Donnerstag, 21. Juni 2012

Trix Solier Teil 1 und 2





 Hallo
Heute möchte ich euch gleich zwei Bücher ans Herz legen. Die beiden Abenteuer von Trix Solier dem Zauberlehrling voller Fehl und Adel :-)
Da ich Trix Solier - Odyssee im Orient von Sergej Lukianenko über BdB (Blogg dein Buch) vom Beltz & Gelberg Verlag bekommen habe, wollte ich meine Meinung zu Teil eins natürlich nicht außen vor lassen. Außerdem bin ich der Meinung, man sollte sowieso beide Teile lesen :-) Und wenn ich richtig informiert bin, wird es auch bei diesen beiden Büchern bleiben. Eigentlich schade.


 Trix Solier - Zauberlerling voller Fehl und Adel - 
Sergej Lukianenko

Gebundene Ausgabe: 584 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 1. (3. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407810741
ISBN-13: 978-3407810748
Empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
Originaltitel: Nedotepa
Preis: 17,95 €


Kurzbeschreibung:
Trix, Kronerbe des Co-Herzogtums Solier, verlebt (wie es so ist, in diesen Kreisen) eine recht langweilige Kindheit. So verbringt er die meiste Zeit damit, seine Nase in Bücher, besser gesagt in etliche (Familien)Chroniken zu stecken, und anstatt sich im Jagen und Fechten zu üben, wie es die Kinder üblicherweise tun, umgibt Trix sich lieber mit Zauberern und Chronisten.
Überraschend schnell muss er sich jedoch mit anderen Dingen auseinandersetzten, denn als der Co-Herzog Sator Gris den Thron des Herzogtums für sich allein beansprucht und Trix  alles nimmt, was ihm lieb und teuer ist, ihn sogar in den Kerker sperrt (aus dem er jedoch schnell befreit wird), beginnt eine aufregende Reise für den 14 jährigen Jüngling. 
Er schwört Sator bittere Rache.
Dass das Leben ohne Eltern, ohne Diener und ohne Adelstitel ein anderes ist, bemerkt Trix schnell, und er muss immer öfter ungewohnte Entscheidungen treffen und Lösungen für diverse Probleme, die ihm unterwegs beschert werden, finden. Glücklicherweise gelingt ihm das meistens recht gut. 
Er macht Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Personen und mit allerhand skurrilen Geschöpfen. Ritter, Zwerge, Waisenkinder, Feen oder Untote, um nur einige zu nennen. Manche davon wollen ihm behilflich sein, andere beabsichtigen Gegenteiliges.  
Außerdem taucht auch noch die schöne Fürstin Tiana auf, die mit dem scheußlichen Evikayt von den Kristallenen Inseln, aus politischen Gründen zwangsverheiratet werden soll.
Dies zu verhindern scheint Trix‘ oberste Priorität zu sein und ihn zeitweilig von seinem persönlichen Racheschwur abzulenken. Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt :-)
Meine Meinung:
Mit diesem Buch ist Sergej Lukianenko ein unglaublicher Mix gelungen. Einerseits lässt sich die Geschichte (für jüngere Leser) wie ein Märchen lesen und andererseits sind so tiefgründige Elemente integriert, dass einem gar nichts anders übrig bleibt, als über die eingeflochtenen Spitzen nachzudenken. Es geht um Liebe, Macht, Freundschaft, Unsterblichkeit, Ehrlichkeit, Großmut ... eigentlich wird alles des „täglichen“ Lebens auf eine unvergleichlich, amüsante und doch nachdenkliche Weise behandelt. Vieles wird auch nur hauchzart angerissen und man muss schon genau hinlesen.
Es gibt wunderbare Erklärungen: Wie zum Beispiel Zauber entsteht, wie man am angenehmsten Reisen kann oder auch, wie die Welt durch Errungenschaften, wie Fast-Food-Restaurants oder Konfektionsware verändert wird.
Die Charaktere haben jeder für sich ihren eigenen Charme und sind absolut lebendig beschrieben. Kleine unverkennbare Eigenarten machen eigentlich die Namensnennung an vielen Stellen überflüssig, denn man weiß sofort, mit wem man es zu tun hat. Nur Annette, die kleine Fee verblasst meines Erachtens zum Schluss hin ein bisschen, was aber durchaus zu verschmerzen ist.
Auch wollte ich, bei den letzten hundert Seiten ca, eigentlich etwas schneller wissen, wie die Geschichte endet. Vielleicht war ich zu sehr an die kleinen Spitzen gewöhnt und der Überraschungseffekt hat etwas nachgelassen. Ich weiß es nicht. Andererseits hat mich das aber auch dazu verleitet, den letzten Teil in einem Rutsch durchzulesen :-)
Fazit:
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der fantastische Geschichten mit Tiefgründigkeit, Humor, Sarkasmus und zauberhaften Charakteren liebt.




Bewertung



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Trix Solier - Odyssee im Orient - Sergej Lukianenko




Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (7. März 2012)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Neposeda
ISBN-10: 340781108X
ISBN-13: 978-3407811080
Empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
Preis: 17,95 €


Kurzbeschreibung:
Odyssee im Orient ist die zweite Geschichte um den Zauberlehrling voller Fehl und Adel, Trix Solier.
Eigentlich träumt Trix ja von ruhmreichen Abenteuern, muss stattdessen aber alte, fast verbrauchte Zaubersprüche abschreiben. Ganz schön langweilig.
Plötzlich bekommt er jedoch unerwarteten Besuch von einem Drachen, woraufhin er gar nicht anders kann, als sich in sein nächstes Abenteuer zu stürzen.
Im fernen Samarschan lauert der Feind und will sich die ganze Welt untertan machen. Das kann Trix natürlich nicht zulassen. 
Auf seiner Reise trifft er auf altbekannte Freunde, aber auch auf Wesen, die ihm nicht wirklich wohl gesonnen sind.
Meine Meinung:
Wie schon im ersten Teil von Trix‘ Abenteuern, fasziniert mich auch hier wieder der Schreibstil. Sergej Lukianenko schafft es, in ganz bezaubernder Weise, ein Buch, gleichermaßen geeignet für Kinder und Erwachsene aufs Papier zu zaubern. 
Für Kinder ist es ein wunderbares, aktionsreiches Märchen mit einem Helden, der auch als solcher angesehen wird.
Für ältere Leser machen die kleinen Spitzen, die Ironie und ein bisschen Sarkasmus die Geschichte zu einem wunderbar, tiefgründigen Leseerlebnis.
Diesmal bekommen es Trix und seine Mitreisenden unter anderem mit einem fremdbeschleunigten Kamel (wenn ihr wissen möchtet, was das ist, müsst ihr das Buch selber lesen) und einem hinterhältigen Dschinn zu tun. Aber mit hinterhältigen Wesen kennt Trix sich ja aus. Ob er es diesmal jedoch auch schafft mit seinem Verstand oder seinen nicht immer glanzvollen Zaubern zu triumphieren, verrate ich natürlich nicht.
Die Figuren, die Sergej Lukianenko erschaffen hat, sind allesamt zum Verlieben. Okay, die einen mehr und die anderen weniger, aber vom Aufbau her sind sie insgesamt echt gut gelungen.
Schön finde ich auch die deutlich spürbare Weiterentwicklung von Trix im Vergleich zum Vorgängerbuch.. 
Nur die kleine Annette macht mir wieder einige Sorgen. Sie war meiner Meinung nach wieder nicht ausreichend vertreten. Dafür hatte Klaro, der charmante Witzbold, seinen Auftritt.
Fazit:
Wer Teil 1 gelesen hat sollte sich dieses Abenteuer von Trix auf gar keinen Fall entgehen lassen. 
Eine spritzige, unterhaltsame Fantasy-Geschichte um Freundschaft, Abenteuerlust, Mut und vieles mehr. Ein Buch, so fabelhaft erzählt, dass ich es für junge und ältere Fantasy-Abenteurer gleichermaßen empfehlen möchte.



Bewertung


Kommentare:

  1. Hmmmm. . .die Altersempfehlung liegt bei 11-13 Jahre?! Sowas schreckt mich ja oft ab, aber die Bücher des Autors sollen wirklich großartig sein (wie deine Bewertung ja auch zeigt^^).
    Und die Wunschliste wächst weiter =D

    Danke dir und liebe Grüße
    Silke

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  2. Ah super, danke für die Rezensionen. Ich hab Band 1 im Regal stehen, aber noch nicht gelesen. Wundere mich nur, dass es jetzt nur 2 Bände geben soll?! Hatte mir das anders vorgestellt. Naja, muss ja auch nicht jede Reihe 10 Bände und mehr haben ... ;-) Übrigens: Wenn du Lukianenko magst, lies mal "Das Schlangenschwert". Das fand ich damals richtig, richtig genial. War auch der Grund, warum ich mir "Trix Solier" ertauscht hab :-)

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