Montag, 30. Juli 2012

Schloss der Engel - Jessica und Diana Itterheim


Schloss der Engel - Jessica und Diana Itterheim 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (23. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746628555
ISBN-13: 978-3746628554
Preis: 12,99 €
Erster Band einer Trilogie.
Kurzbeschreibung:
Die 16 jährige Linde, die viel lieber Lynn genannt werden möchte, lebt seit einigen Jahren in Italien und soll nun zurück nach Deutschland auf ein Internat. Zu Anfang scheint eine Welt für sie zusammen zu brechen, denn sie will auf keinen Fall schon wieder die Neue auf einer anderen Schule sein und sie vermisst ihre lieb gewonnenen Freunde schon bei der Abreise.
Im Internat angekommen erlebt sie jedoch eine Überraschung. Das alte Schloss wirkt sehr interessant und bei einer Erkundungsrunde entdeckt sie einen geheimnisvollen Jungen, der sich aus einer Kammer unter der Treppe heraus stiehlt. Ihre Neugier ist geweckt und sie möchte unbedingt wissen, was sich hinter dieser Tür verbirgt. Außerdem ist sie auf der Suche nach einem Versteck für ihre persönlichen Dinge, denn auch an dieser Schule gibt es viel zu neugierige Mitschüler, die sich wie üblich auf die Neuen stürzen.
Meine Meinung:
Der originale Klappentext ist mir leider schon wieder viel zu ausführlich und auch bei diesem Buch bin ich froh, dass ich ihn am Anfang nur überflogen habe und zum Lesebeginn schon wieder vergessen hatte. Ich finde es viel schöner und vor allen Dingen viel spannender, sich überraschen zu lassen.
Ein bisschen wundere ich mich, dass viele Leser obwohl sie den Klappentext kannten, sich zu Anfang bei einer bestimmten Situation haben verwirren lassen. Natürlich kannte auch ich den Grund noch nicht, aber dass sich etwas verändert hatte und dass was im Busch war, war eigentlich nicht zu überlesen.
Schloss der Engel ist ein Buch, das man ziemlich aufmerksam verfolgen sollte, denn viele kleine Hinweise bringen einen stetig näher an die Beantwortung unendlich vieler Fragen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Lynn war mir nur teilweise sympathisch, was aber im Grunde nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Normalerweise mag ich die unsympathisch erscheinenden Charaktere immer ganz gerne. Aber Lynn hat dann doch des Öfteren über die Stränge geschlagen. Ich kann durchaus verstehen, dass ein 16 jähriges Mädchen noch nicht so gefestigt ist in ihren Entscheidungen (das bin ich leider heute noch nicht) und bei dem, was ihr so alles widerfährt ist es noch mal verständlicher, aber teilweise ändert sie ihre Meinung gefühlte 3 Mal in einem Satz. Oder sie weigert sich strikt eine Antwort zu erhalten in dem sie die Fragen gar nicht stellt. Das ist stellenweise sehr anstrengend.
Aber auch Christopher ist ein bisschen durch den Wind und weiß sich nicht zu entscheiden. Er als Engel sollte da doch ein wenig weitsichtiger sein. Welche Probleme er mit sich, der Welt und mit Himmel und Hölle hat, möchte ich hier aber nicht näher ausführen. Kann ich auch gar nicht, denn vieles bleibt auch zum Ende hin im Dunkeln.
Die Nebenfiguren haben mir hingegen sehr gut gefallen und ich würde gerne im nächsten Teil noch mehr mit ihnen erleben und noch mehr über sie erfahren. Ich denke, da wird uns noch die ein oder andere Überraschung erwarten.
Viele Fragen wurden beantwortet, aber ganz viele Fragen blieben noch offen oder wurden neu aufgeworfen und das macht sehr neugierig auf den nächsten Band.
Wenn es jetzt den Eindruck erweckt haben sollte, dass mir das Buch nicht gefallen hat, ist das nicht richtig. Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorinnen ist wirklich sehr schön und super angenehm zu lesen, weshalb ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung der Geschichte freue. 
Ich wage ja immer noch zu hoffen, dass Lynn und Christopher sich weiterentwickeln und ihr gegenseitiges Vertrauen vielleicht ein bisschen länger aufrecht erhalten können, ohne gleich bei einem falschen Wort oder einer falschen Bewegung in die Luft zu gehen.
Fazit:
Eine wunderschön, fantasiereiche Geschichte mit zwei Protagonisten, die noch in der Lehre des Lebens sind, die aber durchaus das Potenzial haben zu wachsen. 
Bewertung

Vielen Dank an LovelyBooks für die Teilnahmemöglichkeit an der Leserunde und an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars. 


Samstag, 28. Juli 2012

Sterbestunde - Michael Hübner


Sterbestunde - Michael Hübner 

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442474183
ISBN-13: 978-3442474189
Preis: 8,99 €




Kurzbeschreibung: (die nicht zu viel verrät)
Sven Becker, Kommissar bei der Koblenzer Polizei, wird von seinem Urlaub abberufen und soll sich mit seinem Kollegen Dennis um einen ungeklärten Autounfall kümmern. Bei der Recherche im Altenheim, wo das Unfallopfer als Pfleger gearbeitet hat, entdecken sie Ungereimtheiten, die sie zu weiteren Ermittlungen veranlassen. Bevor sie jedoch weiter nachhaken können verschwindet der Heimdirektor plötzlich samt Familie und ist nicht mehr auffindbar. Was geht in diesem Heim vor und was hatte der junge Pfleger mit der ganzen Sache zu tun und was bedeuten die verschlüsselten Aufzeichnungen in dessen Notitzbuch?
Meine Meinung:
‚Sterbestunde‘ ist meine erste Begegnung mit Michael Hübners Thrillern aber wahrscheinlich nicht meine letzte.
Zu Beginn möchte ich jedoch alle interessierten Leser darauf hinweisen, den originalen Klappentext besser nicht zu lesen oder aber eine Zeit verstreichen lassen, bis man sich nicht mehr dran erinnern kann. Meiner Ansicht nach raubt man sich ansonsten einen wirklichen Aha-Moment und die Chance selber miträtseln zu dürfen.
Der Thriller ist wirklich spannend und sehr emotional geschrieben. Manchmal vielleicht ein bisschen zu emotional, was Sven Becker angeht. Vielleicht würde man ihm diese „Schwäche“ besser verzeihen können, wenn man genaueres über einen vergangenen Fall, der ihm arg zu schaffen gemacht hat, wüsste. Denn dort beginnt sein Leidensweg anscheinend. Zugegebenermaßen widerfahren ihm reichlich schwer zu verkraftende Schicksalsschläge, aber als Kommissar müsste man sich da, meiner Meinung nach, in manchen Dingen anders verhalten. Natürlich sind auch Kommissare nur Menschen, aber trotzdem. Nun gut, im weiteren Verlauf (ich verrate natürlich nichts) hat er ja dann auch ziemlich die Kurve gekriegt.
Nichtsdestotrotz  hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil saugt einen gradezu an der Geschichte fest und das Ende ist ausgesprochen stimmig und beantwortet alle aufkommenden Fragen. 
Ob es ein Wiedersehen mit Sven und dem anhänglichen Zeitungsreporter Koschny geben wird oder überhaupt geben kann, müsst ihr selber erlesen.
Fazit:
Ein spannender, äußerst stimmiger Thriller, der den Leser auch nach der letzten Seite nicht wirklich loslässt, denn das, was hier beschrieben wird könnte und wird wahrscheinlich nicht nur Fiktion sein.


Bewertung

Donnerstag, 26. Juli 2012

Düsteres Verlangen - Kenneth Oppel

Eine Aktion von


und




Düsteres Verlangen - Kenneth Oppel
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 1 (16. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407811217
ISBN-13: 978-3407811219
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 16,95 €
Kurzbeschreibung:
Victor Frankenstein in jungen Jahren. Sein Leben Anfang des 18. Jahrhunderts am Genfer See.
Eine Geschichte über die Gefühle, Auslöser und Ambitionen des jungen Victors, der wie wir wissen im Laufe seiner späteren Jahre zum Monstererschaffenden Ungeheuer mutiert. 




Meine Meinung:
Der Klappentext ist mir persönlich schon viel zu ausführlich und ich bin froh, dass ich den bei Lesebeginn schon wieder vergessen hatte. Ich kann auch allen interessierten Lesern empfehlen, den Klappentext nicht im Vorfeld zu lesen. Es reicht zu wissen, dass diese Geschichte die frühe Jugend des Victor Frankenstein behandelt und den Wissensdurst stillt, endlich zu erfahren, was einen jungen Mann dazu treiben konnte sein eigenes Monster zu erschaffen. 
Meiner Meinung nach ist es Kenneth Oppel sehr gut gelungen die quälende Zerrissenheit zu beschreiben, die den jungen Victor seit frühester Jugend begleitet, die ihn zu dem werden lässt, als den wir ihn zu kennen glauben.
Victor erzählt aus der Ich-Perspektive und lässt uns so an all seinen Gefühlen teilhaben. Auch an den schlechten. Er hegt nicht nur einmal missgünstige Gefühle gegen seinen Zwillingsbruder, den er andererseits abgöttisch liebt, schließlich ist er ein Teil von ihm, und  gerade das lässt Victor vielleicht nicht immer sympathisch, jedoch sehr glaubhaft wirken. 
Der Roman beginnt schon sehr spannend, obwohl ich zugegebenermaßen kurzzeitig dachte, ich hätte das falsche Buch begonnen. Mit Ungeheuern, Schätzen und todbringenden Schwertern hatte ich nicht gerechnet. Die Verwirrung klärt sich aber schnell auf und der weitere Verlauf bleibt bis zur letzten Seite sehr spannungsgeladen und aufwühlend. Die Abenteuer der Protagonisten waren für mich nicht mal der Hauptgrund dafür, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte, sondern die Charaktere haben mich besonders interessiert und gefesselt. 
Die Gedanken, die Victor hegte, als er von Elisabeth (was sie mit der ganzen Geschichte zutun hat, möchte ich hier gar nicht weiter vertiefen) und seinem Zwillingsbruder Konrad erfahren hat, oder die Gedanken, die ihn trieben, seinem Bruder das „Elixier des Lebens“ besorgen zu wollen oder vielleicht doch lieber nicht, fand ich sehr bewegend.
Hier gibt es eine Menge Dinge zwischen den Zeilen zu lesen.
Fazit:
Ein tolles Buch für alle, die gerne erfahren möchten, warum irgendjemand auf die wahnwitzige Idee kommen kann, ein Monster zu erschaffen. Wobei dieses Monster auch stellvertretend für andere unvorstellbare Taten stehen kann.
Taten, die man nicht gutheißen muss, aber anhand der Hintergründe vielleicht ein bisschen anders einordnen kann.
Ein spannender Roman der bestens unterhält und dem man, wenn man genau hinsieht, eine Menge Tiefgründiges entnehmen kann.

Bewertung


Weitere Informationen und eine Leseprobe zum Buch findet ihr HIER
Vielen Dank auch an 'Blogg Dein Buch' und den Beltz Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.





TTT



Oh, schon wieder Donnerstag :-) Zeit für Alices Top Ten Aktion!
Heute gibt es Lieblingsbücher querbeet durch alle Farben.
Trotz des relativ großen Rahmens ist mir die Auswahl diesmal nicht wirklich leichter gefallen - es gibt so viele schöne Bücher der gleichen Farbe *heul* 
Aber ich musste mich ja entscheiden:





  • Sternenschimmer - Kim Winter
  • Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier
  • Dark Canopy - Jennifer Benkau
  • Die Landkarte der Zeit - Félix J. Palma
  • Splitterherz - Bettina Belitz
  • Mein böses Herz - Wulf Dorn
  • Die verborgene Sprache der Blumen - Vanessa Diffenbaugh
  • Schatten des Dschungels - Brandis&Ziemek
  • Phoenixfluch - Jennifer Benkau
  • Das Wörterbuch des Viktor Vau - Gerd Ruebenstrunk

Was nächste Woche an der Reihe ist weiß ich noch gar nicht. Werde mal schnell bei Alice nachschauen :-) 

Viel Spaß mit meinen Büchern
Liebe Grüße
MacBaylie


Dienstag, 24. Juli 2012

Das zerbrochene Fenster - Zoë Beck


  •  Das zerbrochene Fenster - Zoë Beck



    Taschenbuch: 368 Seiten
    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (20. Juli 2012)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3404160460
    ISBN-13: 978-3404160464
    Preis: 8,99 €
    Kurzbeschreibung:

    Im Jahre 2003 beginnen die Tagebucheinträge von Philippa Murray genannt Pippa. Sie beschreibt die verzweifelte Suche nach ihrem Freund Sean, der nach einem Streit spurlos verschwindet. 
    Ihm muss etwas zugestoßen sein, denn weder hat er irgendetwas aus der gemeinsamen Wohnung mitgenommen, noch meldet er sich ... nicht mal bei seinem Vater oder sonst jemandem.
    Mit dieser Ungewissheit kommt Pippa nicht zurecht und fällt in ein tiefes Loch.
    Parallel dazu wird im Jahr 2010 die Leiche einer Frau auf ihrem Landsitz gefunden. Einer der Verdächtigen ist zunächst ihr eigener Stiefsohn, denn Erbstreitigkeiten bieten ein passendes Motiv.
    Was haben die beiden Fälle miteinander zu tun?
    Meine Meinung:
    Mehr als die Kurzbeschreibung sollt zum Inhalt nicht verraten werden.
    Zoë Beck hat mit „Das zerbrochene Fenster“ einen durchaus spannenden Thriller zu Papier gebracht. Man sollte dem Buch allerdings seine volle Aufmerksamkeit schenken, denn es wird aus mehreren Perspektiven berichtet und in der Zeit wird auch nicht gerade wenig hin und her gesprungen.
    Wenn man aber einmal drin ist, macht es wirklich Spaß an den Ermittlungen teilzuhaben und reichlich zu spekulieren. Eine Kurzweilige Geschichte ist dieses Buch auf keinen Fall.
    Reichlich Personen werden ins Spiel gebracht, auch altbekannte aus früheren Romanen der Autorin, und jeder zieht irgendwie die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich. Jeder ist verdächtigt und das meist auch noch zu recht.
    Immer wenn man gerade denkt der Lösung des Rätsels näher zu kommen, bricht alles zusammen wie ein Kartenhaus und man muss sich erneut auf die Suche machen. 
    Unerwartete Wendungen veranlassen den Leser das Buch ungern aus der Hand zu legen und vielleicht doch noch schnell ein weiteres Kapitel zu lesen.
    Mir hat das gut gefallen, und Thriller-Fans, besonders denen, die es nicht ganz so blutig mögen, kann ich „Das zerbrochene Fenster“ unbedingt weiterempfehlen. 
    Fazit:
    Ein spannendes Lesevergnügen, das allerdings ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit erfordert.


    Bewertung

Samstag, 21. Juli 2012

Gewinnspielauflösung



Hallo liebe Einfachnursogewinnspielteilnehmer!

Gestern war es also soweit und der Gewinner steht nun fest.
An dieser Stelle schon mal vielen Dank an alle Teilnehmer :-)




Herzchenbox öffnen ...


... Gewinnerzettelchen rausfischen ...


... lesen.

Herzlichen Glückwunsch an Nik75

Schicke mir doch bitte Deine Adresse, dann kann der letzte Zauberlehrling sofort auf die Reise gehen.
Ich wünsche Dir viel Spaß mit dem Buch.
Liebe Grüße
MacBaylie


Donnerstag, 19. Juli 2012

TTT


ROSA/PINK

Hallo ihr Lieben,
und wieder haben wir einen dunkelgrauen Donnerstag der etwas Farbe gebrauchen kann!

Heute bin ich recht Gierig, oder sollte ich sagen Gier-lastig unterwegs :-)

Viel Spaß mit meiner Auswahl.
Liebe Grüße
MacBaylie






  • Sternensturm - Kim Winter
  • Rubinrot - Kerstin Gier
  • Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner - Kerstin Gier
  • Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier
  • Pinguinwetter - Britta Sabbag
  • Die Chaos Queen - Janet Evanovich
  • Jeder Kuss ein Treffer - Janet Evanovich
  • Fisherman's Friend - Kerstin Gier
  • Ach wär ich nur zu Hause geblieben - Kerstin Gier
  • Über den grünen Klee geküsst - Jana Seidel


Dienstag, 17. Juli 2012

Shades of Grey 01 - E.L. James - Hörbuch


Hallo liebe Leser,
natürlich ist dieses Buch nicht an mir vorbeigegangen.
Hier also meine Meinung dazu. 
Auch diejenigen, die es eventuell selber noch lesen oder hören möchten, können meinen Bericht bedenkenlos lesen. Über den genauen Inhalt gebe ich natürlich nichts preis. 
*will schließlich nicht dunkelrot werden* ;-)


Shades of Grey 01 - E.L. James
-Geheimes Verlangen-
Hörbuch


Autor: E.L. James
Sprecher: Merete Brettschneider
Spieldauer: 17 Std. 34 Min. (ungekürzt)
Anbieter: Der Hörverlag
Veröffentlicht: 2012
Kurzbeschreibung: 
Cinderellas Bemühungen den wunderschönen, bösen Frosch zu „erlösen“.

Meine Meinung:
Bei diesem, der Beschreibung nach, außergewöhnlichen Buch, wollte ich mal meine Augen entlasten ... und die Hände frei haben :-), deshalb habe ich es mir vorlesen lassen.
Der Anfang gestaltete sich recht unspektakulär, also reichlich Zeit um sich nebenbei mit profaner Hausarbeit zu beschäftigen. 
Anastasia Steel, die Protagonistin, durfte/sollte für ihre erkrankte Freundin und Mitbewohnerin aushilfsweise ein Interview mit dem gut, nein mit dem sehr sehr gut aussehenden Mr. Grey führen. Danach ging es aber gleich wieder zurück in die Asche ... äh, in den Baumarkt, in dem sie arbeitet. Und wer tauchte plötzlich und unvermittelt dort auf? Natürlich unser Mr. Grey. Er deckte sich mit Kabelbindern und Kreppband ein - wo wir als Leser/Hörer sofort ahnen, was er damit vorhaben könnte - während Ana noch an Renovierungsarbeiten glaubt.
So weit so gut. Das Märchen nimmt seinen Lauf. Bisschen Familiengeschichte, dezente Anmache von Mr. Grey, ein paar Freunde werden vorgestellt und dann kommt der Punkt, der wahrscheinlich für die neugierige, ungeduldige, meist (däml... sorry) weibliche Leserschaft den Schlüsselreiz bietet „unbedingt“ weiter lesen zu müssen. 
Mr. Grey warnt die unerfahrene Anastasia davor sich auf ihn einzulassen.

„Ich bin gefährlich für Dich und Du solltest dich lieber von mir fern halten.“ (oder so ähnlich)

Das ist es doch, was immer/meistens funktioniert, warum sollte es hier anders sein. Der gefährliche, supergutaussehende, böse, böse, arme reiche Bube, in dem jedoch etwas atemberaubend Schützenswertes schlummert, was es unbedingt zu retten gilt. 
Außerdem besteht zu diesem Zeitpunkt ja auch immer noch der prickelnde Gedanke, dass bald etwas „verrucht Verbotenes“ geschehen wird. Vielleicht erfährt man ja mal, hinter zugekniffenen Augen, etwas über diese undurchsichtige Szene, mit der man natürlich nie im Leben was zu tun haben möchte. Aber einen Blick kann man ja mal riskieren. Zur Not hat man als Leser den Vorteil, sich hinter den Buchdeckeln verstecken zu können.
Viel mehr möchte ich eigentlich gar nicht zum Inhalt (war das Inhalt?) sagen. Klar wird im weiteren Verlauf dann auch gevögelt was das Zeug hält. Morgens, Mittags, Abends, Nachts und zwischendurch auch noch mal. Der ein oder andere Hintern wird versohlt und einen Blick in die „Kammer der Qualen“ dürfen/müssen wir auch über uns ergehen lassen. Naja.
Ich muss gestehen, dass ich dieses Hörbuch sogar recht gerne gehört habe. Für mich war es jedoch mehr ein Lustspiel denn ein „Lustspiel“. 
Die Sprecherin Merette Brettschneider hat das wirklich sehr gut gemacht - wobei ich ihr beinahe angedichtet hätte, dass sie meinen Kindern schon Bibi Blocksberg vorgetragen hat, aber ganz so falsch lag ich gar nicht, denn mit „Die drei Ausrufezeichen“ hat sie sich auch schon auf dem „Reiterhof“ rumgetrieben :-)
Was die Erotik anbelangt hat mich das Ganze nicht wirklich überzeugen können. Irgendwie wirkte das alles nicht richtig auf mich. Recht hölzern, komisch und künstlich. Keine Gefahr also für Verkäufer oder rumliegendes Gemüse, wenn man mit eingestöpselten Ohrhörern Einkaufen geht. 
Mag sein, dass „Bibi Blocksberg“ da aber auch das hemmende Element war ;-)
Aber der übrige Schreibstil war ja leider auch nicht der Hammer. Ich hasse Wiederholungen und dieses Buch ist eine einzige Wiederholung, und das in allen Bereichen.
Die arme Miss Steel müsste inzwischen schon kurz vor dem Schlaganfall stehen, so oft wie sie rosa, rot und dunkelrot geworden ist (Dabei hat die Gute noch zwei Bücher vor sich). Ein wandelnder Feuerlöscher ... und ihr postkoitiver Haartick macht es leider auch nicht besser.
Ich fürchte, wenn ich in Mr.Greys Nähe gewesen wäre, als ich das Hörbuch gehört habe, wäre ich inzwischen grün und blau geschlagen, denn für jedes Augenrollen gibt es laut seiner Regeln eine Abreibung. Tja und eigentlich wollte ich meine Augen ja entspannen, deshalb das Hörbuch, aber dieses ewige Augenrollen bei jeder Wiederholung und jedem ... , war mindestens genauso anstrengend wie selber lesen.
Nichtsdestotrotz werde ich mir auch die Fortsetzung nicht entgehen lassen.
Fazit:
Das Marketing hat hervorragend funktioniert. Glückwunsch dazu.
Das Buch an sich beißt nicht - es will nur spielen.
Wie man meinen Ausführungen entnehmen kann, kann man durchaus seinen Spaß mit „Shades of Grey“ haben, auf welche Weise auch immer.
Die Flexileine ... quatsch, mein Flexiabo bei Audible giert schon nach Teil 2 ;-)




Bewertung

Freitag, 13. Juli 2012

Syrenka - Fluch der Tiefe - Elizabeth Fama


Syrenka - Fluch der Tiefe - Elizabeth Fama 


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: arsEdition (6. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3760787509
ISBN-13: 978-3760787503
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 18,99 €
--Sie sind wunderschön, sie leben ewig und sie lieben nicht – eigentlich.--



Kurzbeschreibung:
1522
Die schöne Sirene Syrenka verliebt sich in Pukanokick. Sie weiß genau, dass sie das eigentlich nicht darf, kann und will aber letztendlich nichts dagegen tun. Bei der ersten richtigen Begegnung mit ihrem Liebsten muss sie jedoch feststellen, dass menschliches Leben, im Gegensatz zu ihrem, nicht unendlich ist. 
350 Jahre später, im Jahre 1872 wagt sie einen erneuten Versuch mit der Liebe. Ezra, ein junger Naturwissenschaftler raubt ihr die Sinne. Aber diesmal gibt sie ihre Unendlichkeit auf und folgt ihm an Land. Ohne zu ahnen, was sie damit heraufbeschwört.
Die 17 jährige Hester lebt 2012 mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und dem jüngeren Bruder an der Küste von Plymouth. Eines Abends trifft sie am Strand auf einen seltsamen jungen Mann, dessen Anziehungskraft sie sich nicht entziehen kann. Durch ihn kommen ihr Stück für Stück Gedanken in den Sinn, dass vielleicht irgendetwas mit ihr und ihrer Familie nicht stimmt. Warum sterben die Frauen kurz nach der Geburt ihrer ersten Tochter? Könnte tatsächlich ein Fluch dahinter stecken? Und wenn ja, was kann man dagegen tun?
Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr angenehm strukturiert. 
Im Wechsel erfahren wir, was 1872 mit Ezra und Syrenka geschieht, und wir lernen die 140 Jahre später lebende Hester kennen.
Der Schreibstil ist recht einfach und sehr verständlich gehalten, sodass sich das Buch quasi in einem weglesen lässt. Auf Verwirrungen wurde weitgehend verzichtet, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut. Auch wenn man recht früh erkennen kann, was die Personen der verschiedenen Jahrhunderte verbindet, hält die Autorin noch genügend Überraschungen bereit, um die Leser zu fesseln und in den Bann dieser Geschichte zu ziehen.
Bei einer Story, die sich um Meereswesen dreht, hätte ich mir allerdings ein bisschen mehr Meer gewünscht. Da Syrenka jedoch ziemlich früh ihrem Element entstiegen ist, war es halbwegs zu verschmerzen und eigentlich eine logische Schlussfolgerung, dass die Unterwasserszenen arg reduziert daher kamen.
Auch, wenn es am Schluss eine Szene gab (kann ich hier leider nicht vertiefen), die vielleicht nicht zu 100 Prozent schlüssig war, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Nicht zu vergessen das wunderschöne Cover mit Unterwasserreflektionseffekt.
Aber Vorsicht. Bei zu langem Hinsehen könnte es Kopfschmerzen verursachen.
Fazit:
Eine bezaubernde Geschichte. Märchenhaft und spannend. 



Bewertung

Donnerstag, 12. Juli 2012

TTT



Weiter geht es mit dem Top Ten Thursday von Alice
Das heutige Thema lautet:

ORANGE


Hier also meine Bücher in orange:






  • Rebellen der Ewigkeit - Gerd Rübenstrunk
  • Schwanentanz - Jean Francis
  • Nicht weit vom Stamm - Oliver Uschmann
  • Jesus liebt mich - David Safier
  • Generation Doof - Bonner/Weiß
  • Der Himmel über Darjeeling - Nicole C. Vosseler
  • Unter dem Safranmond - Nicole C. Vosseler
  • Halleluja - Alba/Chorin
  • Mieses Karma - David Safier
  • Ich, Charlotte, mein Brüderchen Martin und der Rest der Welt - Willy Breinholst

Oh, ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sich so viele orange Bücher in meinem Regal tummeln.
Und nachdem ich gerade schon bei Alice reingeschnuppert habe, habe ich Panem - Flammender Zorn und das Dornröschen wieder rausgenommen und mit zwei anderen Büchern aufgefüllt - wir möchten ja Abwechslung, ne :-)
Viel Spaß mit meiner quietsch-orangenen Auswahl.
Das Thema nächste Woche: Rosa/Pink. Dazu sag ich jetzt mal nix!
Liebe Grüße
MacBaylie



Mittwoch, 11. Juli 2012

Einfachnursogewinnspiel :-)

Hallo ihr Lieben,
heute gibt es mal wieder ein kleines Gewinnspiel. Einfach nur so!
Nein, es werden nicht alle Bücher verlost!!!
Meine letzte Buchpost war ja farblich sehr stimmig. Alles überwiegend blau, grün und schwarz :-) Ich finde, das sieht sehr hübsch aus.






Wer jetzt genauer hingesehen hat, weiß natürlich sofort, welches Buch der Anlass für mein "Einfachnursogewinnspiel" ist. :-)

Da nicht mal ein Zauberer der Ersten Klasse zwei Zauberlehrlinge haben darf, darf ich das schon gar nicht. Deshalb werde ich einen Zauberlehrling in die weite Welt schicken, damit er dort jemanden glücklich machen kann (Das kann er nämlich definitiv!). Er hat sogar eine Empfehlung von seinem Schöpfer dabei. Das Buch ist signiert :-) Hierfür ein ganz besonderer Dank an Gerd Ruebenstrunk!

Wer dem Zauberlehrling eine Lehrstelle anbieten kann und ihn unter seine Fittiche nehmen möchte, beantwortet mir einfach folgende Fragen im Kommentarfeld:

Welche Bücher von Gerd Ruebenstrunk kennst Du (dem Namen nach) schon?
Welche hast Du schon gelesen?
Welches hat Dir bisher am besten gefallen, und warum?

Ich versuche, dieses Gewinnspiel so unkompliziert wie möglich zu gestalten, aber ganz ohne Regeln geht es natürlich nicht.

Ich "müsst" mir dieses Mal keine Email schicken. 
Beantwortet mir die Fragen im Kommentarfeld(aber bitte mit Namen und nicht anonym)
Wer mag, kann mir zusätzlich eine Mail schicken (Adresse im Kontaktformular)
Und auch, wenn das Buch ab 12 Jahre ist, brauche ich bei unter 18 jährigen eine kurze Bestätigung der Eltern, dass sie im Gewinnfall mit der Weitergabe der Adressdaten einverstanden sind.
Einsendeschluss ist der 20.07.2012 um 12 Uhr mittags. 
Ich habe mir überlegt, dass einer meiner Geburtstagsgäste am Abend den Gewinner aus meiner Herzbox ziehen darf :-) 
Bekanntgabe des Gewinners wird am 21.07.2012 auf dem Blog sein.
Der Gewinner hat dann 3 Tage Zeit sich zu melden und mir seine Adresse zu mailen - ansonsten wird neu verlost. Wer gerade zu diesem Zeitpunkt in Urlaub sein sollte, kann mir das bitte vorher mitteilen.

Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen und wünsche euch viel Spaß und viel Glück.

Liebe Grüße
MacBaylie


Freitag, 6. Juli 2012

Numbers 03 - Den Tod im Griff - Rachel Ward



Numbers 03 - Den Tod im Griff - Rachel Ward


Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551520372
ISBN-13: 978-3551520371
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 13,95 €
Kurzbeschreibung:
2030 -  Adam ist kein Unbekannter mehr. Seit er versucht hat, die Menschen vor der bevorstehenden Katastrophe zu warnen, weiß jeder von seiner Gabe. Denn wenn Adam in fremde Augen schaut, kann er das Todesdatum seines Gegenübers sehen. Und genau das macht ihn zum Objekt der Begierde von Saul und seinen Männern. Um Adam unter Druck zu setzen, entführen sie Sarahs Tochter Mia. Adam bleibt nur eins: Er muss so tun, als wäre er zur Zusammenarbeit bereit. Denn noch ahnt niemand, dass auch Mia eine unheimliche Gabe besitzt. Und die kann zu ewigem Leben verhelfen ...
Buchrückseite:
Nur noch wenige Tage, dann wird er sterben. Doch irgendwas stimmt nicht mit seiner Zahl. Sie flimmert. Was hat das zu bedeuten?
Meine Meinung:
Da es sich bei „Numbers - Den Tod im Griff“ um das Finalbuch einer Trilogie handelt, mag ich über den Inhalt gar nichts sagen.
Mir hat dieser dritte Teil nicht ganz so gut gefallen wie Teil eins und zwei. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass mir die Protagonisten Adam und Sarah ein Stück weit entglitten sind. Ich konnte zu ihnen nicht die Bindung aufbauen, wie ich es im Mittelteil gekonnt habe. Und das, obwohl ich eigentlich der Ansicht bin, dass Adam und Sarah sich überhaupt nicht weiter entwickelt haben. Komischerweise waren sie mir diesmal aber recht fremd.
Die Geschichte an sich ist wirklich rasant und auch spannungsgeladen. Zum Ende hin vielleicht sogar ein bisschen zu übertrieben, denn es geschehen immer mehr merkwürdige Dinge in einem Tempo, dass man zeitweise nicht mehr zu Atem kommt.
Trotz der kleinen Mäkeleien zum letzten Teil hat mir die gesamte Trilogie sehr gut gefallen.
Unbedingt empfehlenswert!
Fazit:
Eine wirklich spannende Trilogie die einem öfters den Atem raubt. 
Tolle Ideen gepaart mit einem mitreißenden Schreibstil lassen das Herz des Lesers nicht nur einmal höher schlagen.


Bewertung

Donnerstag, 5. Juli 2012

Cara - Gespenstermädchen sind grün - Ralf Leuther




Heute mal ein Kinderbuch ... ein wirklich sehr, sehr schönes Kinderbuch!
Und es passt sogar noch zum TTT (ein Beitrag tiefer) :-)

Gespenstermädchen sind grün - Ralf Leuther 


Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (26. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522183126
ISBN-13: 978-3522183123
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Preis: 9,95 €



Kurzbeschreibung:
Jonathan muss vom Dorf in die Stadt, nach Berlin, ziehen und kommt damit nicht wirklich gut klar. Das Schlimmste für ihn ist, dass er seinen kleinen Hund nicht behalten durfte. Dann lernt er Cara kennen. Plötzlich steht sie in seiner Wohnung. Cara ist aber kein normales Mädchen. Cara ist ein Gespenstermädchen und mischt Jonathans Leben ganz schön auf.
Sie hilft ihm bei den Hausaufgaben und bei den fiesen Klassenkameraden, die ihn als Landei beschimpfen. Mit seiner neuen grünen Freundin hat Jonathan endlich wieder Spaß und der Umzug nach Berlin ist doch nicht so schlimm. Aber dann verliert Cara plötzlich ihre Kräfte und Jonathan muss alles daran setzen, sie zu retten ... es geht um Leben und Tod.
Meine Meinung:
„Cara - Gespenstermädchen sind grün“ ist ein wundervolles Kinderbuch.
Die kleine rotzfreche Cara muss man einfach gern haben. Sie ist total erfrischend und liebenswert.
Aber auch Jonathan ist ein knuffiger kleiner Kerl, der das Gespenstermädchen das ein oder andere Mal in seine Schranken weisen muss. Denn Dinge, die mit Gespensterkräften kein Problem sind, kann man sich als ganz normales Kind leider nicht immer leisten. 
Beide ergänzen sich jedoch hervorragend und finden viele denkbare Lösungen für die Probleme, denen sie entgegentreten müssen.
Ralf Leuther hat hier den richtigen, kindergerechten Ton getroffen und eine sehr spannende und spritzige Geschichte zu Papier gebracht.
Super schön ist auch das Cover, von dem die kleine Cara die Leser sogar im Dunkeln neongrün anstrahlt.
Fazit:
Ein spannendes, humorvolles Kinderbuch für Jungen und Mädchen, zum selber lesen oder zum vorlesen lassen.


Bewertung

TTT




Am heutigen Top Ten Thursday von Alice geriet ich doch beinahe ins Schwitzen, aber ich denke ich bin so gerade eben noch mal drum rum gekommen :-)
Hier also meine Bücher mit "überwiegend" lila Covern.




  1. Grenzenlos nah - Gabriele Gfrerer
  2. Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid - Gabriella Engelmann
  3. Götterdämmerung - Nicole Döhling
  4. Liebesfluch - Beatrix Gurian
  5. Monster High - Eine Party zum Verlieben - Lisi Harrison
  6. Jungs sind wie Kaugummi - Kerstin Gier
  7. Rebella - Eine Liebe in Paris - Ellen Alpsten
  8. Black Dagger - Bruderkrieg - J.A.Ward
  9. Eulenfluch - Durch die Nacht - Emily Kay
  10. Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein - Josephine Mint




Mittwoch, 4. Juli 2012

Edvard - Zoë Beck


Edvard - Zoë Beck 


Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (16. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833900539
ISBN-13: 978-3833900532
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 12,99 €
Kurzbeschreibung:
Die Kurzbeschreibung bei Amazon finde ich relativ irreführend. Anhand dessen hätte ich eine andere Geschichte erwartet. Und außerdem ist Edvard keine 15 Jahre - er ist 14 (sorry, Edvard), und Geburtstag steht erst/schon in 7 Monaten an. 
Edvard ist eigentlich ein ganz normaler Junge in der Pubertät, mit all den Problemen, die man halt in dieser Zeit mit sich rumträgt. Die Eltern verstehen einen nicht, die Lehrer schon gar nicht und die Liebe will auch nicht wirklich in Gang kommen. Außerdem gibt es da noch die Mitschüler, die sich ausgerechnet Edvard als Opfer ausgeguckt haben. Das Schlimmste aber sind die fehlenden Brusthaare, und die piepsige Stimme, da sich der Stimmbruch auch noch nicht zu Wort gemeldet hat.
Irgendwann beschließt Edvard sich seinen ganzen Frust auf einem Blog im Internet von der Seele zu schreiben. Vielleicht hilft das ja. Und hier kann ich die Leser und Edvard beruhigen, außer uns Bücherwürmern bekommt das niemand zu lesen. Jedenfalls noch nicht - wer weiß, vielleicht ändert sich das ja  im nächsten Buch. Also lieber Edvard: Immer schön den „Veröffentlichen-Button“ im Auge behalten.
Als „Bücherwurm“ begleiten wir Edvard also ca 6 Wochen lang auf seinem Weg Richtung 15. Geburtstag. Missverständnisse, Katastrophen, Unvorhergesehenes und jede Menge Ernsthaftigkeit und Spaß sind garantiert.
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich sehr gerne solche Pubertät-Geschichten lese. Irgendwie findet man doch immer ein Stückchen seiner Kindheit darin wieder - oder die der eigenen Kinder. Bei Edvard war dies ganz besonders der Fall *schmunzel* Seine Art die Dinge beim Namen zu nennen oder in Missverständnisse zu schlittern war mir doch sehr bekannt und komischerweise auch noch sehr präsent im Gedächtnis (auch, wenn diese Zeit bei mir schon sehr lange her ist). Als er dann auch noch vom Urlaub nähe „Kalifornien“ berichtete musste ich durchaus mal Schlucken. Da habe ich mich, als ich in seinem Alter war, auch tummeln dürfen. 
Herrlich.
Zoë Becks Schreibstil für diese Geschichte hätte nicht besser gewählt werden können. Absolut treffend und pubertätsgerecht beschreibt sie, nein lässt sie Edvard  selbst seine Gedanken, seine Gefühle, seine Unsicherheit und alles, was ihn beschäftigt zu Papier/Blog bringen.
Die Autorin schafft es, die Komik in der Story wie zufällig und unbeabsichtigt wirken zu lassen. Dafür meinen Respekt.
Bei aller Ernsthaftigkeit, denn für Jungen und Mädchen diesen Alters ist diese Zeit wirklich nicht nur spaßig, habe ich mich köstlich amüsiert, ohne dabei zu vergessen, dass ich das früher auch alles mega peinlich gefunden habe und die (Be)Lächler am liebsten in der Ostsee ertränkt hätte.
Fazit:
Ein wunderbares Buch für jung und alt.
Ein ernstes, allzeit aktuelles Thema, einfühlsam, tiefsinnig und äußerst humorvoll in Szene gesetzt.
Bitte mehr davon!!!

Bewertung