Dienstag, 28. Februar 2012

Mein böses Herz - Wulf Dorn



Mein böses Herz - Wulf Dorn


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt (27. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570160954
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,99 €               
Kurzbeschreibung:
Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele
Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie? 
Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis ...
Meine Meinung:
Wow, was für ein spannendes Buch.
„Mein böses Herz“ gehört wirklich in die Kategorie: Einmal in die Hand genommen und nicht weglegen, bis der Punkt auf der letzten Seite die Geschichte beendet.
Auch in seinem ersten Jugendthriller weiß der Autor bravourös zu überzeugen. 
Mit einem recht einfachen und unscheinbar wirkenden Schreibstil zieht er die Leser in eine psychologische Tiefe, der man sich nicht mehr entziehen kann, hat man sich erst darauf eingelassen. 
Doro, die Protagonistin wächst einem so schnell ans Herz, und ihr Zustand lässt einem gar keine andere Möglichkeit, als sich mit ihr verbunden zu fühlen und mit ihr mitzufiebern, alles könnte sich doch noch für sie zum Positiven wenden. Wenn man das bei dem, was sie erleben musste und muss überhaupt so nennen kann. 
Sie schwankt zwischen Realität und Halluzination, traut sich selbst nicht mehr über den Weg. Kein Wunder, denn Wulf Dorn hat ihre Einbildungskraft so detailliert und glaubwürdig beschrieben, dass auch der Leser die ein oder andere Gänsehaut überstehen muss und ständig zweifelt.
Mir hat Doros Charakter ausgesprochen gut gefallen und ich konnte mir Weißgott sehr gut vorstellen, wie sie sich gefühlt haben muss, als ihre kleine heile Welt zusammengebrochen ist.
Auch die anderen Figuren, über die ich gar nicht so viel sagen möchte, denn hier sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, haben mir sehr gut gefallen. Zwar blieb hier einiges wirklich nur an der Oberfläche, aber um Doros Geschichte zu erzählen, hatte das keinerlei negative Auswirkungen, ganz im Gegenteil. Egal, ob es um Julian, seinen Vater, David oder Doros Mutter ging, sie hatten alle ihre Ecken und Kanten und passten hervorragend in Doros „Welt“. 
Zum Ende kann ich natürlich gar nichts sagen, außer dass es für die meisten Leser sicher eine große Überraschung sein wird.
Witzig fand ich, dass man in „Mein böses Herz“ auch einem altbekannten Protagonisten aus anderen Wulf Dorn Büchern begegnet ist.
Fazit:
Heute bediene ich mich beim Fazit mal ganz dreist am ersten Satz der Kurzbeschreibung, denn besser hätte ich es wirklich nicht ausdrücken können:
Zitat: Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele. Zitat Ende. 



Bewertung

1 Kommentar:

  1. Hach, ich freue mich schon sehr auf das Buch, kommt direkt nach meinem momentanen Rezensionsexemplar.

    Liebe Grüße
    Marleen

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