Donnerstag, 2. Februar 2012

Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien





Hallo liebe Leser,
da in Kürze "Das Land der verlorenen Träume" erscheint, werde ich heute meine Meinung zu  "Die Stadt der verschwundenen Kinder", welches das Vorgängerbuch hierzu ist, in meine Rezensionsschublade aufnehmen.
Auf den neuen O'Brien freue ich mich schon sehr.





Originaltitel: Prized
Originalverlag: Roaring Brook Press
Seiten: 464
Aus dem Amerikanischen von Oliver Plaschka
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-453-26728-2
Empfohlenes Alter: 12-15 Jahre
Preis: 16,99 €
Verlag: Heyne





Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O‘Brien
Originaltitel: Birthmarked
Originalverlag: Roaring Brook Press
Aus dem Amerikanischen : Oliver Plaschka
DEUTSCHE ERSTAUSGABE: 24.01.2011
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 464 Seiten
ISBN: 978-3-453-52800-0
Empfohlenes Alter: 12-15 Jahre
Preis: 16,99 €
Verlag: Heyne

Kurzbeschreibung:
Bisher hat die 16 jährige Gaia ihrer Mutter, die Hebamme im 3. westlichen Sektor ist, immer nur bei Geburten assistiert, doch an diesem Tag gibt es gleich mehrere Schwangere die zu entbinden sind, sodass Gaia das erste Mal alleine zurecht kommen muss. Alles verläuft komplikationslos und Gaia bringt das Baby, wie es das Gesetzt verlangt, rauf zur Mauer der Enklave.
Die Enklave ist eine hermetisch abgeriegelte Stadt, in der die besser gestellten Bürger leben. Die Menschen, die vor den Toren leben sind auf das Wohlwollen der Enklave angewiesen, da diese sie mit den nötigsten Dingen des Lebens versorgt. Dies allerdings zu einem hohen Preis - den drei erstgeborenen Kindern eines jeden Monats. 
Die meisten Mütter empfinden es jedoch als eine Ehre und ganz besonders als eine Chance für ihre Kinder, die innerhalb der Mauern ein viel besseres Leben führen können.
Als Gaia zurück nach Hause kommt und erfährt, dass ihre Eltern verhaftet wurden, beginnt sie langsam an diesem System zu zweifeln. Sie begibt sich auf eine gefährliche Reise, um ihre Eltern zu befreien.
Meine Meinung:
Gaias Geschichte wird hier sehr schön erzählt. Immer wieder erfährt der Leser ein kleines bisschen mehr über sie und ihr Leben, sodass ihr Handeln sehr authentisch scheint. Sie kennt ja nichts anderes und außerdem ist sie erst 16 Jahre alt. Als dann ihre Eltern über längere Zeit verschwunden sind und es auch keine Informationen gibt, außer, dass ihr seltsame Fragen gestellt werden, beginnt sie alles zu hinterfragen und entwickelt sich rasant weiter. Ihr bleibt ja auch nichts anderes übrig, so allein wie sie ist. 
Die Autorin versteht es, den Leser immer weiter in Gaias  Gefühls- und Gedankenwelt hinein zu schubsen, sodass  man gar nicht mehr aufhören mag zu lesen. 
Es gibt zwar einige Ungereimtheiten, die einen zwischendurch aufhorchen lassen, die man aber auch gut ignorieren kann und die somit der Lesefreude keinen größeren Abbruch tun. 
Selbst, wenn man sich schon so einiges zusammengereimt hat, bleibt die Story bis zum Schluss spannend. 
Zwar könnte die Geschichte hier ein, wenn auch relativ offenes, Ende gefunden haben,  aber auf eine Fortsetzung würde ich mich dennoch freuen.
Nicht ganz so zufrieden bin ich mit der Beschreibung der Örtlichkeiten. Ich habe keine Vorstellung, wie viele Menschen da auf welchem Raum leben. Die Größenverhältnisse finde ich sehr vernachlässigt oder sogar irreführend beschrieben. Da hilft auch die Karte, die vorne im Buch abgedruckt ist nicht weiter.
Außerdem finde ich den Titel des Buches nicht passend. Mit dem Cover hätte ich mich noch arrangieren können, wenn es nicht schon für ein anderes Buch verwendet worden wäre.
Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch mit leichten Schwächen für ein paar schöne Lesestunden.



Bewertung

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