Dienstag, 31. Januar 2012

Nathaniels Seele - Britta Strauss




 Nathaniels Seele - Britta Strauß



Foto: Sieben-Verlag
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Sieben Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3941547278
Preis: 14,90 €
Kurzbeschreibung:
Ewige Jugend und Einsamkeit - das ist der Preis für Nathaniels große Macht, die dazu dient, seinen Indianerstamm zu schützen. Als Josephines Wege Nathaniels kreuzen, verfällt sie diesem mysteriösen Mann. Hin- und hergerissen zwischen Faszination und Verwirrung, muss sie erkennen, dass er ein dunkles Geheimnis hütet. Doch dessen wahre Ausmaße übersteigen ihre kühnsten Vorstellungen. Langsam gelingt es Josephine, Nathaniels kalten Schutzwall zu durchdringen. Als Nathaniel begreift, dass Josephine sein Herz erobert hat, und er sich fragt, welche Rolle ihr im bösen Spiel seiner Existenz zugedacht ist, taucht sein schlimmster Feind auf und entdeckt in Nathaniels Liebe dessen größte Schwäche. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
Meine Meinung:
Mit „Nathaniels Seele“ hat Britta Strauß eine sehr außergewöhnliche Romanze erschaffen. Liebe, Spannung, Mythos und Rituale gehen hier Hand in Hand und verzaubern den Leser, um ihn einige Stunden in eine fremde und doch auch reale Welt zu entführen.  Eine Welt zum Träumen, die mit etwas romantischer Phantasie und einigen paranormalen Details weniger gar nicht so weit hergeholt scheint.
Sehr gut hat mir gefallen, dass Nathaniel und Josephine sich nicht auf diese „Schau mir in die Augen Kleines und sei mir sofort verfallen-Methode“ zueinander finden. Eigentlich können sie sich am Anfang nicht mal wirklich leiden. Josephine, die durch einen schrecklichen Unfall vor einiger Zeit ihren Mann, und ihr Vertrauen zu Pferden, von denen sie auf ihrer Farm in Montana lebt, verloren hat, sprüht nur so von Vorurteilen, was sie Nathaniel auch unverhohlen spüren lässt. Das geht teilweise so weit, dass Nathaniel sich schon fragt, wieso er sich weiterhin mit diesem ignoranten Wesen abgibt. Da entstehen dann Sätze wie:
Zitat Nathaniel:
„Ihr habt so viel verlernt, und jetzt seid ihr dumm wie Tannenhühner. “
Zitat Josephine:
„Ich verstehe.“ Josephine nickte zerknirscht. „Das ist eine dieser wir-schlagen-die-Trommeln-und-tanzen-nackt-um-das-Feuer-Nummern.“
... um nur einen winzigen Eindruck von den humorvollen Einlagen zu vermitteln.
Ganz langsam und einige Aktionen später kommen sie sich erst näher. Immer eine Portion Furcht, Unverständnis aber auch Faszination im Nacken. Nathaniels geheimnisvolles Verhalten, fremde Indianer-Rituale, bei denen Jo ihn beobachtet, die sie sich nicht richtig erklären kann, machen das Verhältnis nicht einfacher. 
Zwischenzeitlich hat man das Gefühl die Protagonisten schütteln zu wollen, ala: „Hört endlich auf zu labern und macht mal hinne“, aber die Art, wie sie miteinander umgehen ist irgendwie auch so liebenswert, dass man immer mehr davon lesen möchte und den Zauber nicht zerstören will.
Außerdem tauchen auch noch andere Interessenten an Nats Geheimnis auf, deren Ambitionen jedoch alles andere als romantischer Natur sind.
Die einzige Kritik, die ich anbringen möchte, betrifft eher den Verlag, als die Autorin. Ich finde es absolut schade, dass ich diese Geschichte aufgrund des gedruckten Formats solange aufgeschoben habe, denn augentechnisch betrachtet ist es für mich schon eine Katastrophe diese kleine Schrift und die eng aneinander geklatschten Sätze zu lesen. Wer weiß, wie viele Schätzchen vom Sieben-Verlag mir so entgehen, aber es ist wirklich ein enormer Angang für mich, eines dieser Bücher zu kaufen und dann auch noch zu lesen. 
Fazit:
Ein Roman zum Träumen, Mitfiebern und Mitleiden. Humorvoll, dramatisch, erotisch ... einfach fesselnd. Mit toll ausgearbeiteten Beschreibungen, unter anderem von Natur, Gefühlsleben und indianischen Ritualen.


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