Mittwoch, 31. Oktober 2012

Der letzte Engel - Zoran Drvenkar


Der letzte Engel 01 - Zoran Drvenkar


Quelle: cbj
Teil 1 einer Reihe
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: cbj (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570154599
ISBN-13: 978-3570154595
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,99 €

Kurzbeschreibung:
Motte ist ein ganz normaler 16 jähriger. Eines Nachts erhält er eine seltsame E-Mail:
---sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein
wir wollten nur, dass du das weißt---
Wie nicht anders zu erwarten, hält er das für einen schlechten Scherz, aber dennoch beunruhigt diese Nachricht ihn auch ein bisschen und er beschließt einfach die Nacht durchzumachen und nicht zu schlafen. Was ihm sonst mühelos gelingt, ist diesmal nicht zu schaffen - er schläft ein. 
Als er gegen Mittag aufwacht, fühlt er sich zwar etwas seltsam, aber er lebt. Glaubt er jedenfalls. Bis er im Badezimmer die Flügel auf seinem Rücken sieht und feststellt, dass sein Herz nicht mehr schlägt.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht und ich war gespannt, wie es Motte nun weiter ergehen würde. Wie es zu dieser seltsamen Mail und diesem doch sehr speziellen Zustand kommen konnte.
Wenn man das Buch jedoch nach 432 Seiten beendet hat, muss man ernüchternd feststellen, dass man immer noch ziemlich im Dunkeln steht, denn dieses Buch ist der Auftakt einer Reihe (Über den Umfang konnte ich leider noch nichts finden). Im Moment könnte ich mir einen Dreiteiler vorstellen, weil mir dieses Buch hier irgendwie den Eindruck einer Einleitung vermittelt hat.
Motte, von dem ich annehmen musste, dass er die Hauptfigur ist, kommt leider nur relativ selten vor. In diesen kurzen Abschnitten gefiel er mir aber sehr gut. Er hat eine beinahe schon humorvolle Art mit seiner neuen Situation umzugehen, und schafft es sogar seinen besten Freund Lars mit ins Boot zu holen. Von den beiden hätte ich gerne noch viel mehr erfahren.
Leider haben wir uns aber größten Teils in einer doch arg verwirrenden Vergangenheit befunden, was unter anderem mit Mona, einem 10 jährigen Mädchen, zu tun hat, die eine besondere Gabe hat. Sie ist in der Lage Erinnerungen zu berühren. In ihren Passagen ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob wir uns gerade in einer Erinnerung oder in der Gegenwart befinden.
Mir war die Geschichte ehrlich gesagt zu konfus und zu undurchsichtig, obwohl ich es eigentlich sehr gerne mag, wenn nicht gleich zu Beginn alles offensichtlich vor mir liegt. Aber hier war es mir ein bisschen zu viel des Guten.
Ständig tauchen neue Figuren auf, die Perspektiven und Schreibstile ändern sich andauernd, sodass man öfter mal zurück blättern muss, um sich zu vergewissern, dass man noch im richtigen Buch ist.
Die Idee, Engel mal auf eine andere Art und Weise entstehen zu lassen, hat mich allerdings fasziniert und ich würde zu gerne wissen, was noch alles dahinter steckt, denn bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich keine Ahnung, wohin uns der Autor führen möchte, was mich am Ende des Buches recht unzufrieden zurückgelassen hat.


Mein Lieblingssatz:
Die Opferfeuer würden den Himmel erhellen, der Rauch würde ihn wieder verdunkeln. 
(Seite 151)


Ziemlich geärgert habe ich mich über den nicht vorhandenen Hinweis, dass es sich bei diesem Buch um einen Mehrteiler handelt. Muss ich mir jetzt immer als Erstes die letzte Seite anschauen?

Fazit:
Auftakt einer vollkommen anderen Engelgeschichte mit besonderen Reizen. 
Meiner Meinung nach jedoch zu umständlich und undurchsichtig umgesetzt.
Natürlich ist das immer eine individuelle Einschätzung, aber ich denke dieses Buch ist eher für ältere Jugendliche und Erwachsene zu empfehlen.



Bewertung


Vielen Dank an Leser-Welt-Forum.de für die interessante Leserunde und an cbj für das Leseexemplar.

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