Donnerstag, 1. März 2012

Sternenschimmer - Kim Winter


Sternenschimmer - Kim Winter



Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (15. Juli 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3522502788
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Preis: 16,95 €




Außerirdisch schön :-)

Kurzbeschreibung:
Mia ist eigentlich ein ganz normales 17 jähriges Mädchen. Aber bald schon muss sie feststellen, dass das Leben sich etwas ganz besonderes für sie ausgedacht hat.
Sie meldet sich als freiwillige Helferin für ein Flüchtlingshaus, in dem Loduunische Kinder untergebracht werden sollen. Da auf Loduun, einem fernen Planeten, ein furchtbarer Krieg wütet, hat man einige Kinder und Jugendliche zur Erde geschickt, um sie in Sicherheit zu bringen. Beim Abholen der Kinder von der Vulkobase, wo das Raumschiff gelandet ist, bemerkt sie ihn zum ersten Mal. Iason, den jungen verletzten Mann, der, wie sich später herausstellt, der Bruder eines ihrer Schützlinge ist. 
Als Iason nach seinem Krankenhausaufenthalt auch in das Haus einzieht, beginnt quasi ein Katz und Maus-Spiel. Auch wenn die Loduuner sich äußerlich nicht sonderlich von den Irden unterscheiden, so ist ihre innere Einstellung doch etwas anders. So verwundert es dann auch nicht, dass Mia und Iason sehr oft unterschiedlicher Meinung sind und sie sich wegen unausweichlicher Missverständnisse immer wieder in die Haare kriegen. Ganz extrem reagiert Iason, als Mia seine Schwester Hope nicht richtig beaufsichtigt und diese somit in große Gefahr bringt.
Meine Meinung:
Kim Winter hat in ihrem Debütroman eine gar nicht so weit hergeholte Welt erschaffen. Die Menschheit wurde drastisch reduziert und musste zusammenrücken. Es gibt nur noch eine gemeinsame Sprache und die meiste Zeit lebt man unter einer Kuppel, um sich vor den noch immer zu hohen Ozonwerten zu schützen. Einerseits ist eine Besserung der Umwelt in Sicht, andererseits gibt es aber auch immer noch korrupte Geschäftsleute, die ihr Geld mit illegalen Geschäften, Tierversuchen und Energieverschwendung machen, und die Sache mit dem Rassenhass, der hier mehr auf Außerirdische gerichtet ist, gibt es auch immer noch. Also, die Menschen ändern sich nicht wirklich.
Auch bei Mia und Iason dauert es eine ganze Weile, bis sie sich halbwegs verstehen und nicht von ständigen Missverständnissen auseinander getrieben werden. Das macht sie äußerst sympathisch. Manchmal möchte man sie beide schütteln und sagen: „ Stellt euch noch nicht so stur an. Ihr wollt doch im Grunde beide das Gleiche - merkt ihr das denn nicht.“ Aber dann will man sie auch wieder gewähren lassen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren Weg selber zu finden.
Zu Anfang gestaltet sich die Geschichte etwas zäh, oder besser gesagt es geht sehr langsam voran, und einige Schönheitsbekundungen von Mias Seite können einen auch, beim wiederholten Mal, mit den Augen rollen lassen, aber dann kommt plötzlich Fahrt ins Geschehen. Man kennt die Charaktere besser (die Loduunischen Kinder sind übrigens zuckersüß) und kämpft, leidet und fürchtet sich mit ihnen. Es gibt eine Menge Wendungen, die ich hier aber leider nicht verraten kann, ohne dem Leser das Lesevergnügen zu vermiesen.
Zum Ende hin wird es dann meiner Meinung etwas zu rasant. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht, aber dennoch war es sehr spannend. Einige Details, die aber nicht zwingend notwendig sind, um das erste Buch in sich abzuschließen, sind auch noch offen geblieben, vielleicht um dem Leser  auch dringend das nächste Buch ans Herz zu legen :-) 
Ich hätte es aufgrund dieses ersten Teils aber sowieso gelesen. Ich will doch mehr über Loduun wissen, und wie mir ein Vögelchen gezwitschert, wird es davon im zweiten Buch mehr geben.
Ich fand es sehr traurig, dass man auf Loduun keine Geschichten kennt, und umso erfrischender, dass die Kinder sich so gefreut haben, als Mia ihnen ein Märchen von Dornröschen erzählt hat. Auch, dass es auf Loduun eher effizient zugeht, fand ich sehr befremdlich. Aber genau wie Mia und Iason diese Unterschiede erst begreifen mussten, muss auch der Leser langsam da hinein wachsen. Das hat mir sehr gut gefallen und wer weiß, vielleicht entstehen aus den irdischen und den Loduunischen Belangen eine perfekte Mischung :-)
Einen Lieblingssatz hatte ich natürlich auch:
Zitat:
„Und es wäre nicht recht, ihr das Leben zu verbieten, nur um sie vor dem Tod zu schützen.“

Bewertung





Ab Mai 2012 wird der Zweite Teil "Sternensturm" erhältlich sein.
Das freue ich mich schon sehr drauf.
Das Cover jedenfalls ist wieder wunderschön.



Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (22. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503090
ISBN-13: 978-3522503099
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Preis: 16,95 €

Kommentare:

  1. Hallo !
    Schöne Rezi :-)
    Vielleicht hast du ja Lust Sternenstrum zu gewinnen. http://kathrineverdeen.blogspot.com/p/sternensturm-gewinnspiel.html?showComment=1330606306105
    LG Katrin

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    1. Würde ich gerne, aber Filmen ist jetzt gar nichts für mich. :-(
      Aber ich finde es trotzdem eine schöne Idee :-)

      Liebe Grüße
      MacBaylie

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  2. Das Buch werde ich mir mal für erscheinungarme Monate vermerken. Schöne Rezi, danke :-) LG

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  3. tolle Rezi. Das Buch ist auch auf meiner Wunschliste.
    Dein Blog gefällt mir sehr gut.

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