Mittwoch, 4. Juli 2012

Edvard - Zoë Beck


Edvard - Zoë Beck 


Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (16. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833900539
ISBN-13: 978-3833900532
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 12,99 €
Kurzbeschreibung:
Die Kurzbeschreibung bei Amazon finde ich relativ irreführend. Anhand dessen hätte ich eine andere Geschichte erwartet. Und außerdem ist Edvard keine 15 Jahre - er ist 14 (sorry, Edvard), und Geburtstag steht erst/schon in 7 Monaten an. 
Edvard ist eigentlich ein ganz normaler Junge in der Pubertät, mit all den Problemen, die man halt in dieser Zeit mit sich rumträgt. Die Eltern verstehen einen nicht, die Lehrer schon gar nicht und die Liebe will auch nicht wirklich in Gang kommen. Außerdem gibt es da noch die Mitschüler, die sich ausgerechnet Edvard als Opfer ausgeguckt haben. Das Schlimmste aber sind die fehlenden Brusthaare, und die piepsige Stimme, da sich der Stimmbruch auch noch nicht zu Wort gemeldet hat.
Irgendwann beschließt Edvard sich seinen ganzen Frust auf einem Blog im Internet von der Seele zu schreiben. Vielleicht hilft das ja. Und hier kann ich die Leser und Edvard beruhigen, außer uns Bücherwürmern bekommt das niemand zu lesen. Jedenfalls noch nicht - wer weiß, vielleicht ändert sich das ja  im nächsten Buch. Also lieber Edvard: Immer schön den „Veröffentlichen-Button“ im Auge behalten.
Als „Bücherwurm“ begleiten wir Edvard also ca 6 Wochen lang auf seinem Weg Richtung 15. Geburtstag. Missverständnisse, Katastrophen, Unvorhergesehenes und jede Menge Ernsthaftigkeit und Spaß sind garantiert.
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich sehr gerne solche Pubertät-Geschichten lese. Irgendwie findet man doch immer ein Stückchen seiner Kindheit darin wieder - oder die der eigenen Kinder. Bei Edvard war dies ganz besonders der Fall *schmunzel* Seine Art die Dinge beim Namen zu nennen oder in Missverständnisse zu schlittern war mir doch sehr bekannt und komischerweise auch noch sehr präsent im Gedächtnis (auch, wenn diese Zeit bei mir schon sehr lange her ist). Als er dann auch noch vom Urlaub nähe „Kalifornien“ berichtete musste ich durchaus mal Schlucken. Da habe ich mich, als ich in seinem Alter war, auch tummeln dürfen. 
Herrlich.
Zoë Becks Schreibstil für diese Geschichte hätte nicht besser gewählt werden können. Absolut treffend und pubertätsgerecht beschreibt sie, nein lässt sie Edvard  selbst seine Gedanken, seine Gefühle, seine Unsicherheit und alles, was ihn beschäftigt zu Papier/Blog bringen.
Die Autorin schafft es, die Komik in der Story wie zufällig und unbeabsichtigt wirken zu lassen. Dafür meinen Respekt.
Bei aller Ernsthaftigkeit, denn für Jungen und Mädchen diesen Alters ist diese Zeit wirklich nicht nur spaßig, habe ich mich köstlich amüsiert, ohne dabei zu vergessen, dass ich das früher auch alles mega peinlich gefunden habe und die (Be)Lächler am liebsten in der Ostsee ertränkt hätte.
Fazit:
Ein wunderbares Buch für jung und alt.
Ein ernstes, allzeit aktuelles Thema, einfühlsam, tiefsinnig und äußerst humorvoll in Szene gesetzt.
Bitte mehr davon!!!

Bewertung

Kommentare:

  1. Ich habe ja euren verbalen Schlagabtausch schon auf Facebook kommentiert und wollte somit noch mal kund tun: ICH LESE HIER MIT! :D

    Eine tolle Rezension, die viel aussagt ohne viel zu verraten. *Daumen hoch* ;)

    LG Morgaine

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    1. Wäre sicher auch was für dich, liebe Katy.
      Aber nicht bei Edvard verpetzen, dass ich dir davon erzählt habe, der ist da ein bisschen komisch, eben pubertär. Aber das ist ganz gut so ;-)

      Liebe Grüße
      MacBaylie

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