was ich gerade zu fassen bekomme.
  7. Ich überfliege Klappentexte meist nur, weil ich nicht zu viel von einem Buch im Voraus erfahren will. (Oft hilft es auch, das betreffende Buch erst Monate später zu lesen, da habe ich den Klappentext schon wieder vergessen) :-)
  8. Ich bin ein Cover-Junkie (Manchmal kaufe ich Bücher nur des Covers wegen, ohne den Klappentext zu lesen)
  9. Ich bin ein Titel-Junkie (Manchmal kaufe ich ein Buch nur des Titels wegen, ohne den Klappentext zu lesen)
  10. Ich mag nicht so gerne Serien. Spätestens nach dem 3. Teil langweile ich mich.

Das Thema für Donnerstag, den 04.10.2012 heißt:
10 Vorurteile gegen Leser, die Schwachsinn sind
(Sind Vorurteile nicht generell Schwachsinn???) :-)

Liebe Grüße und schonmal ein schönes Wochenende
MacBaylie


Mittwoch, 26. September 2012

Legend 01 - Fallender Himmel - Marie Lu


Legend 01 - Fallender Himmel - Marie Lu



Gebundene Ausgabe: 363 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785573944
ISBN-13: 978-3785573945
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Bevor es los geht:
Hier haben wir wieder den Fall, dass die Kurzbeschreibung vom Verlag viel zu viel verrät, und ich bin froh, dass ich diese Beschreibung vor Monaten das letzte Mal gelesen habe und somit die Infos, die ich im Vorfeld gar nicht haben wollte, schon wieder vergessen hatte.
Ich verstehe zwar, dass man bei einer Trilogie versucht ist etwas weiter auszuholen, aber es sollte doch auch möglich sein, dies zu tun ohne zu spoilern.


Kurzbeschreibung:
June und Day sind beide 15 Jahre alt. Ihr Leben könnte aber nicht unterschiedlicher verlaufen sein.

June wächst im reichen Kern der Republik auf, geht zur Schule und wird perfekt ausgebildet um unter anderem Regimegegner aufzuspüren. Als ihr Bruder, der einzige Verwandte den sie noch hat, getötet wird, muss sie ihre Ausbildung vorzeitig beenden und sich auf die Suche nach dem Mörder, dem Rebellen Day, machen.

Day lebt in einem der Außenbezirke. Auch er hat gelernt zu kämpfen, nur für ihn bedeutet das, dass er ums reine Überleben kämpfen muss, denn in den Außenbezirken herrscht Armut und Krankheit. 
Er ist inzwischen der meistgesuchte Verbrecher der republik. Diebstahl, Beschädigung staatlichen Eigentums und Brandstiftung sind nur einige Dinge die ihm vorgeworfen werden. Und nun auch noch Mord.

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht preisgeben.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich fesselnd. Einmal begonnen mag man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen.
Von Anfang an wird Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss hin anhält.
Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch wirklich mit Begeisterung gelesen habe, obwohl ich zwischendurch doch einiges an Beschreibungen und Gefühl vermisst habe.
Ich hätte gerne viel mehr über die Lebensweise der Menschen, die in der Republik, den Kolonien und in den Außenbezirken leben, erfahren. Das, und auch ein paar Eindrücke der Umgebung, um mir ein besseres Bild von den Örtlichkeiten machen zu können. 
Auch die Tatsache, dass June Day, der doch schon so lange gesucht wird, mal eben schnell auf Anhieb gefunden hat und die beiden auch recht schnell tiefere Gefühle für einander hegen, ging mir ein bisschen zu schnell.
Sehr beeindruckend fand ich jedoch, dass die Autorin mich im ersten Moment über diese Fragen hat hinwegsehen lassen, weil es immer wieder spannende Wendungen gab. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass die abwechselnden Kapitel von June und Day immer recht kurz gehalten wurden.

Alles in Allem hat mir dieser erste Teil aber sehr gut gefallen und ich hoffe, im nächsten Teil einen besseren Einblick in diese zukünftige Welt zu bekommen. 
Es gibt noch viele offenen Fragen, auch einige Ungereimtheiten, die ich hier aber nicht benennen kann ohne zu viel zu verraten, und ich freue mich jetzt schon darauf diese alle beantwortet zu bekommen. 

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die zwar nicht all zu viel Neues zu bieten hat, jedoch mitreißend geschrieben ist. 



Bewertung

Donnerstag, 20. September 2012

Blogger-Aktion vom Loewe Verlag


Hallo liebe Leser,
heute möchte ich euch noch mal eine hübsche Blogger-Aktion vom Loewe Verlag und natürlich den Trailer zum neuen Buch von Ursula Poznanski "Die Verratenen" vorstellen.
Außerdem hat die Autorin eine neue Webseite (hier) auf der ihr euch unbedingt mal umsehen solltet.
"Die Verratenen" wird im Oktober erscheinen und wer zur Buchmesse nach Frankfurt fährt kann z.B. am Samstag 13.10.2012 um 11 Uhr einer Lesung beiwohnen und sich sicher auch sein Buch signieren lassen.

Nun aber erstmal zur Blogger-Aktion des Verlags:
Alle Blogger, die auf ihrer Hauptseite den Trailer und die Webseite von Ursula Poznanski bewerben und vorstellen, haben die Chance,  eines von 10 Rezensionsexemplaren "Die Verratenen" zu gewinnen.
Also, Beitrag schreiben, den Link dazu in eine Mail packen und bis zum 30.09.2012 an facebook@loewe-verlag.de schicken. 
Viel Glück! 





Spannend oder? 








Ursula Poznanski
» Die Verratenen «
ab 14, erscheint Oktober 2012
464 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7546-8
Hardcover
18,95 € (D)







Kurzbeschreibung vom Verlag:
Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.
Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.
Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.

„Die Verratenen“ ist der erste Band einer Trilogie.


So, falls ihr jetzt neugierig geworden seid und vielleicht noch kein Buch von Ursula Poznanski kennen solltet, kann ich unbedingt noch die beiden anderen Bücher von der Autorin, die im Loewe Verlag erschienen sind, empfehlen.
Erebos und Saeculum. Rezensionen dazu findet ihr einen Betrag tiefer oder hier.

Viel Spaß beim Stöbern
Liebe Grüße
MacBaylie

Erebos & Saeculum - Ursula Poznanski



Hallo liebe Leser,
anlässlich des im Oktober erscheinenden neuen Buches "Die Verratenen" von Ursula Poznanski gibt es heute wieder mal zwei ältere Rezensionen zu den bisher beim Loewe Verlag erschienenen Romanen der Autorin.


Erebos - Ursula Poznanski



Broschiert: 485 Seiten

Verlag: Loewe Verlag;   (2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785573618
ISBN-13: 978-3785573617
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 14,90 €
Auch als Taschenbuch erhältlich
Preis: 9,95 €

Big Brother is watching you!
Heute muss ich mal hoffnungslos für ein Buch (ein Jugendbuch) schwärmen, bei dem ich nicht einmal weiß, wie ich überhaupt daran geraten konnte. 
Weder gehöre ich zu der Gruppe „Jugendlich“, noch spiele ich Computerspiele in irgendeiner Form.


Kurzbeschreibung:
Zum Inhalt möchte ich diesmal nur den Klappentext erwähnen:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel.
Es will töten.

Meine Meinung:
Wenn man das Buch gelesen hat, weiß man, dass dieser Klappentext exakt die richtige Beschreibung für dieses Buch ist. Jedes weitere Wort wäre schon zuviel verraten.
Beginnen möchte ich mit dem Cover. Anfangs dachte ich noch naja, sieht ja ganz nett aus, aber irgendwie nix Besonderes. Nach den ersten gelesenen Seiten hatte ich plötzlich das Gefühl, dass genau dieses Cover mehr ist als es den Anschein hat. Auf einmal hatte es was Geheimnisvolles. Es sieht nicht nur abgegriffen aus, sondern vermittelt Gefühle von all den anderen „Mitlesern“. Schon ist man gefangen. Das Buch klebt förmlich an den Händen und wehrt sich dagegen zu Seite gelegt zu werden. 
Die Geschichte von Nick und seinen Klassenkameraden ist absolut spannend erzählt, was wahrscheinlich auch an den Perspektiven und den Zeitformen liegen mag. Die Geschichte an sich wird aus Nicks Sicht in der Vergangenheit erzählt. Die Spielsequenzen aus der Sicht des „Spielers“ in der Gegenwart. Tolle Mischung.
Und selbst ich, als passionierter Nichtcomputerspielspieler, habe plötzlich mitgespielt, mitgefiebert und mitermittelt. 
Die Beschreibungen der Spielsequenzen waren überzeugend und auch für Nichtspieler absolut spannend und nachvollziehbar. 
Dass alle Mitspieler sich veränderten und teilweise nicht mehr zu Schule gehen konnten, weil sie die ganze Nacht durchgemacht haben ... ich kann es verstehen, denn auch meine Augen waren fast durchgehend gerötet. :-)
In diesem Buch gab es keine Längen, nichts was auch nur ansatzweise ausschweifend oder überflüssig gewesen wäre.
Für mich persönlich gäbe es nur einen einzigen winzigen Punkt, den ich gerne etwas näher beleuchtet gehabt hätte. Was war mit Emilys Bruder?
Vielleicht Stoff für einen neuen Roman? ;-)

Fazit:
Absolut empfehlenswert gerade „auch“ für Jungs, die vielleicht nicht so gerne im Buchstabensalat wühlen. Es regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken.  
Volle Punktzahl kann ich da nur sagen!



Bewertung





Saeculum - Ursula Poznanski


Broschiert: 496 Seiten

Verlag: Loewe Verlag ( November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570287
ISBN-13: 978-3785570289
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 14,95 €

Gefangen im „Mittelalter“

Kurzbeschreibung:
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. 
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. 
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?


Meine Meinung:
„Saeculum“ kann sich wahrlich als würdiger Nachfolger von „Erebos“ bezeichnen.
Wie schon bei „Erebos“ zähle ich auch hier nicht wirklich zur Zielgruppe. Weder vom Alter her noch vom Thema. Okay, ich war schon mal auf einem Mittelaltermarkt, aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

Ursula Poznanski hat das Talent, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln und zu begeistern - eben auch für Themen, mit denen man ansonsten nichts zu tun hat. Großartig.
Langsam führt sie einen in die Geschichte und die Thematik ein, ohne dabei so weit auszuschweifen, dass es langweilig werden könnte. 
Diesmal ist es Bastian, der ebenfalls keine Ahnung hat, wie so eine Convention abläuft, der aber Sandra zuliebe, dem Mädchen in das er sich verliebt hat, mitmachen möchte. Auf diese Weise erfährt der Leser alles, was er wissen muss.
So zieht sich das durch‘s gesamte Buch. Auftauchende Fragen werden von Teilnehmern, die übrigens auch sehr authentisch und facettenreich dargestellt sind, glaubwürdig beantwortet. Da braucht es keinen allwissenden Erzähler oder ähnliches. Man ist als Leser einfach mittendrin (*grusel*). So kann man auch den ein oder anderen kleinen Logikfehler bestens verschmerzen.

Die Person, vor der es mich persönlich am meisten gruselt ist Bastians Vater. Und das, obwohl er eigentlich nicht so oft erwähnt wird. Aber entscheidet selbst.

Die einzelnen Abschnitte sind zusätzlich mit jeweils einer schwarzen Seite abgegrenzt. Darauf befinden sich Dialoge, die man anfangs nicht unbedingt zuordnen kann und die zu allerhand Spekulationen einladen, am Ende jedoch Klarheit bringen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Auch der Schluss birgt noch einige Überraschungen. Wie gesagt - spannend von Anfang bis Ende.

Ein kurzes Wort noch zum Cover, das ja wohl der totale Knaller ist und passender nicht hätte sein können.

Fazit:
Eine grandiose Geschichte, die verschiedenste menschliche Abgründe zu Tage bringt und doch zeigt, dass es immer wieder einige Leute gibt, die trotz äußerst widriger Umstände auf dem Teppich bleiben.

Bewertung

Samstag, 15. September 2012

Solange die Nachtigall singt - Antonia Michaelis


Solange die Nachtigall singt - Antonia Michaelis



Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
Verlag: Oetinger (September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378914293X
ISBN-13: 978-3789142932
Empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre
Preis: 16,95 €

Kurzbeschreibung:
Der 18 jährige Jari hat seine Tischlerlehre im Betrieb seines Vaters erfolgreich beendet und beschließt nun erstmal eine 3 wöchige Wanderung zu unternehmen. Er will ein bisschen Freiheit und Natur genießen, bevor das Alltagsleben ihn verschlingt. In einer kleinen Galerie am Fuße des Gebirges trifft er auf ein Mädchen, das so hässlich ist, wie er noch keins zuvor gesehen hat, aber dennoch begleitet er sie ein Stück des Weges und erlebt seine erste große Überraschung. Eigentlich hätte er hier schon merken müssen, dass nicht immer alles ist, wie es scheint, aber für diese Einsicht braucht er dann doch einige Zeit länger. 
Das Mädchen führt ihn tief hinein in den Nebelwald, ein Wald, indem schon viele Menschen verschwunden sind, zu dem Haus in dem es wohnt. Ein Haus voller Schönheit und Verwirrung. 
Das Mädchen benötigt Hilfe. Und Jari bleibt. Nur heute oder vielleicht auch noch morgen ...
Was an den Tagen danach geschieht möchte ich hier nicht verraten. Lasst euch überraschen und lasst euch genau wie Jari in die Irre führen.

Meine Meinung:
Als ich das Buch bestellt habe, kannte ich lediglich das Cover und den Titel. Das reichte. Den Klappentext und alle anderen Informationen habe ich mir gar nicht angeschaut, um nicht zu viele Infos im Vorfeld zu bekommen. Nach „Der Märchenerzähler" und „Die Worte der weißen Königin“ wusste ich, womit ich zu rechnen habe, und Cover und Titel allein versprachen schon eine poetische, düstere Geschichte.
Diese düstere Geschichte habe ich dann auch bekommen. Mit all den schönen Worten, den poetischen Beschreibungen in märchenhafter Manier, durchzogen mit grausamer, kalter Wirklichkeit. 
Wie weit ist jemand bereit zu gehen, der glaubt sein Glück, die Liebe oder was auch immer gefunden zu haben? Wie lange dauert es, bis dieser Jemand bemerkt, dass nicht alles ist wie es scheint? Wie viel kann man ertragen, wie viel verzeihen? Wo befindet sich der Punkt, ab dem man nicht mehr zurück kann, oder auch gar nicht zurück möchte?
Diesen Fragen und noch vielen mehr muss nicht nur Jari sich stellen. Auch der Leser wird nicht darum herum kommen.
Ein Kinderlied, gesungen mit glockenheller Stimme lockt einen in verwirrende Worte die einen nicht mehr loslassen. Hinter aller Schönheit lauert dunkles und obwohl man tief in sich die Bedrohung spürt trappelt man brav in die Falle.
Antonia Michaelis bildet mit ihren Worten die Strippen an denen sie Jari und uns Leser wie willenlose Marionetten hin und her tänzeln lässt. Kurz bevor es zu hart wird, lässt sie die Strippen etwas lockerer, wiegt uns in Sicherheit, nur um sie dann um so fester anzuziehen. 

Fazit:
Ein wunderbares Buch mit unendlich vielen Interpretationsmöglichkeiten. 
Ein Buch über Liebe, Tod, Hörigkeit, und menschliche Abgründe, vor denen niemand sich in Sicherheit wiegen sollte. Eine melancholisch dramatische Reise.


Bewertung

Dienstag, 11. September 2012

Dancing Jax - Robin Jarvis


Dancing Jax - Robin Jarvis


Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Script5; Auflage: 1 (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 383900134X
ISBN-13: 978-3839001349
Preis: 14,95 €

Kurzbeschreibung: (script5)
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können bevor es zu spät ist. 
Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen. 
Dancing Jax Auftakt" ist der erste Band einer Trilogie.

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch gelesen habe bin ich der Meinung, dass der Klappentext vom Verlag richtig gut gelungen ist. Er macht neugierig und verrät auch wirklich nicht zu viel vom Geschehen und bereitet den Leser schon mal auf den allwissenden Erzähler vor. Viel mehr vom Inhalt möchte ich auch gar nicht preisgeben.
Ich habe jetzt schon länger kein Buch mehr in dieser Form gelesen und war überrascht, dass es mir so gut gefallen hat. Normalerweise lese ich lieber Bücher aus verschiedenen Perspektiven.

Besonders gut haben mir die Charaktere in „Dancing Jax“ gefallen. Nicht, dass sie mir alle sympathisch waren, aber die Art, wie der Autor seine Figuren zum Leben erweckt hat, fand ich sehr interessant. Es gab nicht gerade wenige Personen, die gleich zu Anfang vorgestellt wurden und ich habe mich beinahe gewundert, dass ich alle nach kürzester Zeit verinnerlichen konnte, sodass es nie zu Verwechslungen kam, oder ich zurück blättern musste, um nachzuschauen, wer den nun wer ist. 
Was mir auch besonders gut gefallen hat ist, dass der Autor es mit seiner Schreibweise hinbekommen hat, selbst die relativ unsympathischen Figuren nicht außen vor zu lassen, sodass man als Leser auch mit ihnen mitfiebern konnte und ihnen in bestimmten Situationen eigentlich zu Hilfe eilen wollte. Das hat mich beeindruckt.

Die Geschichte ist durchweg spannend, und mit einem Hauch von Grusel durchzogen. Am deutlichsten war das, meiner Meinung nach, in der Schule zu spüren, als plötzlich alle Schüler leise und brav ihre Klassenräume betraten, sich setzten und sich sogar mit überaus freundlicher Ausdrucksweise am Unterricht beteiligten. In den Pausen haben sich viele in der Bibliothek oder an anderen Plätzen versammelt und gelesen. Diese Stille war schon sehr bedrückend. Und obwohl sich viele Lehrer heimlich sicherlich solche „braven“ Schüler wünschen würden, wäre ihnen dieser Zustand bestimmt auch unheimlich.

Dieser Satz hat mir gut gefallen: "Der Ismus sagt, dass man sich Sonnenschein nur mit Regen verdienen kann."

Fazit:
„Dancing Jax - Auftakt“ ist ein gelungener Auftakt einer Trilogie. Die Geschichte ist leicht und flüssig zu lesen und geizt nicht mit Spannung. 
Interessante, wandelbare Charaktere machen die Story rund und lassen auf einen spannenden zweiten Teil hoffen.


Bewertung

Donnerstag, 6. September 2012

TTT


TTT


Beim heutigen Top Ten Thrusday, organisiert von Alice , geht es um Liebe, Familie und Freundschaft.

Prinzipiell könnte man ja eine ganze Menge dazuzählen, denn in den meisten Büchern geht es doch um  mindestens eines der Themen. Ich habe versucht Bücher auszuwählen, wo diese Themen in den Vordergrund rücken.
Dazu habe ich folgende Bücher aus meinem Regal gezogen:





  • Nicht weit vom Stamm - Oliver Uschmann
  • Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - Jennifer E. Smith
  • Das Lied der Träumerin - Tanya Stewner
  • Glückliche Ehe - Rafael Yglesias
  • Sieben Minuten nach Mitternacht - Patrick Ness/Siobhan Dowd
  • Der Duft des Mangobaums - Jan Winter
  • Brief an ein nie geborenes Kind - Oriana Fallaci
  • Chucks - Cornelia Travnicek
  • Mein fast perfektes Leben - Jonathan Tropper
  • Tochter des Nordens - Julia Kröhn

Viel Spaß mit meiner Auswahl :-)


Das Thema nächsten Donnerstag lautet:
10 Bücher, die euch zum Nachdenken gebracht haben.

Liebe Grüße
MacBaylie

Mittwoch, 5. September 2012

Log Out - Oliver Uschmann/SylviaWitt


 Log Out - Oliver Uschmann/Sylvia Witt



Broschiert: 344 Seiten
Verlag: Script5 (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001293
ISBN-13: 978-3839001295
Preis: 12,95 €

Kurzbeschreibung:
Paul ist 19 und hat sein Abitur in der Tasche. Aber was soll man damit anfangen, wenn man keine Pläne hat? Paul plant nämlich nicht.
Als sein Vater sich auf eine Reise nach Borneo, die 4 Monate dauern soll, begibt und sein Freund Benny sich am selben Tag zum Studium ins weit entfernte Bamberg aufmacht, bleibt Paul allein zurück. Denn er hat nichts für sich geplant. Für ihn war alles gut wie es war. Bis heute.
Erst jetzt merkt er, dass das Alleinsein nicht so prickelnd ist, zumal er von seinem Freund außer einer Rundmail, die auch noch im Spam-Ordner gelandet ist, keine Nachricht bekommen hat.  Das macht ihm schon arg zu schaffen.
Aus Frust verbringt er eine Nacht im Wald. Am nächsten Morgen beobachtet er auf dem Waldparkplatz eine Familie, die im Auto weitaus mehr Gepäck und Krempel mit sich rumschleppt als nötig. Daraufhin beschließt er in seiner Wohnung auszumisten. Ist das vielleicht schon der Anfang eines Plans?
Er vertickt so einiges bei Ebay und stößt dabei auf Retro_Girl18, mit der er einen sehr intensiven Mailkontakt beginnt. 
Abends jedoch macht er sich wieder auf den Weg in den Wald, weil sein Nachbar eine Party feiert und er weiß, dass dort Musik gespielt wird, die er nicht ertragen kann. 
Diesmal begegnet er Robin, der sich nach einer Party, auf der Suche nach einer Abkürzung, verlaufen hat. Robin ist Trendforscher und völlig überwältigt von Pauls Campiererei, hält ihn für einen Aussteiger. Die Idee fasziniert ihn und er will mit Paul einen neuen Trend starten. Paul soll einen Blog schreiben und er will ihn vermarkten. Ob aus dieser wahnwitzigen Idee was wird und wo das alles hinführt und ob Paul seine Planlosigkeit irgendwann aufgeben kann, müsst ihr selber lesen.

Meine Meinung:
Das war glaube ich die längste Kurzbeschreibung, die ich je geschrieben habe, aber der originale Klappentext ist meiner Meinung nach irreführend und deutet eher auf einen geplanten, durchorganisierten Ausstieg von Paul hin. Das ist es aber ganz und gar nicht und eigentlich geht es auch gar nicht darum, ob und wie man 100 Tage ohne Geld leben kann, sondern vielmehr geht es um einen jungen Mann, der ziemlich in der Luft hängt und einige Anstubser benötigt sein Leben selber in die Hand zu nehmen. Der lernen muss, dass es ab und an unvermeidbar und gar nicht so schlecht ist, Pläne zu schmieden.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, zeigt sie doch das sehr realistische Bild, dass weitaus nicht alle Jugendlichen wissen, was sie nach der Schule anfangen sollen und wollen. 
Außerdem wird hier ganz deutlich, wie sich Altlasten, äußere Einflüsse und der momentane Gefühlszustand gegenseitig beeinflussen und sich völlig unterschiedlich auf zu treffende Entscheidungen auswirken. Entscheidungen, die nicht immer nachvollziehbar sein müssen und erst recht nicht wohl überlegt. Aber kann man von einem 19 jährigen (mal ganz davon abgesehen, dass man das im Grunde von niemandem durchgehend erwarten kann) erwarten, dass er immer und überall vollkommen durchdacht handelt?
Vieles ist auch zwischen den Zeilen zu lesen und regt zum Nachdenken an.

Einiges von dem, was Paul erlebt, mag auf den ersten Blick unrealistisch erscheinen, von zu vielen Zufällen begleitet zu sein, aber es hätte auch alles genau so gewesen sein können. 
Der Hype um Pauls Blog zum Beispiel hört sich ziemlich skurril an. Aber mal ehrlich. Mit den richtigen Kontakten und Aktionen, an den richtigen Stellen, verbreiten sich Meldungen im Netz wie Zunder. Die Medien freuen sich ihr Sommerloch stopfen zu können und die meisten Menschen sind ja manchmal sogar neugieriger als einem lieb ist. 

Einige Dinge haben mich aber auch ein wenig geärgert. Es gab schon ziemlich viele Flüchtigkeitsfehler. Egal ob es Telefonrechnungen waren, die so nicht sein können, oder Sonjas „heute getätigten“ Abschlüsse im Job, die sie hatte bevor sie überhaupt bei der Arbeit war ... mehr möchte ich jetzt gar nicht aufzählen, weil es zu viel vom späteren Inhalt preisgeben würde. 

Fazit:
Alles in Allem hat mir Log Out sehr gut gefallen. 
Eine etwas andere und zugegebenermaßen skurrile Geschichte, die aber ohne Weiteres auch Wirklichkeit sein könnte.
Eine Geschichte, die reichlich Ansätze zum Nachdenken liefert.

Den Punktabzug gibt es hauptsächlich für die schludrige Überarbeitung, die teilweise unangenehm auffällt. Schade!



Bewertung

Montag, 3. September 2012

Monatsstatistik August 2012

Hallo liebe Leser.
Wie ihr sicher bemerkt habt, ist es in letzter Zeit etwas ruhiger auf meinem Blog und auch meine gelesenen Bücher zeigen deutlich, dass ich diesen Monat einfach zu wenig Zeit hatte.
Das Zauberwort dazu heißt: Urlaubszeit.
Leider nicht mein Urlaub, sondern der meiner Kollegen, was für mich eine Menge mehr an Arbeit bedeutet. Aber jeder Urlaub hat auch irgendwann mal ein Ende. Traurig für die Einen, erfreulich für die Anderen.
Mal sehen, wie es im September aussehen wird. Ein Urlaub steht noch an. :-(



Das habe ich im August 2012 gelesen, gehört und rezensiert:

  1. Night School - Du darfst keinem trauen - C.J. Daugherty
  2. Ashes 02 - Tödliche Schatten - Ilsa J. Bick (Musste ich abbrechen und nach hinten verschieben)
  3. Wir beide, irgendwann - Jay Asher/Carolyn Mackler
  4. Log Out - Oliver Uschmann/Sylvia Witt

Das ist wirklich eine magere Ausbeute.
Zu meiner Ehrenrettung kann ich aber auch noch zwei geheime Projekte hinzufügen, über die ich aber leider noch nicht sprechen darf.
Des Weiteren habe ich noch ein Hörbuch gehört, zu dem es aber wahrscheinlich keine Rezension geben wird.
Gehört habe ich Huckleberry Finn, gelesen von Oliver Rohrbeck.
Die Story ist fantastisch gelesen, aber wurde mir irgendwann einfach zu lang.

Die Rezension von Log Out wird  nachgereicht, weil es dafür noch keine Freigabe zur Veröffentlichung gibt.

Im Moment lese ich gerade Dancing Jax von Robin Jarvis und bisher (ca 150 Seiten) gefällt es mir sehr gut.

Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
MacBaylie