Sonntag, 22. Januar 2012

Nybbas Träume - Jenifer Benkau


Hallo liebe Leser

Weil Ende Juni 2012 der dritte und letzte Teil der Schattendämonen-Trilogie "Nybbas Blut" erscheinen wird, gibt es heute meine Rezensionen zu "Nybbas Träume"(Teil 1) & "Nybbas Nächte"(Teil 2)





Nybbas Träume - Jennifer Benkau

                Taschenbuch: 408 Seiten

Verlag: Sieben-Verlag (12. Juni 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 394154702X
ISBN-13: 978-3941547025
                Preis 14,90 €
Mit Nybbas Träume, dem ersten Teil ihrer Trilogie „Schattendämonen“, erschienen im SiebenVerlag, hat Jennifer Benkau ein klasse Debüt abgeliefert! 
Und ich konnte mich endlich mal wieder über Dämonen freuen, die auch „artgerecht“ dämonisch agieren dürfen. 
Doch zuerst zum Inhalt:
Die Hamburger Taxifahrerin Joana hatte sich ihr Leben irgendwie anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie Psychologie studieren, doch nach dem grausamen Tod ihres Mannes, begeht sie einen folgenschweren Fehler der sie langsam aber sicher in Depressionen verfallen lässt. Üble Träume quälen sie Nacht für Nacht. 
Die letzte Tour für diesen Abend führt sie in eine ziemlich zwielichtige Gegend und sie glaubt ein nahendes Verbrechen zu beobachten. Ihr Verdacht  bestätigt sich nicht, jedoch trifft sie auf Nicholas, einen seltsamen Typen, der nicht in diese Gegend zu passen scheint. Seine selbstsichere, arrogante Art weckt, zu ihrem eh schon chaotischen Innenleben, verwirrende, aber auch alarmierende Gefühle in ihr. 
Diese Emotionen sind es, die Nicholas Nyrr gerade recht kommen. Ein verlockender Cocktail dem er sich kaum entziehen kann, denn hinter der Fassade des gut aussehenden Geschäftsmannes verbirgt sich der Nybbas - ein Dämon, der sich an menschlichen Emotionen nährt. Da selbst ein Dämon so seine Probleme mit sich rumschleppt - kann eine Extraportion Nervennahrung nicht schaden. Wenn er sich da mal nicht irrt.
Meine Meinung:
Eine tolle Geschichte, die mich mit den ersten Seiten schon gepackt hat, und oh Wunder, bis zum Schluss auch nicht mehr losgelassen hat. 
Der Nybbas macht seinem Namen alle Ehre, denn er spielt nicht nur mit seinen Opfern, nein, er spielt auch mit den Lesern. ;-) Sein Charisma lässt einen die Grenzen zwischen Gut und Böse vergessen - Grenzen zwischen Gut und Böse? Gibt es die überhaupt, ich kann mich nicht erinnern ;-)
Die Figuren sind exzellent! Liebevoll, detailliert ausgearbeitete Charaktere mit Ecken und Kanten. Eine Mischung, die mich absolut fasziniert hat weil jeder seinem Naturell entsprechend agieren kann und auch darf. Niemand wird verbogen oder gar in eine Rolle gepresst, die ihm nicht steht. Glücklicherweise findet man hier nicht das sonst so gern verwendete Weibchen vor, das vom ersten Moment an hirnlos und hemmungslos verliebt dem ach so tollen, schönen und starken Helden verfallen ist.
Außer Joana und Nicholas, taucht im weiteren Verlauf, unter anderem noch Elias, der Ilyan, ein eher jugendlicher Racheengel, auf. Auch er hat es mir sofort angetan. :-) Der arme Kerl hat ebenfalls seine liebe Not mit Nicholas. Was es allerdings genau mit ihm auf sich hat, und in welchem Zusammenhang Nicholas zu Luzifer steht, müsst ihr selber herausfinden. 
Okay, dass es auch richtig tolle Kampfszenen zu lesen gibt, verrate ich noch ;-)
Ebenfalls möchte ich die erotischen Szenen hervorheben. Die sind erfrischend, leidenschaftlich und stimmungsvoll beschrieben. Der Autorin ist es gelungen, sehr authentisch, und ohne diese ganzen marmorharten Übertreibungen, äußerst erotische Augenblicke zu schaffen. 
Der Schreibstil im gesamten Buch ist flüssig, frisch und angenehm hintereinander weg zu lesen. Über einige wirklich tolle und unverbrauchte Formulierungen habe ich mich richtig gefreut. Da konnte es öfters vorkommen, dass mein Mann mich debil grinsend in meiner Leseecke vorgefunden hat.
Fazit: 
Dieses Buch kann ich besten Gewissens weiter empfehlen. Alle, die gerne romantische Fantasy lesen und einen Dämon auch mal Dämon sein lassen können, werden sicher ihre Freude daran haben. 
Es ist gefährlich, kämpferisch, romantisch, erotisch und absolut mitreißend, und ich bin der Meinung, dass die deutsche Autorin, ihren amerikanischen Kollegen in nichts nachsteht. Ganz im Gegenteil.

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